Verbandsgemeinderat verabschiedet Wirtschaftspläne für VG-Werke


Verbandsgemeinderat verabschiedet Wirtschaftspläne für VG-Werke


Moderate Preiserhöhungen sind notwendig


Mehrheitlich stimmten die Mitglieder des Verbandsgemeinderates (VGR) in ihrer letzten Sitzung des vergangenen Jahres den Wirtschaftsplänen für 2013 für die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung sowie das Mons-Tabor-Bad zu ...

 





 

... und verabschiedeten moderate Preiserhöhungen in allen drei Bereichen. Außerdem entlastete der Rat den Bürgermeister und die Beigeordneten für das Wirtschaftsjahr 2011.


Die Bilanz für das Jahr 2011 in den Betriebszweigen Trinkwasser und Abwasser liest sich erfreulich. In beiden Bereichen konnten in 2011 Gewinne erzielt werden, stellte Bürgermeister Edmund Schaaf fest. Und auch trotz der angekündigten moderaten Preiserhöhungen: Verglichen mit den anderen Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis schneidet die VG Montabaur gut ab. Dies unterstrichen auch die Vertreter aller Fraktionen im Verbandsgemeinderat.


 

Trinkwasserversorgung

 

Seit dem Jahr 2009 liegt der Wasserpreis bei 1,10 Euro pro Kubikmeter. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Einführung des sogenannten „Wassercents“ lasse sich dieser Preis jedoch nicht halten, räumte Bürgermeister Schaaf ein. „Im Wirtschaftsjahr 2013 muss das Wassergeld daher um sieben Cent von 1,10 Euro auf 1,17 Euro angehoben werden.“ Allerdings sei dies noch immer „der niedrigste Arbeitspreis im Westerwald“. Die Grundpreise, die sich nach der Wasserhausanschlussleitung bemessen, bleiben 2013 unverändert.

 

Die Bilanzsumme der Wasserversorgung der VG Montabaur beläuft sich im Wirtschaftsjahr 2011 auf rund 21,2 Mio. Euro; der Jahresgewinn liegt bei 7.600 Euro. Der Löwenanteil der Investitionsausgaben von 1,1 Mio. Euro entfiel auf Hausanschlüsse, Transport- und Ortsnetzleitungen. So müssen auch im Jahr 2013 diese Aufgaben fortgeführt werden: Zum Beispiel müssen im Bereich der Alberthöhe in Montabaur die Wasserleitungen erneuert werden, weil die alten Wasserleitungen aus den 60er Jahren oft bersten und dort in den letzten Jahren Rohrbrüche gehäuft aufgetreten sind. Die Kostenbelaufen sich auf rund. 300.000 Euro.

 

In den Aufwendungen für Betriebsleistungen bei der Trinkwasserversorgung sind auch erhöhte Energiekosten und Rückstellungen ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote für 2011 beträgt 43 Prozent und ist damit um 1,4 Prozent leicht gesunken, berichtete der Bürgermeister.


 


Abwasserbeseitigung

 

Der Betriebszweig „Abwasserbeseitigung“ weist im Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2011 eine Bilanzsumme von knapp 70 Mio. Euro und einen Jahresgewinn von 7.300 Euro aus; rund 5,3 Mio. Euro wurden in diesem Bereich investiert, allein „die Investitionskosten im Bereich der Abwasserbehandlung in der Kläranlage Nentershausen schlugen mit 2,5 Millionen Euro zu Buche“. Zudem wurden Hausanschlüsse und zwölf Ortssammler gebaut, von denen bereits die Kosten für die Montabaurer Neubaugebiete „Kesselwiese“ und „Aubachviertel“ in der Summe rund 700.000 Euro erreichten. In die Regenwasserentlastungsanlagen in Montabaur wurden etwa 500.000 Euro investiert.

 

Der Wirtschaftsplan für 2013 sieht für Bauwerke zur Regenwasserbewirtschaftung Investitionen in Höhe von 1,3 Mio. Euro vor. Die höchste Investitionssumme (700.000 Euro) erfordert der Bau eines Regenüberlaufbeckens an der ehemaligen Kläranlage Holler. Für den Neubau von Ortssammlern im gesamten Entsorgungsgebiet sind Investitionen von rund 1 Mio. Euro vorgesehen, für die Erneuerung von schadhaften Ortssammlern weitere 1,3 Mio. Euro. Neu geregelt sind die „Kostenanteile der Straßenbaulastträger“ zur Oberflächenentwässerung bei Kanalbaumaßnahmen. Hier betragen die Investitionskostenanteile für den Kanal im Mischsystem bei erstmaliger Herstellung und dem Ausbau von Verkehrsanlagen 25 Euro pro Quadratmeter zu entwässernder Verkehrsfläche, wenn Maßnahmen in herkömmlicher, offener Bauweise durchgeführt werden. Bei Kanalerneuerungen in geschlossener Bauweise (z. B. Berstlining oder Inlinersanierung) liegt der Investitionskostenanteil nur noch bei 10 Euro pro Quadratmeter. Die Herstellungskosten für die Niederschlagswasserbeseitigung im Trennsystem müssen zu 50 Prozent übernommen werden; die laufenden Kostenanteile für befestigte Straßen- und Wegeflächen bleiben mit 0,45 Euro je Quadratmeter konstant.

