Heinz-Peter Rüffin aus Holler mit Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Verbandsgemeinde Montabaur – Ortsgemeinde Holler:


Heinz-Peter Rüffin aus Holler mit Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet



 


Für sein jahrzehntelanges Engagement für die Hospiz- und Palliativversorgung der Westerwälderinnen und Westerwälder erhielt Heinz-Peter Rüffin das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens, eine der höchsten Auszeichnungen der Bundesrepublik. Ausgehändigt wurde ihm die Auszeichnung von Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. An der Feierstunde in Mainz nahmen auch Hollers Ortsbürgermeister Uwe Meyer und der Erste Beigeordnete Andree Stein von der Verbandsgemeinde Montabaur teil.


„Sie haben Besonderes für ihre Mitmenschen geleistet und das durch ein außergewöhnliches Maß an Weitsicht, Durchhaltevermögen, Organisationsfähigkeit und Netzwerkarbeit erreicht. Gleichzeitig agierten Sie auf eine sehr angenehme und zurückhaltende Art“, lobte Bätzing-Lichtenthäler den Hollerer Heinz-Peter Rüffin. In ihrer Laudatio ging sie auf seine vielfältigen Aktivitäten ein:


Heinz- Peter Rüffin hat sich Verdienste vor allem als Gründer und Leiter des Hospizvereins Westerwald e.V. erworben. Er ist ausgebildet für das Lehramt an Gymnasien mit den Fächern Deutsch, Geschichte und Theologie und hat darüber hinaus einen Abschluss als Diplom-Pädagoge. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2001 arbeitete er als Leiter der katholischen Erwachsenenbildung im Westerwald.


Schon immer engagierte er sich für seine Region; so als Mitglied im Ortsgemeinderat von 1979 bis 1989 oder als Gründer der Radsportgemeinschaft Montabaur im Jahr 1988, deren Vorsitzender er zehn Jahre war. Dort zeichnete er für den Aufbau von Radrenngruppen und dem Training von Jugendlichen und jungen Erwachsenen verantwortlich. In seine Zeit fielen auch die Anfänge einer Triathlon-Gruppe, die inzwischen in die Bundesliga aufgestiegen ist.


Heinz-Peter Rüffin ist zudem Geschäftsführer der Eduard-Bay-Stiftung mit Sitz in Montabaur. Diese gemeinnützige Stiftung wurde im Jahr 2002 anerkannt und hat das Ziel, Sterbenden ihre letzten Tage würdig zu gestalten. In diesem Zusammenhang steht sein jahrzehntelanges Engagement für die Hospiz- und Palliativversorgung der Bürgerinnen und Bürger im Westerwaldkreis.


So war er im Jahr 1988 Mitbegründer des „Hospizvereins Westerwald e.V.“ und ist seit über 20 Jahren Vorsitzender des Vereins. In dieser Funktion hat er den Verein maßgeblich weiterentwickelt. Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeitende wurden zu Begleiterinnen und Begleitern von Schwerstkranken und Sterbenden ausgebildet. Es entstanden Angebote für trauernde An- und Zugehörige, wie z.B. der „Trauertreff Hachenburg“, das „Trauercafe“ in Montabaur, Kindertrauergruppen, Wanderungen für trauernde Menschen, Einzeltrauergespräche und vieles mehr. Durch sein Engagement wurden die Themen „Sterben, Tod, Trauer“ in die Mitte der Gesellschaft geholt.


Über 20 Jahre lang leitete er selbst auch Hospizkurse, mit denen Ehrenamtliche auf die Begleitung sterbender Menschen vorbereitet wurden. Auf diesem Gebiet leistete er Pionierarbeit, da es ein festes Kursbuch für die persönliche Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer bis dahin nicht gab. Im Laufe der Zeit entwickelte Rüffin zusammen mit Kolleginnen und Kollegen anderer Hospizvereine Texte und Übungen, die den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern an die Hand gegeben werden konnten.


Auch für den Bau des stationären Hospizes „St. Thomas“ ebnete er den Weg durch zahlreiche Informations- und Vortragsveranstaltungen, das Einwerben von Spenden und die Suche nach einem geeigneten Träger. Diesen fand er schließlich in der Dernbacher Ordensgemeinschaft der „Armen Dienstmägde Jesu Christi“. Für die weitere Finanzierung initiierte er eine regelrechte „Bürgerbewegung“ mit dem Ergebnis, dass mehr als zwei Millionen Euro an Spenden gesammelt wurden. Es ging ein „Ruck“ durch alle Bevölkerungsgruppen - Vereine, Firmen, Verwaltungen, Kindergärten und Schulen, Ärzte und Künstler. Auch zahlreiche Einzelspender engagierten sich für das Projekt „Hospiz“.


Für den guten Zweck gab es Lesungen, Spendenläufe, Kunstauktionen, Benefizkonzerte, eine Theatertournee und vieles mehr. Auf diese Weise wurde das stationäre Hospiz nicht nur ein Projekt des Hospizvereins, sondern ein Projekt von Westerwälderinnen und Westerwäldern für Westerwälderinnen und Westerwälder. Am 24. Juni 2017 konnte das Hospiz schließlich eingeweiht werden und schließt nun die letzte Lücke in der Hospiz- und Palliativversorgung im Westerwald.


„Dieses verdienstvolle Engagement verdient höchste Anerkennung und daher freue ich mich, dass unser Bundespräsident den Vorschlag unserer Ministerpräsidentin aufgegriffen und Ihnen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen hat und dass ich Ihnen heute diesen Orden überreichen darf, schloss Bätzig-Lichtenthäler.



Bei einer Feierstunde in Mainz erhielt Heinz-Peter Rüffin (Mitte) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus den Händen von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (6.v.l.). Mit dabei waren u.a. Uwe Meyer, Ortsbürgermeister von Holler (1.v.l.), Andree Stein, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur (2.v.l.) und Gabi Wieland, Erste Kreisbeigeordnete des Westerwaldkreises (8.v.l.).


Bei einer Feierstunde in Mainz erhielt Heinz-Peter Rüffin (Mitte) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus den Händen von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (6.v.l.). Mit dabei waren u.a. Uwe Meyer, Ortsbürgermeister von Holler (1.v.l.), Andree Stein, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur (2.v.l.) und Gabi Wieland, Erste Kreisbeigeordnete des Westerwaldkreises (8.v.l.).








zurück


Kontakt

Verbandsgemeindeverwaltung
Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Telefon (0 26 02) 126 - 0    
Fax (0 26 02) 126 - 150
Info@montabaur.de

Wir sind für Sie da. Bitte vereinbaren Sie einen Termin: Tel. 02602/126-0

Öffnungszeiten
Bürgerbüro
Mo - Mi
08.00  - 16.00 Uhr
Do
09.00  - 18.00 Uhr
Fr
08.00  - 12.30 Uhr

Standesamt
Mo - Mi
08.00  - 12.30 Uhr
 14.00 - 16.00 Uhr
Do
09.00  - 12.30 Uhr
 14.00 - 18.00 Uhr
Fr
08.00  - 12.30 Uhr

Im übrigen gelten unsere üblichen Öffnungszeiten:
Mo - Mi
08.00  - 12.30 Uhr
14.00  - 16.00 Uhr
Do
08.00  - 12.30 Uhr
14.00  - 18.00 Uhr
Fr
08.00  - 12.30 Uhr