Umbau und Sanierung abgeschlossen

 

     Umbau und Sanierung abgeschlossen 

Die Erleichterung im Kinderland St. Johannes der Täufer in Welschneudorf ist groß: Nach rund einem Jahr Bauzeit sind die Arbeiten zu Umbau, Erweiterung und Sanierung der Einrichtung weitgehend abgeschlossen und der Alltag kehrt wieder ein. 

 

Mit einem Sommerfest feierten die 80 Kinder mit ihren Erzieherinnen, Familien und Ehrengäste das alte neue Haus. Das Maßnahmenpaket hatte ein Volumen von rund 590.000 Euro.

 

 

Die Baumaßnahme

Wie viele andere Kindertagesstätte auch stand das „Kinderland“ 2008 vor der Herausforderung, sich auf die Ganztagsbetreuung und auf die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren (U3) einzustellen. Beides zusammen erforderte ein deutlich erweitertes Raumprogramm und damit umfangreiche Umbaumaßnahmen. Außerdem waren brandschutztechnische Auflagen zu erfüllen und die älteren Gebäudeteile mussten energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. „Nachdem alle Anforderungen auf dem Tisch lagen, war uns klar, dass dies nicht ein kleiner Umbau sondern eine umfassende Runderneuerung und Umstrukturierung des Gebäudes würde.“, schildert Ortsbürgermeister Thomas Schmidt die Ausgangssituation. Der Gebäudekomplex besteht aus drei Teilen, die aus den 50er, 70er und 90er Jahren stammen und baulich ineinander übergehen. Im ältesten Teil befanden sich zwei Mietwohnungen, die bei Baubeginn leer standen, so dass der Platz mit genutzt werden konnte. Hier entstanden ein neuer Personalraum mit Personal-WC, das Leitungsbüro, die Heizzentrale für die neue Gasheizung sowie ein Schlafraum für die Ganztagskinder. Durch diese Umstrukturierung konnten den Gruppenräumen im Erdgeschoss Nebenräume zugeordnet und ein Esszimmer eingerichtet werden. Außerdem wurde in diesem ersten Gebäudeteil die alte Holztreppe gegen eine Stahlbetontreppe ausgetauscht und der Fachwerkgiebel erneuert, weil das alte Gebälk unter der Naturschieferfassade faulig geworden war. Zur Verbesserung des Brandschutzes wurden entsprechende Türen in die Flure und Treppenhäuser eingebaut sowie Entrauchungsfenster gesetzt. Im Zuge der energetischen Optimierung erhielt der gesamte Komplex einen Vollwärmeschutz und neue Fenster mit dreifacher Verglasung. Außerdem wurden einige Dachflächen und die Kellerdecke neu gedämmt. „Das i-Tüpfelchen aber ist der Verbindungsgang, den wir auf das Flachdach des mittleren Gebäudetraktes gebaut haben. Er verbindet die beiden anderen Gebäudeteile auf der Ebene des ersten Stockwerks miteinander und schafft so einen zweiten Fluchtweg für den Brandfall.“, erläutert Bernd Labonte. Er ist nicht nur Erster Beigeordneter in Welschneudorf sondern auch Kindergartenbeauftragter im Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde und somit die Schnittstelle zwischen Träger und Eigentümer. Er sprach allen Beteiligten ein großes Lob aus, weil sämtliche Bauarbeiten bei laufendem Betrieb durchgeführt wurden, was ein hohes Maß an Disziplin und Rücksichtnahme erfordert hat. „Lediglich zum Jahreswechsel 2010/2011 musste das „Kinderland“ für einige Tage in die benachbarte Kurfürstenhalle umziehen.“, ergänzt Projektleiter Sascha Schmidt von der VG-Gebäudeverwaltung.

 

Die Einrichtung

Das „Kinderland“ hat insgesamt 85 Plätze. 30 davon sind Ganztagsplätze. In einer altersgemischten Gruppe werden sieben Kinder unter drei Jahren betreut, ab August kommen vier weitere U3-Plätze hinzu. Zum Team von Leiterin Magdalene Quirmbach gehören zehn Erzieherinnen und ein Erzieher sowie vier weitere Mitarbeiter. Die Liegenschaft steht im Eigentum der Ortsgemeinde Welschneudorf, Träger der Einrichtung ist die katholischen Pfarrgemeinde
St. Johannes der Täufer. Kinder aus Welschneudorf und Oberelbert besuchen das „Kinderland“, so dass sich beide Gemeinden die Betriebskosten teilen. Am Projekt beteiligt waren außerdem das Team der Kindertagesstätte, die Gebäude- und Kindergartenverwaltung der Verbandsgemeinde Montabaur, das Bistum Limburg sowie das mit Planung und Bauleitung beauftragte Architekturbüro Volker Simon.

 

Kosten und Zuschüsse

Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 590.000. Euro. Zuschüsse wurden bewilligt vom Westerwaldkreis (67.000 Euro), vom Land (28.000 Euro), aus dem Konjunkturpaket II (88.000 Euro) und vom Bistum Limburg (154.000 Euro). Die übrigen rund 253.000 Euro tragen die Ortsgemeinden Welschneudorf und Oberelbert anteilig. Zurzeit liegen noch nicht alle Schlussrechnungen vor; es wird aber erwartet, dass das Projekt im vorgesehenen Kostenrahmen bleibt.

 

Das Sommerfest

Ein Gottesdienst, den die Kinder mitgestaltet hatten, bildete den Auftakt für das Sommerfest, mit dem das „Kinderland“ den Abschluss der Bauarbeiten und das neue alte Haus feierten. Besonderer Höhepunkt – im wahrsten Sinne des Wortes – war das Hissen der neue Fahne am neuen Fahnenmast. Den hatten die beiden Ortsgemeinden auf Initiative des Elternbeirats hin gestiftet. Pfarrer Stefan Neis segnete das Gebäude ein. Anschließend konnten sich die Kinder mit Zauberer Ludini, im Experimentierraum, beim Kinderschminken, auf der Hüpfburg oder bei einer Ausstellung des Nabu vergnügen während die Erwachsenen das Gebäude besichtigten. Diese Gelegenheit nutzen rund 300 Gäste, darunter Bürgermeister Edmund Schaaf und der Erste Beigeordnete Andree Stein von der Verbandsgemeinde Montabaur.

 

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