 

 „Die leichten Erhöhungen der Gebühren und Beitragssätze bei den laufenden Entgelten der Abwasserbeseitigung und eine Erhöhung der Eigenkapitalverzinsung von 50 auf 75 Prozent halten wir für vernünftig, zukunftsorientiert und vertretbar“, resümierte Edmund Schaaf. „Das Kommunalabgabengesetz sieht vor, dass die Buchrestwerte des Anlagevermögens mit 1,6 Prozent verzinst werden und dies in den Entgeltbedarf einbezogen wird. Wir haben bisher von dieser Möglichkeit mit 50 Prozent des entsprechenden Betrages Gebrauch gemacht und streben langfristig an, 100 % der Buchrestwerte mit 1,6 Prozent zu verzinsen. Das belastet zwar kurzfristig die Anschlussnehmer geringfügig höher, führt aber langfristig zu einem geringeren Entgeltbedarf, weil dadurch die Kreditaufnahme verringert wird.“



 

Mons-Tabor-Bad

 

Im Gegensatz zu der erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung der anderen Betriebszweige ist das Mons-Tabor-Bad weiterhin „unser Sorgenkind“, stellte Bürgermeister Schaaf fest. Der Jahresverlust in der Bilanz 2011 belaufe sich auf knapp 1,1 Mio. Euro. Neben weiteren Sanierungskosten in Höhe von 300.000 Euro, wirkten sich hier auch die steigenden Energiekosten negativ aus. Die Eigenkapitalquote betrug 2011 noch 68 Prozent.

 

Daher sei es zwar gewiss unpopulär und „ruft keine Freude hervor“, aber: Die Eintrittspreise müssten erhöht werden, stellte der Bürgermeister fest. Christoph Neyer erklärte für die CDU-Fraktion, man habe seit dem Jahr 2005 das Eintrittsgeld nicht angehoben und auch mit den neuen Tarifen sei man verglichen mit anderen Schwimmbädern in der Region noch günstig. Fest stehe jedenfalls, dass man in der Verbandsgemeinde auf das Mons-Tabor-Bad nicht verzichten könne und wolle. Sein Fraktionskollege Gerd Frink ergänzte: Dass Stammgäste wegen der höheren Eintrittspreise nicht mehr zum Schwimmen gingen, sei ohnehin äußerst unwahrscheinlich. Im Gegenteil: „Die Bürger sind dankbar, dass wir hier überhaupt ein Schwimmbad haben.“

 

Eine genaue Prüfung der betriebswirtschaftlichen Perspektiven forderte dagegen Udo Schöfer von der SPD und lehnte für seine Fraktion die Zustimmung zum Wirtschaftsplan des Mons-Tabor-Bades ab. Die Verbandsgemeinde solle im ersten Halbjahr 2013 zunächst ein Konzept entwickeln, um die Attraktivität des Schwimmbades zu verbessern. Gebührenerhöhungen zum jetzigen Zeitpunkt wies Schöfer zurück. Heinz Vietze (FWG) räumte dagegen ein, seine Fraktion würde einer „maßvolleren“ Erhöhung um zehn bis 15 Prozent zustimmen. Den derzeitigen Vorschlag der Verwaltung könne man aber nicht mittragen.

 

Nach dem Mehrheitsbeschluss des VGR werden zum 01.02.2013 die Eintrittspreise für Erwachsene von bislang 3,80 Euro auf 4,50 Euro für die Tageskarte erhöht; Kinder und Jugendlichen zahlen fortan 2,50 Euro statt bisher 1,90 Euro für die Einzelkarte. Auch die Preise für das Frühschwimmen, die Mehrfachkarten sowie weitere Tarife wurden angehoben.


Nachdem die Eintrittspreise beim Mons-Tabor-Bad acht Jahre stabil waren, steht nun ab Februar eine Preiserhöhung an.


Nachdem die Eintrittspreise beim Mons-Tabor-Bad acht Jahre stabil waren, steht nun ab Februar eine Preiserhöhung an.







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