„Wir mappen die Verbandsgemeinde“


"Wir mappen die Verbandsgemeinde" Daten für freie Weltkarte gesammelt und erfasst
Wir mappen unsere Verbandsgemeinde“. Unter diesem Motto steht eine Aktion, bei der freiwillige Helfer mit Hilfe von GPS-Geräten sämtliche Straßen und Wege auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Montabaur erfassen.

 
Die so gesammelten Daten werden dem weltweiten Projekt „OpenStreetMap“ (OSM) im Internet zugeführt, wo auf diese Weise nach und nach eine freie Weltkarte entsteht. Auch Bürgermeister Edmund Schaaf hat sich in Großholbach den so genannten Mappern angeschlossen.

 

Zum Auftakt der Mapping-Woche trafen sich alle Freiwilligen zu einer Einführung. Thomas Eberth (l.) erklärte, was wie zu tun sei und teilte den Mappern ihre Routen und GPS-Geräte zu.

Zum Auftakt der Mapping-Woche trafen sich alle Freiwilligen zu einer Einführung. Thomas Eberth (l.) erklärte, was wie zu tun sei und teilte den Mappern ihre Routen und GPS-Geräte zu.


Als eine der ersten Kommunen in Rheinland-Pfalz hat sich die Verbandsgemeinde Montabaur entschlossen, an OSM (siehe Infokasten) teilzunehmen und ihr Gebiet vollständig zu erfassen – zu mappen, wie OSM-Insider es nennen. Projektleiterin Karin Maas, Tourismusbeauftragte bei der Verbandsgemeinde Montabaur, und Thomas Eberth von der örtlichen OSM-Community, hatten einen Aufruf über die Ortsbürgermeister und im Wochenblatt gestartet, um Helfer für die Aktion zu finden. Über 40 Freiwillige meldeten sich und zogen durch die Straßen der bis dato noch nicht erfassten Ortsgemeinden. Mit einem GPS-Gerät und Notizblock bewaffnet ermittelten sie alle geografischen Anhaltspunkte, die normalerweise in einer guten Karte zu finden sind: Neben Straßenverläufen, Kreuzungen, Parkplätzen, Fußwegen und Gewässern wurden auch Briefkästen, Telefonzellen, Wegkreuze, Sportplätze, Gastronomiebetriebe und viele weitere so genannte „points of interest“ erfasst, um so eine möglichst genaue Karte erstellen zu können. Am Ende der Aktionswoche trafen sich alle im Computerraum der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur, um die Daten auf der Internetplattform von OSM einzugeben. „Ich hätte nicht, gedacht, dass wir in so kurzer Zeit so viel schaffen könnten. Die bebauten Gebiete der VG sind jetzt zum großen Teil erfasst – und das mit hoher Qualität.“, freute sich Projektleiterin Karin Maas. Sie bedankte sich bei den engagierten Teilnehmern und besonders bei Thomas Eberth, der das Projekt ehrenamtlich betreut und derzeit an einer statistischen Auswertung aller gespeicherten Daten arbeitet.

 

Mit GPS-Geräten unterwegs in Großholbach: (v.l.) Thomas Diehl, freiwilliger Helfer aus Großholbach, Bürgermeister Edmund Schaaf, Thomas Eberth von der Montabaurer OSM-Community, Projektleiterin Karin Maas, Ortsbügermeister Michael Kohlhaas und Alfred Schräder vom Ortsgemeinderat Großholbach.

Mit GPS-Geräten unterwegs in Großholbach: (v.l.) Thomas Diehl, freiwilliger Helfer aus Großholbach, Bürgermeister Edmund Schaaf, Thomas Eberth von der Montabaurer OSM-Community, Projektleiterin Karin Maas, Ortsbügermeister Michael Kohlhaas und Alfred Schräder vom Ortsgemeinderat Großholbach.


Auch Bürgermeister Edmund Schaaf und Ortsbürgermeister Michael Kohlhaas waren in Großholbach auf Mappingtour gegangen. Bürgermeister Schaaf zeigte sich begeistert, wie genial die Idee und wie einfach die Datensammlung mittels GPS-Gerät ist. „Auf diese Weise schaffen wir eine große Transparenz für die Infrastruktur. Die neuen Karten werden sehr detailliert sein und können von jedermann über das Internet frei abgerufen werden. Das nutzt unseren Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Wanderer, Auto- und Radfahrer sowie Firmen werden davon profitieren.“ Außerdem sieht Schaaf einen großen Nutzen für die Arbeit der Verwaltung, die die Daten und Karten für touristische Zwecke verwenden kann, z.B. bei der Erstellung von Wanderkarten. Auch im Bereich der Werke oder der Bauverwaltung könnte das Material zum Einsatz kommen. Ortsbürgermeister Kohlhaas sieht den Vorteil von OSM vor allem darin, dass die Daten online ständig verfeinert und Veränderungen einfach eingepflegt werden können: „Von der Gaststätte bis zum kleinen Geschäft, vom Glascontainer bis zum Gemeindehaus haben wir alles erfasst. Wenn sich etwas ändert, müssen wir nicht gleich neue Karten drucken, sondern geben die neuen Daten einfach ins System ein.“


Fleißarbeit am Computer: Am Ende der Mapping-Woche gaben die freiwilligen Helfer alle gesammelten Daten in das OSM-System ein.

Fleißarbeit am Computer: Am Ende der Mapping-Woche gaben die freiwilligen Helfer alle gesammelten Daten in das OSM-System ein.




OpenStreetMap – was ist das?

 

Open-StreetMap (OSM) ist ein weltweites Projekt mit dem Ziel, eine freie Weltkarte zu erstellen. Durch die Zusammenarbeit vieler Freiwilliger entsteht dabei gleich einem Puzzle ein großes Ganzes. Weltweit (also auch im Westerwald) werden Daten über Straßen, Eisenbahnen, Flüsse, Bäche, Seen, Wälder, Gebäude und alles andere zusammengetragen, was auf Landkarten abgebildet wird. Auch Wald, Feld-, Wander- und Radwege sollen erfasst werden. Grundlage hierfür sind Aufzeichnungen von GPS-Geräten, die durch die Beobachtungen der Datensammler – genannt Mapper – ergänzt werden. Die gesammelten Daten werden auf der Internetplattform von OSM eingegeben. Auf diese Weise können die Karten schrittweise verfeinert und mögliche Fehler oder Veränderungen korrigiert werden. Die Karten und geografischen Daten von OSM stehen grundsätzlich zur freien Verfügung, so dass jeder sie beliebig nutzen und verarbeiten kann ohne dafür Lizenzgebühren zu bezahlen.








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