Sondersitzung des Verbandsgemeinderates


Sondersitzung des Verbandsgemeinderates  Zeichen der Solidarität mit Niedererbach

„Das Ausmaß der Zerstörung ist viel größer, als ich dachte.“, äußerte sich erschüttert ein Mitglied des Verbandsgemeinderates als es am Freitag letzter Woche am Sportplatz in Niedererbach eintrifft. Große Flächen des ...

 

... einst satten Grüns der gepflegten Sportanlage sind verdorrt. Von der erhöhten Warte des Sportlerheims aus erkennt man den Weg des Täters, den dieser mit der Giftspritze auf der Rasenfläche zurückgelegt hat. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate wurde ein Giftanschlag auf den am Waldrand gelegenen Sportplatz der Ortsgemeinde Niedererbach verübt. 


Auf Anregung von Gerhard Theis, der Mitglied des Verbandsgemeinde- und Erster Beigeordneter der Ortsgemeinde Niedererbach ist, hat Bürgermeister Edmund Schaaf die Mitglieder des Verbandsgemeinderat und die Ortsbürgermeister aus der Verbandsgemeinde Montabaur zu einer gemeinsamen Sondersitzung nach Niedererbach eingeladen. Die Kommunalpolitiker wollen ein Zeichen der Solidarität mit der Ortsgemeinde und dem SV Niedererbach 1920 e.V. setzen. Ein Zeichen, dass in der Bevölkerung ankommt. Viele Niedererbacher, darunter zahlreiche Ortsgemeinderats- und Vereinsmitglieder, haben sich an dem bisher heißesten Sommernachmittag auf dem Weg zu ihrem Sportplatz gemacht. Sie alle lassen sich, von dem von Bürgermeister Schaaf als „hinterhältigen Akt“ bezeichneten Anschlag nicht entmutigen. „Diese Haltung verdient unseren Respekt.“, lobt  Bürgermeister Schaaf die Niedererbacher.

 

Ortsbürgermeister Berthold Ortseifen erinnert die Anwesenden daran, dass der erste Giftanschlag im September 2009 verübt wurde. Bereits damals untersuchte die Kriminalpolizei den Vorfall.  Da kein Täter ermittelt werden konnte, blieb der Ortsgemeinde nichts anderes übrig, als selbst für den Schaden aufzukommen. Der Ortsgemeinderat beschloss seinerzeit, den Rasenplatz zu sanieren. Rund 10.000 Euro wendete die Ortsgemeinde für die umfassende Wiederherstellung auf. Mit den Einnahmen aus einer vom Sportverein organisierten Gala trug dieser seinen Anteil zur Sanierung bei.

 

Zu Beginn des Monats Juni 2010 ist der neu ausgesäte Rasen gut angewachsen. Die Rasenfläche ist schöner denn je. Die Bürger freuen sich auf die im Juli anstehenden Feierlichkeiten zum 90-jährigen Jubiläum des SV Niedererbach. Das Entsetzen ist groß, als am 10. Juni entdeckt wird, dass ein unbekannter Täter zum zweien Mal zugeschlagen hat. Vermutlich in der Nacht vom 8. auf den 9. Juni wurde ein Gift versprüht. Der zweite Anschlag trifft den Sportverein bis ins Mark. Da ihm bis auf weiteres keine Einnahmen aus den Heimspielen zufließen, sieht sich der Niedererbacher Traditionsvereins in seiner Existenz bedroht. Lediglich die Jugendmannschaften können auf dem unversehrten Teil der Rasenfläche noch Fußballspiele ausrichten.

 

Die Ortsbürgermeister schaltet erneut die Polizei ein. Auch dieses Mal kann kurzfristig kein Täter zur Verantwortung herangezogen werden. Auf die kritische Nachfrage eines Mitglieds des Verbandsgemeinderates erklärt der Ortsbürgermeister, dass die bisherigen Ermittlungen zum Tathergang eindeutig sind. Es kann somit ausgeschlossen werden, dass der Schaden durch unabsichtliche Überdüngung entstanden ist.  Bodenproben wurden untersucht. Prof. Dr. Lung ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Herbizid, ein Mittel, das üblicher Weise zur Unkrautbekämpfung eingesetzt wird, auf den Rasen aufgesprüht wurde.

 

5.000 Euro hat inzwischen die Ortsgemeinde auf sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ausgelobt. Ebenso hat der Ortsgemeinderat beschlossen, dass der Rasenplatz ein weiteres Mal wiederhergestellt wird. Vor Ort wird derzeit gemeinsam mit der Polizei ein Konzept erarbeitet, dass helfen soll, zukünftig weitere Anschläge zu verhindern. Wir Niedererbacher lassen uns nicht unterkriegen!“ verkündet Ortsbürgermeister Ortseifen.

 

Das Ausmaß der Zerstörung und die sehr emotionsreiche Sitzung hat die Verbandsgemeindratsmitglieder bewegt. Die meisten Ratsmitglieder haben sich spontan dazu entschlossen, ihr persönliches Sitzungsgeld für die Teilnahme an der Sondersitzung Ortsgemeinde Niedererbach zu spenden.

 

Der Sportplatz Niedererbach ist Ort der Sondersitzung des Verbandsgemeinderates. Der Niedererbacher Ortsbürgermeister Berthold Ortseifen (links im Vordergrund) informiert Bürgermeister Edmund Schaaf (rechts) und die Mitglieder des Verbandsgemeinderates sowie seine Amtskollegen aus den anderen Ortsgemeinden über Auswirkungen der Giftanschläge.

 

Der Sportplatz Niedererbach ist Ort der Sondersitzung des Verbandsgemeinderates. Der Niedererbacher Ortsbürgermeister Berthold Ortseifen (links im Vordergrund) informiert Bürgermeister Edmund Schaaf (rechts) und die Mitglieder des Verbandsgemeinderates sowie seine Amtskollegen aus den anderen Ortsgemeinden über Auswirkungen der Giftanschläge.


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