„Eine Kindertagesstätte ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft unserer Stadt“, sagt Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher bei der Eröffnung der Kita Himmelfeld. Das Gebäude wurde erneuert und erweitert. Künftig bietet es Platz für 160 Kinder. Die Baumaßnahme begann im Februar 2024. Ausgelagert werden mussten die Kinder und das Kita-Team jedoch bereits im Januar 2022 aufgrund eines Feuchteschadens.
Ende der langen Übergangszeit
„Wir feiern heute das Ende einer langen Übergangszeit“, sagt Kita-Leiterin Andrea Fuß. 110 Kinder sowie das komplette Team waren fünf Jahre in ein Pavillondorf bei den Caritas-Werkstätten in der Oderstraße ausgelagert worden. „Alle Beteiligten waren in dieser Zeit besonders gefordert“, stellt sie fest. Sie bedankt sich ausdrücklich bei ihrem Team, das immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wurde, flexibel reagierte, Lösungen fand und improvisierte. „Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich vor allem, was wir gemeinsam geschafft haben.“

Mehr Platz und moderne Ausstattung
Die anspruchsvolle Baumaßnahme umfasste sowohl die Modernisierung als auch die Erweiterung des Gebäudes um ein komplettes Stockwerk. Die Nettoraumfläche beträgt nun 1.550 Quadratmeter. Neben einem neuen Treppenhaus, einem Speiseraum und einem Aufzug wurden vormals schräge Gebäudeecken begradigt, sodass die vorhandene Fläche künftig besser genutzt werden kann. Außerdem gibt es weitere Rettungswege. Das zusätzliche Geschoss wurde in Holzrahmenbauweise errichtet. Die bisherige Gasheizung wurde durch eine moderne Luftwärmepumpe ersetzt. Eine automatisierte Be- und Entlüftungsanlage ergänzt die technische Ausstattung. „Besonders begeistert mich das großzügige Raumkonzept mit seinen vielfältigen Erfahrungsräumen“, freut sich die Kita-Leiterin.
6,2 Millionen für die neue Kita
Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf insgesamt 6,2 Millionen Euro. Die Außenanlagen werden voraussichtlich Anfang November fertiggestellt. In den Kosten enthalten ist auch der Abbau des Übergangsquartieres. „Eine Baustelle muss ordnungsgemäß verlassen werden“, sagt Leicher. „Auch das gehört dazu.“
Ein besonderer Dank gilt dem Architekturbüro Hartenstein. Konstantin Hartenstein hatte Umbau und Erweiterung geplant, die Bauleitung für den Hochbau übernommen und auch für die Haustechnik. Auch den Nachbarn dankte Leicher ausdrücklich für ihr Verständnis in der langen Bauzeit. „Wer in unmittelbarer Nähe einer Baustelle wohnt, weiß, dass Lärm, Schmutz und Baustellenverkehr nicht immer angenehm und mit vielen Einschränkungen verbunden sind“, sagt Leicher. Den Segen „für das neue Haus und alle, die gehen ein und aus“ spendeten gemeinsam Pastor Marcel Kehr und Pfarrer Steffen Henrich.

Eine sinnvolle Investition in die Zukunft
Dass die Investition in die Kita eine sinnvolle Entscheidung ist, davon ist Leicher überzeugt. „Im Gegensatz zu manch anderen ländlichen Kommunen wächst die Stadt stetig. In den nächsten zwei bis drei Jahren entsteht hier bezahlbarer Wohnraum mit 300 Wohnungen. Unsere Entwicklung ist damit so groß wie die von Koblenz. Wir stärken damit die Zukunftsfähigkeit Montabaurs."


