Vhs beschließt Jubiläumsjahr mit großem Konzert


Vhs beschließt Jubiläumsjahr mit großem Konzert
 
 


Es war in dreifacher Hinsicht ein besonderes Konzert, zu dem die Volkshochschule (vhs) Montabaur mit ihrem Laienorchester „Collegium Musicum“ geladen hatte: Zum Einen beendete die vhs mit dem Konzert in der Stadthalle Haus Mons Tabor in Montabaur die Reihe der Sonderveranstaltung zu ihrem 50-jährigen Bestehen. 

 

 
 

Zum anderen wurde der 50. Geburtstag des Ensembles gefeiert. Und schließlich verabschiedete sich Friedrich Schander als Dirigent.

 

Der Dirigent und das Orchester

Das Orchester wurde am 29. November 1961 als Jugendkammerorchester Montabaur unter der Leitung von Musiklehrer Friedrich Kraut gegründet. Hieraus entwickelte sich später das „Collegium Musicum“ als Laienorechster der vhs Montabaur. Dessen Leitung übernahm Friedrich Schander vor 12 Jahren. Nun legte er diese Aufgabe nieder, weil er nach Süddeutschland umzieht. Durch sein Wirken hat Schander die musikalische Ausrichtung und Qualität des Orchesters sehr geprägt. Er verstand es einerseits, den Orchestermitgliedern traditionelle Literatur zu vermitteln. Andererseits führte er Musiker und Publikum behutsam an die Musik des 20. Jahrhunderts heran und konnte hierfür auf beiden Seiten Begeisterung wecken. Am Ende des Konzertabends bedankte sich Andree Stein, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Montabaur, bei Friedrich Schander für sein Engagement: „Sie haben sich durch Ihre fachliche Kompetenz ebenso ausgezeichnet wie durch Ihr pädagogisches Geschick im Umgang mit den Laienmusikern. Durch Ihre freundliche und ruhige Art ist es Ihnen stets gelungen, ihr Orchester zu besonderen Leistungen zu motivieren“. Stein überbrachte auch Grüße von vhs-Leiterin Ute Probst, die wegen Krankheit nicht an dem Konzert teilnehmen konnte. Mit Bedauern gab Stein bekannt, dass sich das „Collegium Musicum“ nach dem Abschied von Dirigent Schander auflösen wird. Hannelore Marggraff führte kompetent durch den Abend und ließ dabei 50 Jahre „Collegium Musicum“ Revue passieren.

 

 

Das Konzert

Den Auftakt des Konzerts machte das „Collegium Musicum“ mit einem concerto crosso von Pietro Antonio Locatelli, einem Großmeister der italienischen Musik im frühen 18. Jahrhundert. Hierbei wurden alle Instrumentengruppen im gleichen Maß gefordert. Höhepunkt des klassischen Teils war ein Violinkonzert von Pietro Nardini aus dem späten 18. Jahrhundert. Es forderte vom Solisten Rudolf Meurer eine perfekte Beherrschung der Technik und vom Orchester die Fähigkeit, dynamisch zu begleiten und einen weichen Klangteppich für den Auftritt des Soloinstruments auszubreiten. In diesen beiden Stücken zeigte das Ensemble, dass sich die intensive Arbeit unter seinem Dirigenten Friedrich Schander gelohnt hatte, denn die anspruchsvollen Stücke – Höhepunkte der Violinliteratur - erklangen sauber und in guter Dynamik.

 

Nach der Pause eröffnete Friedrich Schander den rund 50 Zuhörern die Musik Russlands des 20. Jahrhundert und griff dabei nicht nur auf Peter Tschaikowski zurück. Es erklangen besinnliche, robuste aber auch schwungvolle Stücke wie zum Beispiel der Walzer von Aram Chatschaturjan  oder die Gawotte von Dimitri Schostakowitsch. Das Orchester verabschiedete sich nach 50-jähriger Konzerttätigkeit still mit Robert Schumanns „Erster Verlust“  und der Pizikato-Polka von Johann Strauss d. Jüngeren. Die vom Publikum herausgeforderte Zugabe weckte noch einmal die ganze Spielfreude des Orchesters, das am Ende einen lang anhaltenden Applaus erhielt.

 

 

Das Orchester „Collegium Musicum“ und der Dirigent Friedrich Schander verabschiedeten sich von ihrem Publikum.


Das Orchester „Collegium Musicum“ und der Dirigent Friedrich Schander verabschiedeten sich von ihrem Publikum.

 

Für sein langjähriges Engagement als Leiter des Orchesters bedankte sich der Erste Beigeordnete Andree Stein (r.) bei Friedrich Schander.


Für sein langjähriges Engagement als Leiter des Orchesters bedankte sich der Erste Beigeordnete Andree Stein (r.) bei Friedrich Schander.

 

Hannelore Marggraff führte durch den Abend. Sie gab zu jedem gespielten Stück eine Einleitung und brachte so den Zuhörern die Komponisten in ihrem Wirken näher.


Hannelore Marggraff führte durch den Abend. Sie gab zu jedem gespielten Stück eine Einleitung und brachte so den Zuhörern die Komponisten in ihrem Wirken näher.

 

Auch Günther Kraatz (r.), Sprecher des Orchesters, bedankte sich bei Friedrich Schander für seine Arbeit für und mit dem „Collegium Musicum“.


Auch Günther Kraatz (r.), Sprecher des Orchesters, bedankte sich bei Friedrich Schander für seine Arbeit für und mit dem „Collegium Musicum“.

 

 




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