Im Westerwaldkreis wird nachhaltige Beschaffung gemeinsam weiterentwickelt. Die VGn Montabaur, Wirges, Hachenburg und Höhr-Grenzhausen beteiligen sich im Rahmen des Projekts „Tandems für nachhaltige Beschaffung in Rheinland-Pfalz“ an einem kreisweiten Verbundansatz. Ziel ist es, nachhaltige Beschaffung praxisnah in den kommunalen Verwaltungsalltag zu integrieren und den interkommunalen Austausch zu stärken.
Die VGn Montabaur und Wirges nehmen aktiv am Tandem-Projekt teil. Aus diesem Ansatz heraus wurde gemeinsam mit weiteren Verbandsgemeinden eine Schulungsreihe entwickelt, die allen Kommunen des Westerwaldkreises offensteht soll. Die beteiligten Verbandsgemeinden bringen sich als Gastgeberinnen ein und schaffen gemeinsam ein praxisnahes Angebot für das gesamte Kreisgebiet.
Geplant sind vier produktspezifische Schulungen für die Verwaltungsmitarbeitenden:
- Nachhaltige Beschaffung von Papier und Büromaterialien
Gastgeberin war die VG Montabaur - Nachhaltige Beschaffung von IT-Hardware
Gastgeberin: VG Hachenburg - Nachhaltige Beschaffung von Reinigungsmitteln und Reinigungsdienstleistungen
Gastgeberin: VG Wirges - Nachhaltige Beschaffung von Textilien
Gastgeberin: Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen
Die Schulungen sollen zeigen, wie Nachhaltigkeitskriterien in konkreten Produktgruppen rechtssicher, praxistauglich und verwaltungsnah berücksichtigt werden können. Behandelt werden unter anderem ökologische und soziale Anforderungen, Gütezeichen, Nachweismöglichkeiten sowie praktische Hilfen für Beschaffungsvorgänge.
Der Verbundansatz bietet einen klaren Mehrwert: Wissen, Erfahrungen und Materialien müssen nicht in jeder Kommune einzeln erarbeitet werden, sondern können gemeinsam genutzt und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig entsteht ein fachlicher Austausch zwischen den Verwaltungen, der über die Projektlaufzeit hinaus wirken kann.
Mit der gemeinsamen Schulungsreihe setzen die beteiligten Verbandsgemeinden ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit im kommunalen Einkauf. Öffentliche Beschaffung ist ein wichtiger Hebel für Umwelt- und Klimaschutz, Ressourcenschonung sowie faire Arbeitsbedingungen. Durch das Verbundprojekt im Westerwaldkreis soll dieser Hebel künftig systematischer und praxisnäher genutzt werden.
Die erste Schulung zu „Papier und Büromaterial“ fand in Montabaur statt. Mit über 25 Teilnehmenden wurde konkret über Umsetzungsmöglichkeiten zur nachhaltigen Beschaffung in der Verwaltung sowie in den Schulen und Kitas gesprochen. Seitens der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur wird das Projekt betreut von den Klimamanagern Max Weber und Julian Herbst, der Studentin Giuliana Haupt und durch die Vergabestelle unterstützt.
Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz (ELAN) e. V., der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV), der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Im Mittelpunkt steht eine begleitete Anwendungsphase von April bis September 2026, in der Kommunen konkrete Pilotvorhaben zur nachhaltigen Beschaffung umsetzen.


