Verbandsgemeinderat hat getagt


Verbandsgemeinderat hat getagt 
 


Mit großem Applaus empfing der Verbandsgemeinderat bei seiner Herbstsitzung den erfolgreichen Ringer Robin Ferdinand aus Großholbach. Neben der Sportlerehrung standen das Thema Tourismus und der Ausbau der Wällertouren, die Nachwahl einer Schiedsperson sowie der Flächennutzungsplan auf der Tagesordnung. Der Testbetrieb für eine neue Mikrofonanlage im Sitzungssaal sorgte bisweilen für eine gewisse Heiterkeit.

 
 


Sportlerehrung


Bereits zum zweiten Mal nach 2006 wurde der Ringer Robin Ferdinand vom ASV Deutsche Eiche Boden vom Verbandsgemeinderat für seine außergewöhnlichen sportlichen Leistungen geehrt. Im Frühjahr dieses Jahres wurde der 18-jährige zum dritten Mal Deutscher Meister der Junioren, bei der Europameisterschaft belegte er Platz sieben und bei der Weltmeisterschaft im August schaffte er einen guten neunten Rang. Inzwischen wurde er in den deutschen Nationalkader aufgenommen und hat bereits die Olympischen Spiele 2016 ins Visier genommen. Bei Einzelkämpfen auf nationaler und internationaler Ebene tritt Robin nach wie vor für seinen Heimatverein aus Boden an, Training und Mannschaftskämpfe absolviert er beim Bundesligisten ASV Mainz. „Es freut mich besonders, dass Sie auf diese Weise den Namen „Boden“ in alle Welt hinaus tragen“, sagte Bürgermeister Edmund Schaaf in seinem Grußwort. „Wir sind mit den Eltern stolz auf ihre sportlichen Erfolge und wir sind gespannt, wie Sie sich weiter entwickeln.“ Als Geschenk überreichte er eine Sporttasche mit VG-Logo und ein Duschtuch.

 

Bürgermeister Edmund Schaaf (l.) gratulierte Robin Ferdinand zu seinen Erfolgen als Ringer.


Bürgermeister Edmund Schaaf (l.) gratulierte Robin Ferdinand zu seinen Erfolgen als Ringer.

 


 

Tourismus


5.049 Besucher in der Tourist-Information seit Anfang des Jahres. Mit dieser stolzen Zahl eröffnete die Tourismusbeauftragte Karin Maas ihren Tätigkeitsbericht vor dem Verbandsgemeinderat. Das Büro, das am 1.1.2011 am Konrad-Adenauer-Platz eröffnet wurde, wird von Gästen und Einheimischen gleichermaßen gut angenommen. „Vor allem Infomaterial wie Stadtpläne, kleiner Stadtrundgang und Wander- und Freizeittipps sind gefragt; der Verkauf von Tageskarten für die Buga und von Kräuterwind-Produkten lässt die Kasse klingeln“, so Maas. Hinter den Kulissen arbeitet Karin Maas mit ihren beiden Mitarbeitern Carina Schreiner und Raphael Neuroth fleißig an weiteren Materialien und Angeboten. Im Frühjahr wurde eigens ein Foto-Shooting angesetzt, um die wunderbare Landschaft des südlichen Westerwaldes und die Aktivthemen Wandern, Radfahren und Reiten professionell in Szene zu setzen. Daraus entstand eine eigene Anzeigenserie mit dem Slogan „Meiner Natur ganz nah“ sowie Präsentationen in verschiedenen Gästezeitungen und auf Wanderportalen im Internet. Der Slogan ist Teil der neuen Designlinie, mit der die VG als Urlaubsregion künftig beworben wird - beispielsweise mit einem eigenen Urlaubskatalog für Übernachtungen und Gastronomie, der derzeit erstellt wird. In Arbeit sind auch ein Stadtrundgang Montabaur mit GPS-Geräten und schließlich eine Montabaur-Applikation für Smartphones. Wegen der starken Nachfrage plant Karin Maas außerdem die Palette an Werbeartikeln zu erweitern: Zu den bereits vorhandenen Pins, Aufklebern und Tüten sollen bald Kugelschreiber, Regenschirme und Lesezeichen hinzukommen.

 


So schön ist es bei uns!


So schön ist es bei uns!

