Heinrich-Roth-Realschule plus: Schulsozialarbeit ausgebaut

   


Mehr Zeit für Kinder! Die Verbandsgemeinde Montabaur hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund die Schulsozialarbeit an der Heinrich-Roth-Realschule plus deutlich ausgebaut. Die Sozialpädagogin Christel Kaiser hat jetzt mehr Zeit, sich um die schulischen und privaten Sorgen ...


 

... einzelner Kinder kümmern und sie kann mehr Projekte in den Klassen begleiten. Statt bisher nur acht Stunden in der Woche ist sie seit Schuljahresbeginn für 21 Stunden vor Ort.


Bereits seit 1996 besteht die Kooperation zwischen der Verbandsgemeinde Montabaur (VG) als Schulträgerin der Heinrich-Roth-Schule und dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB), Kreisverband Westerwald, Ortsverband Höhr-Grenzhausen. Seitdem wurden die Angebote „Mobiles Sorgenbüro“ und „Kinderschutz macht Schule“ Schritt für Schritt erweitert. Seit 2004 wird die Arbeit von Christel Kaiser geleistet, die nun an drei ganzen Tagen (bisher ein Tag) die beiden Schulstandorte Montabaur, Schulzentrum und Horressen betreut. „Nach sechs Wochen merke ich schon, dass ich wesentlich intensiver mit den Lehrern und der Schulleitung zusammenarbeiten kann und wir deshalb schnellere und bessere Ergebnisse mit und für die Schüler erzielen. Es ist ein großer Vorteil, dass ich schon seit einigen Jahren an der Schule tätig bin“, zieht Christel Kaiser eine erste Bilanz. Neben der Einzelberatung wird sie in Zukunft auch die Streitschlichter und die so genannten Buddys begleiten und diese durch Fortbildungen unterstützen. (Buddys sind Helfer in der Schülerschaft, an die sich Kinder und Jugendliche mit Problemen wenden können). Außerdem will sie in den Klassen Projekte wie „Soziales Lernen“ oder gegen Mobbing anbieten. „All diese Ansätzen werden dazu beitragen, das Klima an der Schule spürbar zu verbessern“, so Kaiser. Auch Schulleiter Karl Jung freut sich über die zusätzlichen Kapazitäten in der Schulsozialarbeit: „Wir können uns jetzt frühzeitig um Probleme kümmern, ehe sie sich verfestigen. Da ist Frau Kaiser eine große Entlastung für die Lehrer und für mich.“ Allerdings, merkt er an, dass für eine Schule mit gut 600 Schülern in 29 Klassen und an zwei Standorten 21 Wochenstunden immer noch sehr knapp bemessen sind.

 

Auch Andree Stein, der Erste Beigeordnete und Schuldezernent der VG Montabaur, weiß um die knappen Ressourcen. „Wir sind zunächst froh, dass wir die Landesmittel für den Ausbau der Schulsozialarbeit hier an der Heinrich-Roth-Realschule plus bekommen. Für die Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen wurden wir vom Land vertröstet, denn dort wollen wir nach demselben Modell das Angebot erweitern. Erst wenn das umgesetzt ist, können wir hier in Montabaur über weitere Schritte nachdenken.“ Das Modell, nach dem der DKSB die Trägerschaft für die gesamte Schulsozialarbeit an der Schule übernimmt, ist für beide Partner ein Novum. „Ähnlich wie beim „Mobilen Sorgenbüro“ liegt der Vorteil darin, dass wir als Kinderschutzbund eine neutrale Instanz zwischen Schule und Lehrern auf der einen sowie Schülern und Familien auf der anderen Seite sind.“, weiß Dr. Roland Dosch, zweiter Vorsitzender des DKSB Kreisverband Westerwald. Er setzt darauf, dass die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der VG Montabaur eine gute Basis für das neue Modell ist. Für die sozialen Beratungsangebote an ihren insgesamt elf Schulen gibt die VG Montabaur jährlich rund 84.000 Euro aus, knapp 21.000 Euro davon an der Heinrich-Roth-Realschule plus.


 

Der Montabaurer Bürgermeister (1926-33) und Namenspatron der Heinrich-Roth-Realschule plus (Büste Bildmitte) wäre sicherlich erfreut über den Ausbau der Schulsozialarbeit. Erfreut sind auch (v.l.) Schulleiter Karl Jung, Uwe Kusber und Andree Stein von der Verbandsgemeinde Montabaur, die Sozialpädagogin Christel Kaiser, Konrektor Björn Böhler und Dr. Roland Dosch vom Kinderschutzbund.


Der Montabaurer Bürgermeister (1926-33) und Namenspatron der Heinrich-Roth-Realschule plus (Büste Bildmitte) wäre sicherlich erfreut über den Ausbau der Schulsozialarbeit. Erfreut sind auch (v.l.) Schulleiter Karl Jung, Uwe Kusber und Andree Stein von der Verbandsgemeinde Montabaur, die Sozialpädagogin Christel Kaiser, Konrektor Björn Böhler und Dr. Roland Dosch vom Kinderschutzbund.





 

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