Höhere Abwassergebühren wirtschaftlich geboten


VG-Rat verabschiedet Wirtschaftspläne der Werke

Während das Entgelt für Trinkwasser und die Eintrittspreise für das Mons-Tabor-Bad auch im kommenden Jahr stabil bleiben, werden die Abwasserabgaben moderat angehoben, um die Neuverschuldung zu begrenzen. Das ist das Fazit der letzten VG-Ratssitzung dieses Jahres, bei der die Wirtschaftspläne der VG-Werke verabschiedet wurden.




 

Betriebszweig Wasser:


Der Preis für Wasser bleibt unverändert, erklärte Bürgermeister Edmund Schaaf. Die Bilanz des Betriebszweigs Wasser der VG-Werke ist ausgeglichen. Während sich die im Erfolgsplan ausgewiesenen Erträge für das Wirtschaftsjahr 2011 auf 3,8 Mio. Euro belaufen, schlägt die Summe im Vermögensplan mit knapp 2,2 Mio. Euro zu Buche. Die Neuverschuldung erhöht sich um 100.000 Euro auf 800.000 Euro.

 

Der Löwenanteil dieser im Vermögensplan dargestellten Investitionsausgaben in Höhe von 2,15 Mio. Euro entfällt mit rund 770.000 Euro auf den Neubau sowie auf Sanierungsmaßnahmen der Ortsnetzleitungen; etwa 110.000 Euro werden für Hausanschlüsse einschließlich Messeinrichtungen und rund 88.000 Euro für Wassergewinnungsanlagen investiert.

 


Betriebszweig Abwasser:


„Wir stehen gut da, unsere Eigenkapitalquote ist ausreichend“, zitierte Bürgermeister Schaaf aus der Bewertung der Wirtschaftsprüfer für den Betriebszweig Abwasser. „Wir haben insofern keine akute Not“. Dennoch müsse realisiert werden, dass die notwendigen Investitionen „zu einem großen Teil nur durch Kredite zu finanzieren sind“. So müssen allein für den Neubau der Kläranlage Nentershausen rund 3,5 Mio. investiert werden. Auch die Ableitung des Niederschlagwassers sei für die Verbandsgemeindewerke ein erheblicher Kostenfaktor. „Wir haben in den Jahren von 1998 bis 2010 für den Bau von Regenwasserbehandlungsbecken 7,6 Mio. Euro ausgegeben“, berichtete der Bürgermeister. „In den nächsten Jahren stehen weitere Investitionen in Höhe von 2,9 Mio. Euro an.“

 

Da die VG-Werke keine einmaligen Beiträge für den Bau von Abwasserbehandlungsanlagen erheben, „müssen wir einen großen Teil der Investitionskosten über Kreditaufnahmen finanzieren“, so der Bürgermeister. Im Betriebszweig Abwasser sind rund 31 Mio. Euro Schulden aufgelaufen, deren Zinslast im Jahr 2011 etwa 1,4 Mio. Euro betragen wird. Als eine Möglichkeit, die Zinslast zu senken, schlug der Bürgermeister vor, „eine angemessene Verzinsung des Eigenkapitals in den Entgeltbedarf“ einzubeziehen. Es sei zulässig, „das relevante Eigenkapital mit 1,6 Prozent zu verzinsen und diesen Betrag ganz oder teilweise in die Entgeltkalkulation einzubeziehen“. Bei einer 50prozentigen Eigenkapitalverzinsung erhöht sich der Betrag von derzeit 0,35 Euro pro Quadratmeter Abflussfläche auf 0,44 Euro. Die Schmutzwassergebühr steigt dann von 1,35 Euro pro Kubikmeter auf 1,45 Euro.

 

„Dadurch reduzieren wir die Kreditaufnahme für den Betriebszweig Abwasser im Jahr 2011 um 400.000 Euro“, konstatierte Edmund Schaaf. „Ohne diese Maßnahme würde die Kreditaufnahme zur Finanzierung der Investitionen 3,7 Mio. Euro betragen.“ Und auch bei der Einrechnung der 50prozentigen Eigenkapitalverzinsung müssten immerhin noch 3,3 Mio. Euro auf dem Kapitalmarkt aufgenommen werden.

 

„Zehn Cent Erhöhung beim Schmutzwasser und neun Cent beim wiederkehrenden Beitrag für Niederschlagswasser sind nach Ansicht meiner Fraktion moderat und dem Bürger zumutbar“, kommentierte Walter Schmidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU. „Für den Normalhaushalt bringt dies eine monatliche Mehrbelastung von 2,80 Euro“, rechnete er vor und stimmte im Namen seiner Fraktion den neuen Abwasserabgaben zu. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Kronjäger bezeichnete den Vorschlag der Eigenkapitalverzinsung und der damit steigenden Beiträge als „noch verkraftbar“. Ebenfalls zustimmend äußerte sich Michael Musil vom Bündnis90/Grüne, während FWG-Mitglied Gerhard Windeck den Beschluss entschieden ablehnte.

 


Betriebszweig Mons-Tabor-Bad:


Für das Wirtschaftsjahr 2011 weist der Wirtschaftsplan des Mons-Tabor-Bades einen Verlust von 1,2 Mio. Euro aus, teilte Bürgermeister Schaaf mit. „Unser Bad ist eine kostenintensive Einrichtung. Aber sie gehört zu den notwendigen Einrichtungen der Daseinsvorsorge für den Schulsport und das Freizeitangebot unserer Einwohnerinnen und Einwohner.“ Die Gebühren für das Mons-Tabor-Bad werden nicht erhöht.

 

Knapp die Hälfte im Erfolgsplan mit 1,6 Mio. Euro bezifferten Ausgaben entfallen auf Materialkosten. Diese resultieren größtenteils aus den Sanierungskosten für das Dach und die Fassade des Bades.


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