Konzept der Seniorenarbeit

Die Gemeinden „überaltern“.

 

Durch die gesellschaftlichen Veränderungen greift der sogenannte Generationenvertrag nicht mehr. Die Großfamilie gibt es so gut wie nicht mehr. Oft besteht, berufsbedingt, zwischen den Wohnorten der erwachsenen Kinder und den älter werdenden Eltern eine große räumliche Distanz. Es gibt viele zugezogene Senioren, sowie Senioren mit Migrationshintergrund.


Die Gesellschaftsstruktur zeichnet sich durch höhere Lebenserwartung, sehr häufig verbunden mit geistiger und körperlicher Vitalität (60 Jahre jung!) aus. Die Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich und der Wunsch nach einem selbstbestimmten und selbständigen Leben im Alter


Die Infrastruktur im ländlichen Raum hat sich stark verändert – Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf gibt es vielerorts nicht mehr, das öffentliche Verkehrsnetz ist sehr eingeschränkt. Das stellt ältere Menschen und auch junge Familien vor Schwierigkeiten in der alltäglichen Versorgung. Ältere Menschen wandern in die Städte oder auch in Pflegeeinrichtungen ab. Familien siedeln sich nicht an.

 

Ältere wollen aktiv sein, neues lernen und sich selbstbestimmt in ihrer Stadt/Dorf einbringen. Nach Beendigung des Berufslebens oder der Familienphase wollen sie selbst Angebote machen, wollen gestalten und mitgestalten.

 


 

Die Verbandsgemeinde Montabaur wird von der Entwicklung nicht verschont

 

Laut Bevölkerungsvorausberechnung 2010 – 2030  wird die Bevölkerungsstruktur der Verbandsgemeinde Montabaur, wie folgt aussehen:

  • die Altersklassen der über 65 jährigen von 7.414 auf 11.094 Menschen ansteigen, d.h. auf 30,8 %, davon sind ca. 8,2 % 80 Jahre und älter

  • Die Altersgruppe der 20 – 65 jährigen nehmen um 7,9 % ab (von 23.338 auf 19.005)

  • Die Altersklasse der unter 20 jährigen von 7.584 auf 5.895 fallen (d.h. auf 16,4 % ) fallen – Rückgang von 3,4


 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz 2030  Dritte kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung aus dem Jahr 2012.)



Neue Wege der Seniorenarbeit

 

Es bestehen vielerorts Angebote im Rahmen der Freizeit und Bildung für ältere Menschen. Die weiterhin unterstützt und ausgebaut werden sollen. Im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung sind neue Angebote und Vorgehensweisen erforderlich:

 

  • Ressourcen des Alters bewusst machen und ein positives Altersbild darstellen

  • Wir verfolgen eine aktive Seniorenarbeit und einen generationsübergreifenden Ansatz

  • Partizipation in doppelter Orientierung: Beteiligung und Mitgestaltung

  • Handlungsfelder eröffnen in denen ältere freiwillig aktiv sein können

  • Strukturen für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt aufbauen

  • Integration von Neubürgern und Menschen mit Migrationshintergrund

  • Offene Arbeitsweise zu allen Einrichtungen des örtlichen Gemeinwesens


 

Wie soll die neue Seniorenarbeit umgesetzt werden?

 

  • Fokus auf das Gemeinwesen richten

  • Generationen attraktiv verbinden

  • Informelle Bildungsangebote

  • Unterstützung, Beratung, gegenseitige Hilfe, Vernetzung der Dienste und Angebote

  • Beteiligung als zentrales Handlungsprinzip. – Mitgestaltung und Mitentscheidung

  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit Vereinen, Kirchen, Verbänden u. Institutionen

  • Ausbildung von seniorTrainerinnen und seniorTrainern

  • Förderung von bürgerschaftlichem Engagement durch Strukturen und Rahmenbedingungen innerhalb der Verwaltung. (Generationenbüro, Räume für Projektarbeit der Ehrenamtlichen, Fortbildungen)




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