Verbandsgemeinde Montabaur investiert 11,5 Mio. in Schulen


Grundschule Nentershausen Mehr als 11,5 Mio. Euro wird die Verbandsgemeinde Montabaur ab 2010 in die Sanierung und den Ausbau ihrer Schulen stecken. Neun Grundschulen und zwei Realschulen plus mit insgesamt 2.665 Schülern stehen in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde, sechs davon sind von den umfangreichen Baumaßnahmen betroffen.  

 

Generalsanierung, energetische Optimierung, verbesserter Brandschutz, Ganztagsbetrieb und die neue Schulform Realschule plus sind die Schlagworte in diesem Zusammenhang. Bürgermeister Edmund Schaaf stellte jetzt die einzelnen Projekte der Presse vor.

 

„Die Investitionen von 11,5 Mio. Euro sind eine große Herausforderung für die Verbandsgemeinde. Aber es sind Investitionen in die Zukunft, denn wir investieren in die Kinder und deren Zukunftschancen.“, sagte Bürgermeister Edmund Schaaf zu Beginn der Pressekonferenz. Er zeigte auf, dass in den 11,5 Mio. Euro Zuschüsse in Höhe von rund 6 Mio. Euro von Kreis, Land und Bund enthalten sind. „Ohne diese Förderung könnten wir die anstehenden Projekte nicht schultern.“ Neben den finanziellen Aspekten stelle die Tatsache, dass nun sechs große Projekte gleichzeitig in Angriff genommen werden, auch eine große Herausforderung für die Schul- und die Gebäudeverwaltung dar, betonte der Erste Beigeordnete Andree Stein.

 

Bei den Generalsanierungen handelt es sich um Gebäude aus den 60er und 70er Jahren, die bis dato nur punktuell saniert, renoviert und modernisiert wurden, nun aber einer „Runderneuerung“ bedürfen. In den vergangenen Jahren wurden bereits die Heinrich-Roth-Realschule plus (ehemals Duale Oberschule) und die Joseph-Kehrein-Grundschule in Montabaur von Grund auf saniert und damit fit gemacht für die Zukunft.



Die Projekte im Einzelnen:

 

Grund- und Hauptschule Augst-Schule, Neuhäusel

In dem Schulgebäude sind bis dato die Grund- und die Hauptschule untergebracht. Der Hauptschulzweig läuft mit diesem Schuljahr aus. Die Grundschule wird nach der Generalsanierung die Räume der ehemaligen Hauptschule beziehen, weil diese für einen zwei- bis dreizügigen Betrieb mit Ganztagsangebot besser geeignet sind. Das Gebäude erhält einen Vollwärmeschutz vom Keller bis zum Dach, neue Dacheindeckung, neue Fenster und Türen und frische Farbe für Wände und Decken. Das Projekt wird knapp 2 Mio. Euro kosten und von März bis August dauern. Der Energieverbrauch wird sich durch die Wärmedämmung um 10-15% reduzieren.

 

Grundschule Horbach

Die Schule wurde 1963 gebaut, die Sporthalle 1979, der Verbindungsbau 1988. In Rahmen der Generalsanierung wird Vollwärmeschutz am gesamten Gebäudekomplex aufgebracht, das Flachdach durch ein Pultdach ersetzt; Türen, Fenster, Bodenbeläge und Deckenverkleidung erneuert; der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht und eine dezentrale Raumlüftungsanlage in alle Klassenzimmer eingebaut. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf gut 1,5 Mio. Euro, die Bauphase dauert von Februar bis August. Ein Nahwärmenetz auf der Basis einer Holzpellettheizung wurde bereits vor zwei Jahren installiert und brachte bei den Energiekosten eine Einsparung von 23%, der CO2-Ausstoss konnte von 74 auf 1 Tonne im Jahr herabgesetzt werden.


Derzeit werden an der Grundschule Horbach die Außenwände gedämmt.


Derzeit werden an der Grundschule Horbach die Außenwände gedämmt.


Sporthalle der Joseph-Kehrein-Grundschule, Montabaur

Die Generalsanierung der Sporthalle schließt die umfassende Sanierung des gesamten Schulkomplexes ab. Auch hier wird Vollwärmeschutz auf das gesamte Gebäude aufgebracht. Außerdem steht die Sanierung des Betons innen und außen an; die Sanierung der Umkleiden und Duschen; neue Fenster und Türen, Einrichtung eines zentralen Zugangs zur Halle über einen neuen Flur, neuer Schwingboden mit fest eingebauten Sportgeräten und die Installation von Strahlungswärmeplatten an der Hallendecke (Deckenheizung). Die Maßnahme wird rund 1 Mio. Euro kosten und wird über das Konjunkturpaket II gefördert. Die Bauzeit dauert von Februar bis August. Durch die Kombination von Vollwärmeschutz mit der Deckenheizung werden Energieeinsparungen von bis zu 50% erwartet.

