Förderimpuls Junge Kultur
Der Partnerschaftsverein „Deutsch-Texanische Gesellschaft e.V.“ hat sich Ende 2024 aufgelöst und dabei gemäß Satzung das Vereinsvermögen in Höhe von 22.000 Euro für die Kulturförderung in der VG zur Verfügung gestellt. Die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90 / Grüne sowie FDP hatten im März einen gemeinsamen Antrag in den VG-Rat eingebracht, nach dem das „Sondervermögen“ an Vereine verteilt werden soll, die explizit Nachwuchsförderung im Bereich Kultur betreiben. „Der Kulturbegriff umfasst insbesondere die bildenden, darstellenden und musischen Künste sowie den Tanz“, hieß es in der Vorlage, antragsberechtigt seien „mitgliedschaftlich organisierte Vereine innerhalb der VG, die eine dezidierte Kinder- und Jugendarbeit im Bereich Kultur leisten“. Man wolle mit dieser Initiative bewirken, dass „die Mittel sichtbar, zweckgebunden und unmittelbar den Menschen in der VG zugutekommen“ und so die Arbeit der DTG noch einmal gewürdigt wird.
Die Scheckübergabe
19 Vereine aus dem Kulturbereich hatten sich beworben und haben nun für ihre Nachwuchsarbeit jeweils ein Fördergeld in Höhe von 1.155,19 Euro erhalten. Die Schecks wurden von Susanne Kotschwar überreicht, die zuletzt die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins war. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Vereine davon profitieren. Ich bin sicher, sie werden das Geld gut einsetzen.“ Der langjährige Vorsitzende Gerhard Wick ließ anhand alter Fotoaufnahmen die Vereinsgeschichte seit seiner Gründung 1994 Revue passieren. „Wir hatten eine gute Zeit. Die Partnerschaft war einfach toll“, schloss er. Er wünscht sich, dass die Vereine die Jugendlichen für Demokratie und Fremdenfreundlichkeit begeistern. „Das wäre in unserem Sinne.“ Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich ordnete das Ende der DTG ein: „Der Verein hat sich aufgelöst. Aber die Partnerschaft zwischen der VG Montabaur und der Stadt Fredericksburg in Texas bleibt bestehen. Ebenso die vielen persönlichen Beziehungen, die über die Jahre entstanden sind.“ An die Vereinsvertreter gewandt stellt er fest: „Das ist heute ein einmaliger Termin, ein einmaliger Anlass, denn ein solches Vermögen gibt es nur selten zu verteilen.“ Außerdem sei die Kulturförderung eigentlich nicht Aufgabe der VG, sondern der Ortsgemeinden. Er freue sich weiter auf ein buntes Kulturleben in allen Orten der VG.


