Konrad-Adenauer-Platz:


Konrad-Adenauer-Platz: Eigentümer wollen Chancen durch abgestimmtes Planen nutzen



Eigentümer wollen Chancen durch abgestimmtes Planen nutzen

Kreissparkasse, Verbandsgemeinde und GIPAM vereinbaren gemeinsames Vorgehen bei Baumaßnahmen






 

Montabaur. Schäden am Rathaus der Verbandsgemeinde Montabaur (VG), der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Westerwald (KSK) und des im Volksmund nach dem früheren Eigentümer Hisgen benannten Gebäudes machen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Die Eigentümer der drei Gebäude haben ein koordiniertes Vorgehen vereinbart und wollen versuchen, nicht nur ihre Gebäude zu sanieren, sondern dauerhafte Wertsteigerungen für sich selbst und eine Aufwertung des für die Stadt Montabaur wichtigen Quartiers zu erreichen.


Ausgelöst durch umfangreiche Brandschutzauflagen der Baugenehmigungsbehörde hat die Verbandsgemeinde Montabaur das 1983 fertiggestellte Rathaus umfassend untersucht, um den Sanierungsaufwand zu ermitteln. Bürgermeister Edmund Schaaf: „Es wäre fahrlässig, mit der Sanierung eines Gebäudes zu beginnen, ohne vorher genau zu untersuchen, welcher Sanierungsbedarf besteht. Das Ergebnis war für uns erschreckend. Es bestehen nicht nur die bekannten gravierenden Mängel beim vorbeugenden Brandschutz, sondern auch erheblicher Sanierungsbedarf durch funktionale Defizite und schlechte Ausführung von Arbeiten. Hinzu kommen altersgemäßer Verschleiß und der Bedarf der energetischen Sanierung entsprechend den heute geltenden Vorschriften. Von der Verbandsgemeinde beauftragte Fachbüros zeigten auf: Der Sanierungsaufwand entspricht in etwa den Kosten eines Neubaus.“


Die Geschäftsstelle der KSK in Montabaur wurde Anfang der 80er Jahre vom selben Architekten wie das Rathaus der Verbandsgemeinde geplant. Auch die KSK hat eine umfassende Untersuchung des Sanierungsbedarfs durch ein Fachinstitut beauftragt. Der Mängelbericht für dieses Gebäude weist viele Parallelen zu dem für das Rathaus auf. Auch für dieses Gebäude entspricht der Sanierungsaufwand nahezu den Kosten eines Neubaus. Für die KSK besteht kurzfristiger Handlungsbedarf u. a. mit Blick auf den unwirtschaftlichen Energiebedarf des Gebäudes.

 

Das Gebäude des ehemaligen Kaufhauses Hisgen gehört einer englischen Gesellschaft - German Investment Portfolio Asset Management GmbH (GIPAM) -. Auch dieses Haus muss umfassend saniert werden. Die Obergeschosse stehen seit langem leer und sind nicht vermietbar. Auch die Energiebilanz des Gebäudes erfordert kurzfristiges Handeln.

 

Für alle drei Bauwerke gilt, dass als Alternative zu einer Sanierung ein Abbruch und Neubau in Erwägung gezogen werden muss. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen.

 

Nachdem neben der Notwendigkeit einer Sanierung des Rathauses auch die Sachzwänge von KSK und GIPAM bekannt wurden, ergriff Bürgermeister Edmund Schaaf die Initiative und ging auf die anderen Beteiligten zu. Die Verantwortlichen von KSK, GIPAM und VG stimmen überein: Man würde eine Chance unwiederbringlich ungenutzt lassen, wenn man nicht versuchen würde, durch eine abgestimmte Planung einen Mehrwert zu erzeugen. Die zeitgleiche Notwendigkeit, alle drei Gebäude zu sanieren einschließlich der jeweils denkbaren Alternative eines Abrisses und eines Neubaus eröffnet vielfältige Möglichkeiten. Neben der Sanierung am jeweiligen Standort kommen ein Tausch von Gebäuden sowie die gemeinsame Errichtung und Umnutzungen von Gebäuden in Betracht.

 

Die Stadt Montabaur hat ein vitales Interesse daran, im Stadtkern zusätzliche Handelsflächen auszuweisen. Nachdem die Pläne zur Ansiedlung eines Kaufhauses im Bereich Wallstraße/Bahnhofstraße im Jahr 2011 gescheitert sind, bietet sich nun die Möglichkeit, im sogenannten zentralen Versorgungsbereich der Stadt auch den Bedarf an größeren Ladenflächen zu decken.


Im Jahr 2012 hat die Stadt Montabaur auf Initiative der VG einen zweitägigen Workshop mit Vertretern des örtlichen Handels, Architekten, Stadt- und Verkehrsplanern und anderen Experten durchgeführt. Dabei wurden vielfältige Ideen zur Aufwertung der Innenstadt, insbesondere zur besseren Anbindung der Fußgängerzone an den Konrad-Adenauer-Platz entwickelt.


In einer gemeinsamen Sitzung der Haupt- und Finanz- und Bauausschüsse des Stadtrates und des Verbandsgemeinderates Montabaur zusammen mit dem Vorstand der KSK und einem Vertreter von GIPAM am 15.02.2013 wurde folgendes Vorgehen vereinbart:


Die Stadt Montabaur erteilt dem Büro Professor Dr. Baldauf, Stuttgart (er hat den Workshop im Jahr 2012 geleitet), den Auftrag zur Erstellung eines städtebaulichen Rahmenplanes für die künftige Gestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes einschließlich der Hospitalstraße. Die übrigen Beteiligten erstatten der Stadt jeweils ein Viertel der Kosten für diese Planung. Aufgabenstellung an das Büro Baldauf ist neben der zukünftigen Bebauung des Konrad-Adenauer-Platzes unter Berücksichtigung des individuellen Flächenbedarfs der drei Eigentümer und der Potenziale für künftige Handelsflächen auch Verbesserung der Verbindung zur Kirchstraße und zum Großen Markt. Diese Rahmenplanung wird im Herbst zunächst den Gremien von Stadt und Verbandsgemeinde sowie GIPAM und KSK vorgestellt, danach auch in einer Bürgerversammlung präsentiert und zur Diskussion gestellt. Im nächsten Schritt gilt es dann für KSK, GIPAM und Verbandsgemeinde zu untersuchen, ob es möglich und sinnvoll ist, die erforderlichen und geplanten baulichen Aktivitäten in diesem Rahmen aufeinander abzustimmen. KSK, GIPAM und VG haben ferner entschieden, Rechtsanwalt Professor Dr. Birk, Stuttgart, gemeinsam mit der rechtlichen Beratung im Sinne einer Verfahrensmediation zu beauftragen. Als Alternative dazu müsste jede Partei einen eigenen Anwalt bestellen. Diese Entscheidung dokumentiert den Willen der Eigentümer der drei Gebäude, in vertrauensvoller Zusammenarbeit die jeweiligen Planungen aufeinander abzustimmen. Selbstverständlich wird jeder Eigentümer seine Investitionsentscheidungen unter wirtschaftlichen Aspekten für sich selbst treffen müssen. Es bietet sich jedoch die Chance, dass jede beteiligte Institution durch das gemeinsame Vorgehen wirtschaftliche und funktionale Vorteile erzielt.


Konrad-Adenauer-Platz Montabaur




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