Frühjahrssitzung des Verbandsgemeinderats


 


In der ersten Sitzung des Jahres 2011 beschäftigte sich der Verbandsgemeinderat ausführlich mit dem Thema Windenergie, das durch die Ereignisse in Japan eine besondere Aktualität erhalten hat. Außerdem standen das Regionalentwicklungskonzept sowie Nachwahlen auf der Tagesordnung ...



 

Windenergie nutzen


Schon seit 2007 arbeitet die Verbandsgemeinde Montabaur an einem schlüssigen Gesamtkonzept zur Nutzung von Windenergie in ihrem Gebiet. Ziel ist es, potentielle Standorte für Windenergieanlagen (Windräder) auszuweisen und im Gegenzug andere Flächen zu schützen. Das Verfahren dazu läuft in mehreren Stufen. Jetzt befasste sich der Verbandsgemeinderat mit einem umfassenden Artenschutzgutachten, das einen Meilenstein auf dem Weg zur Festlegung konkreter Standorte darstellt. Rückblick: Bereits im Jahr 2009 hatte die zuständige Bauverwaltung zusammen mit einem Fachbüro damit begonnen, bestimmte Zonen herauszuarbeiten, die als Standorte für Windräder in Frage kommen könnten. Geprüft werden musste unter anderem der Abstand zu Wohngebieten, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen, Frei- und Überlandleitungen, Richtfunkstrecken und Naturschutzgebieten. Außerdem müssen eventuelle Auswirkungen auf den Fremdenverkehr, Land- und Wasserwirtschaft, Rohstoffgewinnung und Flugsicherung berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollten die Zonen jeweils mindestens 25 Hektar groß sein und somit Platz für drei Windräder mit einer Höhe von 150-180 Meter bieten. Aufgrund dieser Kriterien ergaben sich fünf potentielle Konzentrationszonen, für die dann eine Artenschutzuntersuchung in Auftrag gegeben wurde. Die Untersuchung ergab, dass vier dieser fünf Zonen artenschutzrechtlich als Standorte für Windräder nicht in Frage kommen, weil dort streng geschütze Großvögel wie Rotmilan, Schwarzmilan, Uhu oder Schwarzstorch leben, die durch den Bau und Betrieb der Windräder gestört werden könnten. Einzig für ein 130 Hektar großes Areal, das auf den Gemarkungen von Heilberscheid, Nomborn, Heiligenroth, Girod-Kleinholbach und Großholbach liegt, gibt es diesbezüglich keine Einschränkungen. Dieses Gebiet soll nun im Teil-Flächennutzungsplan als Konzentrationszone zur Nutzung von Windenergie ausgewiesen werden. Der Verbandsgemeinderat hat jetzt die Öffentlichkeitsbeteiligung zu dieser Planung beschlossen: Das bedeutet, dass in Kürze Bürger und betroffene Behörden die Unterlagen einsehen und dazu Stellung beziehen können. Es ist vorgesehen, dass der Verbandsgemeinderat bei seiner Sitzung im Herbst über die Stellungnahmen und Einwände entscheidet und dann den Teil-Flächennutzungsplan Windenergie beschliesst.

 

Nähere Informationen bei Heinz Jung, Tel.: 02602 / 126 – 194, E-Mail:hjung@montabaur.de


Artenschutzuntersuchung (PDF-Datei 1,72 MB)



Karte der vorgesehenen Konzentrationsfläche für Windenergie:

(zur Vergrößerung anklicken)


Karte der vorgesehenen Konzentrationsfläche für Windenergie (zur Vergrößerung anklicken)
 

Wo Uhus leben, dürfen in der näheren Umgebung keine Windräder stehen; beispielweise nördlich von Nentershausen. (Foto: Frank Henning)


Wo Uhus leben, dürfen in der näheren Umgebung keine Windräder stehen; beispielweise nördlich von Nentershausen. (Foto: Frank Henning)




Regionalentwicklungskonzept


Die Beteiligung der Bürger soll im Mittelpunkt der Arbeit stehen, wenn die Verbandsgemeinden Diez und Montabaur gemeinsam ein Entwicklungskonzept für die Zukunft ihrer Ortsgemeinden und Städte erarbeiten. Das hat der Verbandsgemeinderat jetzt beschlossen und dazu das Institut für Regionalmanagement (IfR) aus Gießen beauftragt. Die Leitfrage ist, wie das Leben in der Verbandsgemeinde Montabaur - also in den Ortgemeinden und der Stadt mit ihren Stadtteilen - in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen kann. Es geht darum, welche Weichen schon heute wie gestellt werden müssen, um die Gemeinden fit für die Zukunft zu machen, sie als attraktiven Lebensraum zu gestalten und zu erhalten. Ausgangspunkt für die Überlegungen ist der demografische Wandel, der zu einer Verschiebung der Altersstruktur hin zu mehr älteren Menschen führt. Auch eine strukturierte Bürgerbeteiligung ist wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts. Alle Ortsgemeinden und die Stadt Montabaur werden an der Erstellung des Konzepts beteiligt. „Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen mitmachen werden, damit das Konzept und die daraus resultierenden Maßnahmen einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung finden.“, sagte Bürgermeister Edmund Schaaf.

 



Nachwahl von Ausschussmitgliedern


Ende Februar ist Walter Schmidt aus Montabaur verstorben. Seit 1979 war er Mitglied im Verbandsgemeinderat und arbeitete auch in zahlreichen Ausschüssen mit. Seinen Platz im Verbandsgemeinderat und der CDU-Fraktion wird in Zukunft Edith Geiger aus Eitelborn einnehmen. In dieser Legislaturperiode gehörte Walter Schmidt drei Ausschüssen an. Für diese Positionen wählte der Rat folgende Personen:


  • Haupt- und Finanzausschuss: Heidemarie Weber, Montabaur
  • Werkausschuss: Michael Jubl, Nentershausen

  • Bewertungskommission Stellen: Christoph Neyer, Niederelbert.








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