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DTG erkundete Auswanderermuseum in der Pfalz

Der „Conestoga-Wagen“ nach Pfälzer Vorbild konnte bis acht Tonnen Last transportieren (Fotos: Guido Feig)

Der Höhepunkt der Besiedlung von Amerikas Westen wurde um das Jahr 1850 erreicht, erläuterte Heidrun Werner im Auswanderermuseum Oberalben in der Pfalz. Mit robusten Planwagen erschlossen sich die Pfälzer Migranten dieses Gebiet nach ihrer Überfahrt aus Le Havre, Bremen oder Hamburg. Die Grundkonstruktion des hauptsächlich in Pennsylvanien gebauten „Cenestoga-Wagens“ entwickelte sich aus dem fränkisch-pfälzischen Bauernwagen, erläuterte Frau Werner vom 1993 gegründeten Förderverein des Museums.

Wie auch in den vergangenen Jahren unternahm die Deutsch-Texanische Gesellschaft Montabaur - Fredericksburg (DTG) eine Exkursion, diesmal unter Leitung ihrer Vorsitzenden Susanne Kotschwar, zu einem geschichtsträchtigen Ort, der in einem Zusammenhang mit den Zielen des Vereins steht. Schatzmeisterin Elke Alexander brachte den Vorschlag ein, dem die DTG gefolgt ist. Ziel des Auswanderermuseums , bei dem der Historiker Roland Paul vom Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern den Förderverein beriet, ist vor allem die Darstellung der westpfälzischen Auswanderergeschichte und die Beleuchtung der wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe. Als einen erheblichen Grund der Migration nach Amerika, aber auch nach anderen Kontinenten nannte Heidrun Werner vor allem die wirtschaftliche Not, die durch die Industrialisierung durch Wegfall des gesicherten Einkommens durch Heimarbeit entfiel und die Realteilung im Erbschaftsrecht, bei der die Grundbesitzverhältnisse zu einer Stückelung der Arbeitsflächen führte. Als Besonderheit wurde den Teilnehmern im Museum „Auswandererklepp“ serviert, ein Kloß mit Specksoße und Sauerkraut.

Ein weiterer interessanter Höhepunkt der Exkursion war der Besuch der Burg Lichtenberg. Dort wurde das Umweltmuseum Geoskop von der Europäischen Union gefördert. Ebenso konnte das Musikantenlandmuseum besichtigt werden. Bei dem Abschluss im Weindorf Koblenz gab es reichlich Zeit, die vielen Eindrücke und Erfahrungen zu diskutieren.








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