 


Wandern


Ab dem Frühjahr 2012 wird die Region um vier Qualitätswanderwege reicher sein. Dafür stellte der Verbandsgemeinderat jetzt die nötigen Mittel in Höhe von 30.000 Euro für insgesamt 60 Kilometer Wegstrecke bereit. In Zusammenarbeit mit dem Westerwald-Verein (WWV) werden vier so genannte Wällertouren ausgewiesen, beschildert, möbliert und schließlich durch das Deutsche Wanderinstitut zertifiziert. Im Vertrag zwischen VG und WWV wurde auch gleich die Pflege der Wege in den nächsten Jahren festgeschrieben und dafür 5.000 Euro jährlich veranschlagt. Bei den Wällertouren handelt es sich um Rundwege, die jeweils etwa 15 Kilometer lang sind und drei bis vier Ortsgemeinden einbeziehen. So haben bei der Auswahl der Routen neben dem Tourismusteam auch die Revierförster sowie die Ortsbürgermeister mitgewirkt. Die Tour „Buchfinkenland“ umfasst Horbach, Hübingen und Gackenbach; die Tour „Elbertgemeinden“ Niederelbert, Oberelbert und Welschneudorf; zur Tour „Eisenbachtal“ gehören Girod, Nomborn, Heilberscheid und Wirzenborn und die Tour „Augst“ geht über Neuhäusel, Eitelborn und Kadenbach mit einer Anbindung nach Simmern. Als Ergänzung zu den Wällertouren ist aktuell ein Themenweg Ton rund um Ruppach-Goldhausen und Boden geplant, der erdgeschichtliche, geologische und kulturhistorische Aspekte des Themas Ton und Basalt aufzeigen soll. Der Themenweg wird zusammen mit der Ortsgemeinde sowie den ortsansässigen Tonbetrieben und dem Tonbaumuseum Siershahn eingerichtet. Er soll zum Ortsjubiläum von Boden (800 Jahre) im nächsten Jahr fertiggestellt werden.

 

 

Radfahren


Auch die Radwege in der VG stehen auf dem Arbeitsprogramm des Tourismusteams. Hier besteht eine Kooperation mit dem Westerwaldkreis. Dieser hat das Projektbüro Hunsrückvelo beauftragt, das komplette Radwegenetz im Kreis zu überarbeiten, bei Bedarf neue Routen und Verbindungsstücke auszuweisen und alles nach den landesweiten Richtlinien einheitlich und durchgängig zu beschildern. Derzeit ist Jupp Trauth von Hunsrückvelo mit dem Fahrrad unterwegs im Westerwald, befährt und erfasst sämtliche Wege und legt Standorte für Schilder fest. Bis Mai 2012 sollen vier Hauptrouten, die auch das VG-Gebiet queren, fertig sein. Danach beginnen die ergänzenden Arbeiten am Wegenetz der VG. In 2011 investiert die VG 5.000 Euro in diese Arbeit.

 

Radfahren im Westerwald kann anstrengend sein. Wer nicht so viel Puste hat, kann sich ab April ein Elektrofahrrad bei der Tourist-Information ausleihen und dann – mit elektrischem „Rückenwind“ – die neuen Radwege ausprobieren. Weitere E-Räder gibt es ab dem Frühjahr auch beim Rückerhof in Welschneudorf und bei der Studentenmühle in Nomborn.

 

Dieser Plan zeigt die vier Hauptrouten des Radwegenetzes Westerwaldkreis:
(Pinkfarben eingezeichnet sind die VG-Grenzen)

 


 

Schiedsperson


Der Schiedsamtsbezirk IV der VG Montabaur umfasst die Ortsgemeinden Girod, Großholbach, Görgeshausen, Heilberscheid, Niedererbach, Nomborn, Nentershausen, Heiligenroth und Ruppach-Goldhausen. Hier war seit 2007 Joachim Bartsch aus Heilberscheid als Schiedsmann tätig. Seine Amtszeit läuft zum Jahresende aus. Er ist bereit, sein Ehrenamt für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren auszuführen. So beschloss der VG-Rat nun, dem zuständigen Amtsgericht seine erneute Ernennung vorzuschlagen.

 

Schiedsmann Hans-Joachim Bartsch


Schiedsmann Hans-Joachim Bartsch

 




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