Von Schatten, Spielplätzen und Linden


Von Schatten, Spielplätzen und Linden  Der Stadtrat Montabaur hatte bei seiner Sitzung im September eine umfangreiche Tagesordnung. Etliche Bürgerinnen und Bürger nahmen an der öffentlichen Sitzung teil, um sich über Neuigkeiten vom geplanten Bürogebäude bei 1&1 an der Elgendorfer Straße und über die geplante Schließung einiger Spielplätze zu informieren. Aus aktuellem Anlass ... 

 

... waren auch die Linden an Allmannshausen wieder auf die Tagesordnung gerückt.



Licht und Schatten im Business-Park Elgendorfer Straße


Auf dem Firmengelände der Firma 1&1 an der Elgendorfer Straße soll in der Nähe der Kreuzung zur Weserstraße ein neues Bürogebäude gebaut werden, das Platz bietet für rund 250 neue Arbeitsplätze. Der Gebäudekomplex soll aus drei miteinander verbundenen Türmen bestehen, die eine Firsthöhe von 36 Metern haben. Dazu muss der bestehende Bebauungsplan geändert werden. In dem Verfahren wurden nun Einwendungen von Anwohnern der benachbarten Von-Bodelschwingh-Straße behandelt, die eine Verschattung ihrer Wohnhäuser durch den neuen „Turm“ befürchten – besonders während der Wintermonate, wenn die Sonne tief steht und die Tage nur wenige Stunden Tageslicht haben. Die Bauverwaltung hatte eigens eine umfassende Verschattungsstudie erstellen lassen, die die Fachbereichsleiterin Marion Gräf nun im Stadtrat vorstellte. In der Studie waren Sonnenstände und Verschattungssituationen für verschiedene Daten und Uhrzeiten in den Monaten Oktober bis März simuliert worden. Danach würden von November bis Februar die Wohnhäuser im Zeitraum von 12.30 bis 14.00 Uhr vom wandernden Schlagsschatten des neuen Gebäudekomplexes betroffen sein. Nach aktueller Rechtssprechung zu diesem Thema ist eine solche Beeinträchtigung für die Anwohner zumutbar, zumal die Landesbauordnung (nach der Formel Gebäudehöhe mal 0,4) nur einen Mindestabstand von 14,40 Metern zum nächsten Gebäude fordert. Darüber hinaus, so Gräf weiter, sei der Standort des „Turms“ gegenüber der ursprünglichen Planung noch einmal um drei Meter nach hinten versetzt worden, um die Schattenwirkung für die Anwohner abzumildern. Außerdem entsteht so reichlich Platz, der einer späteren Verkehrsplanung für den Kreuzungsbereich Elgendorfer Straße / Weserstraße verschiedene Möglichkeiten offen hält. Weitere Einwendungen der Anwohner in Bezug auf Einsichtsmöglichkeiten in ihre Grundstücke, Lichtimmissionen durch Beleuchtung im „Turm“, Störungen beim Rundfunkempfang sowie Beeinträchtigungen von Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie konnten stichhaltig widerlegt werden. Am Ende wies der Stadtrat bei zwei Gegenstimmen die Einwendungen der Anwohner formal zurück und beschloss die Offenlegung des Entwurfs für den neuen Bebauungsplan.

 

Weitere Infos und Bilder zur Verschattungsstudie finden Sie im Internet unter www.montabaur.de/Wirtschaft&Wohnen/Wohnen/Aktuelles

 

Kinderspielplätze


Im November 2009 beauftragte der Stadtrat die Bauverwaltung, einen detaillierten Katalog über die Kinderspielplätze im Stadtgebiet zu erstellen. Der Bauhof der Stadt hat daraufhin insgesamt 18 Spielplätze, zwei Spielbereiche an Grillhütten, den Waldspielplatz in Horressen sowie das Spielgelände auf dem Schulhof der Joseph-Kehrein-Schule erfasst. Zusammen ergibt das eine Spielfläche von 42.500 Quadratmetern. Im abschließenden Bericht wurde der Zustand der Spielplätze bewertet und dem Stadtrat auf dieser Basis die Schließung von drei Spielplätzen empfohlen, weil diese kaum mehr genutzt werden und/oder in schlechtem Zustand sind und deshalb aufwändig saniert werden müssten. Im Einzelnen sind das


  • Spielplatz Jahnstraße, 134 Quadratmeter
  • Spielplatz Schubertstraße (Elgendorf), 388 Quadratmeter
  • Spielplatz Mondring, 500 Quadratmeter