 

Nahwärmenetz für die Waldschule, Montabaur-Horressen

Zum Komplex der Waldschule gehören neben dem eigentlichen Schulgebäude noch die Sporthalle und die Mensa. Diese drei Gebäude werden nun über ein Nahwärmenetz miteinander verbunden. Die 20 Jahre alte Heizung wird durch eine Holzpellettanlage ersetzt, die durch eine Gas-Therme zur Absicherung des Spitzenbedarfs ergänzt wird. Holzpellets sind preiswerter als herkömmliche Energieformen, deshalb werden die Energiekosten um etwa 23% sinken. „Es geht uns bei den Projekten aber nicht nur darum die Energiekosten zu senken, sondern auch darum, die Ökobilanz zu verbessern. Deshalb schauen wir auch immer auf den CO2-Ausstoß“, erläuterte Thomas Marx, Fachbereichsleiter Gebäudeverwaltung. Durch die Energieform Holz wird der Primärenergiebedarf in Bezug auf den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids an der Waldschule jährlich von derzeit 124 auf 7,6 Tonnen gesenkt.

 

Pfarrer-Toni-Sode-Grundschule, Nentershausen

Die Grundschule hat seit dem laufenden Schuljahr ein Ganztagsangebot. Dazu gehört ein warmes Mittagessen für die Kinder, das derzeit in der benachbarten Freiherr-vom-Stein-Halle ausgegeben wird. Nun wird eine neue Mensa an die Schule angebaut, die später auch von den Ganztagsschülern der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus genutzt werden soll. Die neue Mensa bietet Platz für 60 Schüler in einer Essensschicht, bis zu drei Schichten können mittags verköstigt werden. Mit dem Neubau der Mensa wird ein neues Treppenhaus an das Schulgebäude angebaut als zweiter Fluchtweg für den Brandfall. Außerdem wird ein Aufzug installiert sowie ein Aktiv- und ein Ruheraum eingerichtet. Die Baumaßnahme wird knapp 700.000 Euro kosten und soll bis August abgeschlossen sein.

 

Pünktlich zum Start der Osterferien rollte der Bagger in Nentershausen an und begannen mit den Bauarbeiten für die neue Mensa.

Pünktlich zum Start der Osterferien rollte der Bagger in Nentershausen an und begannen mit den Bauarbeiten für die neue Mensa.


Freiherr-vom-Stein-Realschule plus, Nentershausen

In den letzten Jahren sind die Schülerzahlen an der Freiherr-vom-Stein-Realschule ständig gestiegen und im August 2009 wurde die ehemalige Regionale Schule in eine Realschule plus umgewandelt. Damit sind verschiedene Anforderungen verbunden, ebenso mit dem Ganztagsangebot, das im kommenden Schuljahr eingeführt wird (aktuell liegen 65 Anmeldungen vor). Außerdem gibt es eine lange Liste erforderlicher Sanierungen, so dass sowohl eine Generalsanierung am Bestandsgebäude als auch umfangreiche Um- und Neubaumaßnahmen anstehen: Der Verwaltungstrakt wird erweitert und ein neuer Schulflügel mit 9 Klassen- und 6 Fachräumen entsteht. Am Ende wird die Schule ihr Raumprogramm nahezu verdoppelt und ca. 1.500 Quadratmeter mehr an Nutzfläche haben. Zum Schluss werden die Außenanlagen und die Schulhöfe neu gestaltet. Das Projekt ist mit 6.131.000 Euro veranschlagt. Der Baubeginn ist für September vorgesehen; die Arbeiten werden bis 2012 dauern. „Die größte Herausforderung ist es bei diesem Projekt - so wie bei allen anderen auch - dass die Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt werden müssen.“; sagte Guido Göbel, Fachbereichsleiter Schulverwaltung. Er dankte allen Schulleitungen, Lehrerkollegien, Eltern und Schülern für ihr Verständnis und wünschte sich auch weiterhin eine gute, am gemeinsamen Ziel orientierte Zusammenarbeit.

 

 

 





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