Vandalismus: „Niemand darf wegschauen!“




Vandalismus:
„Niemand darf wegschauen!“


Die Serie von Vandalismus an der Grundschule von Ruppach-Goldhausen reißt nicht ab. Jetzt appelliert Ortsbürgermeister Gerold Sprenger an die Wachsamkeit der Bevölkerung.





 

„Nur wenn alle Bürger aufmerksam sind, gelingt es uns, weiteren Vandalismus zu verhindern. Letztlich sind es Steuermittel, die zu Reparatur der Schäden verbraucht werden. Geld, das anderswo sinnvoller eingesetzt werden könnte“, formuliert Gerold Sprenger, Ortsbürgermeister von Ruppach-Goldhausen seinen Appell an die Einwohner der Gemeinde. „Niemand, der etwas bemerkt, darf wegschauen!“ Und wer nicht selbst die Polizei alarmieren wolle, der müsse in jedem Fall ihn, den Ortsbürgermeister, anrufen.

 

Bereits zum fünften Mal in diesem Jahr haben Unbekannte an der Grundschule in Ruppach-Goldhausen randaliert. Zuletzt in der Nacht auf Montag vergangener Woche, als eine Tür der Außentoilette eingetreten und eine weitere beschädigt wurde. Wände, Spiegel und Kabinentüren im Innenraum wurden mit schwarzen Kritzeleien verschmiert, die Ecken volluriniert. „Das darf nicht so weitergehen“, äußert sich auch Schulleiter Günter Hoffmann. Und die Liste der Sachbeschädigungen ist lang: Auf die Fotovoltaikanlage wurden Flaschen geworfen, ins Schulgebäude wurde eingebrochen, Tür- und Klinkerleisten beschädigt, die Dachlüftung eingedrückt, mit einem Feuerlöscher die Fenster verschmiert. Selbst die Wandbilder am Pausenhof, die erst vor wenigen Jahren in einer engagierten Eltern- und Kindinitiative entstanden sind, wurden mit unflätigen Schimpfwörtern bekritzelt.

 

Neben dem Ärger über den Vandalismus ärgern sich die Beteiligten auch immer wieder über den Aufwand, der durch die Vorfälle entsteht und der Arbeitskraft bindet. Die Polizei muss kommen und die Schäden aufnehmen. Hausmeister Michael Diefenbach räumt auf, putzt und erledigt kleinere Reparaturen selbst. Auch die Gebäudeverwaltung der Verbandsgemeinde Montabaur ist eingebunden, denn als Schulträgerin ist sie Eigentümerin des Gebäudes. Manuel Weber ist hier für die Liegenschaft zuständig. Er dokumentiert die Schäden, beauftragt Handwerker mit der Reparatur und benachrichtigt die Versicherung. Den materiellen Schaden beziffert er inzwischen auf rund 2000 Euro. Tendenz steigend. Außerdem sei Vandalismus kein auf die Grundschule Ruppach-Goldhausen beschränktes Problem, berichtet er. Auch an anderen Schulen in der Trägerschaft der VG ereigneten sich immer wieder Fälle von blinder Zerstörungswut.

 

Eine Erklärung für den zunehmenden Vandalismus hat indes auch Manuel Weber nicht. Für Schulleiter Günter Hoffmann steht fest, dass die Lage seiner Schule am Ortsrand der Gemeinde „für Täter günstig“ ist. Weder der Schulhof, noch das untere Außengelände können von den angrenzenden Wohnhäusern eingesehen werden. Insbesondere die stark belaubten Bäume würden die Sicht nehmen. Daher ist es auch nach seiner Überzeugung wichtig, dass die Bevölkerung aufmerksam ist. Darüber hinaus wären regelmäßige Polizeikontrollen rund um das Schulgelände angebracht, findet Ortsbürgermeister Sprenger. Wenn sich aber auch weiterhin die Fälle von Vandalismus zutragen, bleibt Hausmeister Diefenbach zufolge nur noch eine Lösung: „Wir müssen endlich Überwachungskameras installieren, damit die Täter überführt und bestraft werden können.“

 

Fassungslos betrachten Schulleiter Günter Hoffmann (r.) und Manuel Weber von der VG-Verwaltung die Vandalismus-Schäden an der Grundschule in Ruppach-Goldhausen.    

Fassungslos betrachten Schulleiter Günter Hoffmann (r.) und Manuel Weber von der VG-Verwaltung die Vandalismus-Schäden an der Grundschule in Ruppach-Goldhausen.

 







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