Extreme Wetterereignisse können dazu führen, dass innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen zusammenkommen. Umso wichtiger ist es, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und sich bestmöglich darauf vorzubereiten. Die Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Montabaur erarbeiten deshalb Konzepte zur Vorsorge vor Hochwasser und Starkregen. Das Sachgebiet Umwelt der Verbandsgemeindeverwaltung und Fachbüros begleiten diesen Prozess.
Ein wichtiger Baustein dabei ist das Wissen der Menschen, die vor Ort leben. Bürgerinnen und Bürger kennen ihre Gemeinde und wissen häufig aus eigener Erfahrung, wo Bäche bei starkem Regen ansteigen, Wasser von Hängen oder über Straßen abfließt und an welchen Stellen es in der Vergangenheit bereits zu Problemen gekommen ist. Auch die Erfahrungen der örtlichen Feuerwehren liefern wertvolle Hinweise.
Bei den anstehenden Begehungen werden solche Bereiche gemeinsam betrachtet. Die Hinweise und Beobachtungen aus der Bevölkerung fließen in die weitere Konzepterstellung ein. Am Ende des Prozesses entsteht eine Gefahren- und Maßnahmenliste mit Aufgaben für den privaten und den öffentlichen Bereich. Denn eine wirksame Vorsorge verbindet kommunale Maßnahmen mit den Möglichkeiten, die Eigentümerinnen und Eigentümer auf ihren eigenen Grundstücken haben.
Mitmachen und Erfahrungen einbringen
Für die nächsten Ortsbegehungen stehen folgende Termine fest:
- Horbach: Mittwoch, 14. Oktober 2026, 9 Uhr, Treffpunkt: Gemeindehaus, Hauptstraße 42, 56412 Horbach
- Holler: Dienstag, 20. Oktober 2026, 9 Uhr, Treffpunkt: Gemeindehaus, Hauptstraße 5
- Kadenbach: Dienstag, 20. Oktober 2026, 14.30 Uhr, Treffpunkt: Friedhof Kadenbach, Römerstraße 74, 56337 Kadenbach
- Girod mit Kleinholbach: Mittwoch, 21. Oktober 2026. Für die beiden Ortsteile gibt es zwei Treffpunkte: um 9 Uhr am Gemeindehaus, Hauptstraße 48, Girod, und um 10.30 Uhr bei der Feuerwehr Girod, Hauptstraße 12, 56412 Girod
- Nomborn: Mittwoch, 21. Oktober 2026, 14.30 Uhr, Treffpunkt: Schulstraße 5, 56412 Nomborn
Alle Interessierten sind eingeladen, an den Begehungen teilzunehmen. Wer bestimmte Stellen kennt, an denen Starkregen oder Hochwasser bereits zu Problemen geführt haben, kann mit seinen Erfahrungen einen wichtigen Beitrag zur Vorsorge in der eigenen Gemeinde leisten.
Denn je genauer bekannt ist, wo Wasser im Ernstfall zum Problem werden kann, desto gezielter können geeignete Vorsorgemaßnahmen entwickelt werden.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Onlinebeteiligung finden Sie auf der Webseite der Hochwasser- und Starkregenvorsorge.


