Zukunftswerkstatt


Zukunftswerkstatt
 
 



„für mich , für uns, für morgen“




 

Engagiert und konstruktiv haben die rund 50 Teilnehmer der Zukunftswerkstatt zum regionalen Entwicklungskonzept (REK) über die Zukunft der Region diskutiert. Bürgermeister Edmund Schaaf hatte interessierte Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an dem Zukunftsprojekt zu beteiligen und ihre Ideen, Anregungen und Wünsche in den Prozess einzubringen.   


In der Ahrbachhalle in Boden begrüßte er die Gäste und zeigte sich zunächst enttäuscht über die geringe Resonanz. Bei schönem Wetter und einer prominenten Fußballübertragung am Abend seien viele wohl lieber in der Gegenwart geblieben, statt einen Ausflug in Zukunft zu wagen. „In einer Werkstatt wird etwas Konkretes geschaffen. So soll es auch heute Abend sein. Es genügt nicht, dass wir ‚mal darüber geredet haben. Vielmehr wollen wir klare Perspektiven und konkrete Projekte entwickeln“, ermunterte der Bürgermeister die Teilnehmer, überwiegend Ratsmitglieder aus den Ortsgemeinden, der Stadt Montabaur und dem Verbandsgemeinderat, außerdem Vertreter der Wohlfahrtsverbände und Wirtschaftsjunioren sowie Michael Schnatz, der Erste Beigeordnete der VG Diez. Schaaf wies daraufhin, dass die breite Palette der Zukunftsthemen im Rahmen der Veranstaltung auf die sozialen Aspekte begrenzt wurde, „weil diese wirklich jeden etwas angehen und die Diskussion sonst zu beliebig würde.“ Die Einführung ins Thema übernahm Sven Lachmann vom Institut für Regionalmanagement, das den REK-Prozess der beiden Verbandsgemeinden begleitet. Er informierte, was seit der Auftaktveranstaltung im November in Nentershausen passiert ist und welche Erkenntnisse aus der umfassenden Analyse der Region Diez-Montabaur sowie der Ortsgemeinden und Städte bislang gewonnen wurden. Anschließend stellte er die Themenschwerpunkte der drei Arbeitsgruppen vor.



Arbeitsgruppe „Sich engagieren“


Ausgehend von den Fragen „Wie bleibt mein Dorf, meine Stadt attraktiv? Wo und wie kann ich mich in die Gemeinschaft einbringen?“ diskutierte diese Gruppe vor allem darüber, wie es gelingen kann, neue Mitbürger in die Dorfgemeinschaft zu integrieren. Ansätze hierzu könnten so genannte Dorfgespräche zu konkreten Themen sein, die auch für die Neuen von Interesse sind und aus denen sich Aktivitäten entwickeln könnten. Die Vereine, die vielerorts das Dorfleben entscheidend tragen, haben Schwierigkeiten Leitungskräfte für den Vorstand und für ihre Angebote zu finden. Hier war die Einschätzung der Teilnehmer, dass man mehr zu einer projektbezogenen Arbeit und weg von kontinuierlichen Angeboten kommen müsse, weil sich potentielle Aktive eher für ein zeitlich und inhaltlich begrenztes Projekt begeistern lassen als für dauerhafte Vereinsarbeit. Ein weiteres Stichwort in der Gruppe war der Ausbau der Nachbarschaftshilfe vor Ort.

 


Arbeitsgruppe „Sich versorgen“


Die Versorgung vor Ort – in medizinischer Hinsicht und als Einkaufmöglichkeit – stand im Mittelpunkt dieser Arbeitsgruppe. Gekoppelt wurden die Fragen „Was brauche ich vor Ort? Wer braucht was?“ mit dem Stichwort Mobilität, denn beiden Themen sind logisch miteinander verbunden: Was ich vor Ort nicht bekommen kann, muss ich mir anderenorts besorgen und dort muss ich hinkommen. Die Teilnehmer waren sich einig darüber, dass es zwar schön wäre, überall einen Dorfladen zu haben, das aber nicht realistisch ist. Insofern müsse in Zukunft das Augenmerk hauptsächlich auf dem Thema Mobilität liegen – vor allem für diejenigen, die nicht (mehr) selbst mit dem Auto fahren können und deshalb auf öffentliche oder private Mitfahrgelegenheiten angewiesen sind. Auch müsse sich das Einkaufsverhalten ändern: mit einem Weg Einkäufe, Arztbesuche und sonstige Angelegenheiten erledigen. Einen weiteren wichtigen Aspekt der Versorgung vor Ort sahen die Teilnehmer außerdem in der Pflege und Betreuung älterer und kranker Menschen in ihrem Heimatort.

 


Arbeitsgruppe „Sich verstehen – Jung und Alt gemeinsam“


Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sowie Singles und Familien leben oft in Parallel-Welten, die nur wenige Berührungspunkte haben. Ausgehend von dieser Überlegung diskutierte die Arbeitsgruppe, wie man diese Berührungspunkte schaffen, vertiefen und als feste Größe in einer Dorfgemeinschaft installieren könnte. Schließlich könnten die verschiedenen Generationen viel voneinander lernen und sich in ihrem täglichen Leben unterstützen. Aktivitäten in der Dorfgemeinschaft müssten so angelegt werden, dass Jung und Alt gleichermaßen mitmachen und profitieren könnten. Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmer über altersgerechte Wohnformen aus. Hierbei sei zu beachten, dass die Menschen am liebsten möglichst lange in ihrem eigenen Haus zumindest aber in ihrem eigenen Dorf wohnen möchten. 


„Wir werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen auswerten und versuchen, daraus einige konkrete Projekte zu entwickeln, deren Ergebnis sichtbar wird!“ Mit dieser Ankündigung und einem Dank an alle Teilnehmer schloss Bürgermeister Edmund Schaaf die Veranstaltung.



Bürgermeister Edmund Schaaf begrüßte die Gäste in der Ahrbachhalle in Boden.

Bürgermeister Edmund Schaaf begrüßte die Gäste in der Ahrbachhalle in Boden.




In kleinen Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer über aktive Dorfgemeinschaften, Versorgung vor Ort oder das Zusammenleben der Generationen.

In kleinen Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer über aktive Dorfgemeinschaften, Versorgung vor Ort oder das Zusammenleben der Generationen.








Die Moderatoren der Arbeitsgruppen – hier Sven Lachmann vom IfR – hielten die Ergebnisse auf Pinnwänden fest.

Die Moderatoren der Arbeitsgruppen – hier Sven Lachmann vom IfR – hielten die Ergebnisse auf Pinnwänden fest.


In den Pausen wurde eifrig weiter diskutiert.

In den Pausen wurde eifrig weiter diskutiert.


Auch die Medien zeigten Interesse an den Zukunftsthemen, die auf der Agenda des REK stehen.

Auch die Medien zeigten Interesse an den Zukunftsthemen, die auf der Agenda des REK stehen.




Das Projekt REK Diez – Montabaur wird vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.




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