Der Stadtrat hat nun beschlossen, die Spielplätze Jahnstraße und Schubertstraße zu schließen, die Grundstücke nach Möglichkeit zu veräußern und die Spielgeräte, sofern sie noch in gutem Zustand sind, an andere Spielplätze zu versetzen. In beiden Fällen stehen ein relativ hoher Sanierungsbedarf sowie ein regelmäßiger Pflegeaufwand einer geringen Nutzung gegenüber. Der Spielplatz am Mondring ist in vergleichsweise gutem Zustand und kann deshalb ohne Sanierungsmaßnahmen weiter betrieben werden. Dies soll nach dem Willen des Rates zunächst geschehen und dabei die Nutzung bzw. Auslastung beobachtet werden. Die Anlage gilt als Ergänzungsspielbereich zum Spielplatz Sonnenring, dem „Hauptspielplatz“ am Himmelfeld. Mit dem Abschluss des Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplans Himmelfeld (voraussichtlich 2011) will der Stadtrat dann abschließend über den Spielplatz befinden. In punkto Nutzung werden auch die Spielplätze an der Siegstraße und an der Taunusstraße beobachtet. Der Rat will nach der Beobachtungsphase in zwei oder drei Jahren erneut über die genannten Spielplätze beraten.

 

Über den Spielplatz am Mondring führt ein öffentlicher Fußweg, der den äußeren mit dem inneren Mondring verbindet. So kann es zu hygienischen Problemen kommen, wenn Hunde die Spielflächen als „Hundeklo“ nutzen.

 

Über den Spielplatz am Mondring führt ein öffentlicher Fußweg, der den äußeren mit dem inneren Mondring verbindet. So kann es zu hygienischen Problemen kommen, wenn Hunde die Spielflächen als „Hundeklo“ nutzen.

 

 

Linden in Allmannshausen


Im Juli hatte der Stadtrat beschlossen, die beiden alten Linden zu fällen, die an der Straße Allmannshausen neben der kleinen Kapelle stehen, da der Platz für eine Linksabbiegerspur als Zufahrt zum Neubaugebiet „Kesselwiese“ benötigt wird. Die Alternative, die Straße zu verlegen und damit die Bäume zu erhalten, wurde verworfen, weil sich die Kosten dafür nach Schätzungen auf rund 180.000 Euro belaufen würden. Inzwischen liegt dem Beirat für Naturschutz des Westerwaldkreises ein Antrag vor, die Bäume als Naturdenkmäler einzustufen und sie damit unter besonderen Schutz zu stellen. Nun hat der Beirat festgestellt, dass die Linden im Ensemble mit der Kapelle grundsätzlich die Voraussetzungen erfüllen, um sie als Naturdenkmal auszuweisen. Falls es allerdings nicht möglich und zumutbar ist, beide Linden zu erhalten, so der Beirat weiter, kann alternativ auch nur eine der beiden Linden stehen bleiben. Die andere Linde, die näher an der Straße steht, kann gefällt werden, wenn als Ausgleich zwei neue Linden hinter der Kapelle gepflanzt werden. Durch diese Maßnahme soll mittelfristig ein dem jetzigen Ensemble vergleichbares Gesamtbild erzielt werden. Als weiteren Ausgleich soll die Stadt an anderer Stelle noch weitere Bäume pflanzen. Der Alternativvorschlag beinhaltet außerdem, dass der Radweg und der Fußweg in dem betroffenen Straßenabschnitt zusammengelegt und verschmälert werden. Der Stadtrat stimmte diesem Vorschlag bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen zu. Nun muss noch die Abstimmung mit weiteren Fachbehörden erfolgen; danach kann die Linde im November gefällt werden.

 

"Über die Linden" (PDF-Datei 0,053 MB)


 

Künftige Nutzung des Haus-Mons-Tabor


Auf Antrag der SPD-Fraktion beschäftigte sich der Stadtrat mit der Frage, wie die frisch renovierte Stadthalle Haus-Mons-Tabor künftig stärker von Vereinen und Gruppen der Stadt genutzt werden könnte, wie sie zum „Haus des Ehrenamtes“ werden könnte. Da mit der Klärung dieser Frage viele Detailfragen verbunden sind, wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die Vorschläge erarbeiten soll und dabei die Interessen des Pächters des Restaurants mit einbezieht. Jede Fraktion entsendet einen Vertreter.

 

 

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