Frühjahrssitzung des Verbandsgemeinderats



Bürgermeister Edmund Schaaf (l.) überreichte Präsente an das Erfolgsduo der „Simmerner Käs´cher“ Sarah Meise und Calvin Knopp. 
 

Ehrung und Ehrenamt

Bei der ersten Sitzung im neuen Jahr hatte der Verbandsgemeinderat eine ebenso kurze wie abwechslungsreiche Tagesordnung vor sich. Nachdem Bürgermeister Edmund Schaaf zunächst zwei erfolgreiche Sportler aus Simmern geehrt hatte, diskutierte der Rat kontrovers über die Einführung einer Ehrenamtskarte und wählte ein neues Mitglied für den Werkausschuss.


 

Sportler-Ehrung


Sarah Meise aus Simmern und Calvin Knopp aus Eitelborn sind doppelte Deutsche Meister im Gardetanzsport: In der Kategorie „Paartanz der Junioren“ verwiesen sie die Konkurrenz auf die Plätze und auch in der Sparte „Gemischte Juniorengarde“ konnten sie sich mit ihrer Gruppe vom Verein „Simmerner Käscher“ (KCSK) den Titel sichern. „Sportliche Spitzenleistungen sind immer faszinierend.“, sagte Bürgermeister Edmund Schaaf bei der Ehrung der beiden jungen Tänzer. „Was mich bei Ihnen beeindruckt ist, dass Sie in den Spagat springen oder eine Hebefigur machen und dabei auch noch lächeln.“ Schaaf dankte außerdem den anwesenden Eltern und Vorstandsmitgliedern des KCSK, denn „ohne deren Engagement und Ausdauer wären solche Leistungen überhaupt nicht möglich.“


Bürgermeister Edmund Schaaf (l.) überreichte Präsente an das Erfolgsduo der „Simmerner Käs´cher“ Sarah Meise und Calvin Knopp.

Bürgermeister Edmund Schaaf (l.) überreichte Präsente an das Erfolgsduo der „Simmerner Käs´cher“ Sarah Meise und Calvin Knopp.

 

 

Ehrenamtskarte


Ehrenamtliches Engagement in Hilfsorganisationen, Vereinen, Kirche, Politik usw. ist unverzichtbar für die Gesellschaft und wird hoch geschätzt. Darüber waren sich alle Ratsmitglieder über die Fraktionen hinweg einig. Unterschiedliche Positionen gab es aber zur „Karte für das Ehrenamt“, deren Einführung die SPD beantragt hatte. Gedacht als eine Form der Anerkennung für ehrenamtliches Engagement soll die Karte ihrem Besitzer allerlei Vergünstigungen bieten, z.B. Rabatte beim Einkauf in Montabaurer Geschäften oder beim Besuch des Mons-Tabor-Bads. Bei der Einführung in den Antrag bezeichnet Marcel Moning (SPD) die Karte als „modernes Steuerungsinstrument, das Anreiz für mehr ehrenamtliches Engagement geben könnte.“ Er wies darauf hin, dass es sich zunächst nur um ein Modellprojekt handelt, bei dem Details noch zu klären wären. Dr. Wolfgang Neutz, Fraktionsvorsitzender der CDU, begründete warum, seine Fraktion gegen die Einführung einer solchen Karte ist. Er führte aus, dass Ehrenamt in erster Linie in den Ortsgemeinden und der Stadt passiere und dass die Ortsbürgermeister es sich nicht nehmen lassen wollen, ihren Ehrenamtlichen selbst Anerkennung, Lob und Dank auszusprechen. Außerdem, so Neutz weiter, sei ein (geringer) geldwerter Vorteil, wie er mit der Karte verbunden wäre, keine angemessene Antwort auf den hohen persönliche Einsatz und die Verbundenheit, die viele Ehrenamtliche bei und mit ihrer Arbeit zeigten. Neutz schlug vor, von Seiten der Verwaltung die Ehrenamtlichen und die Vereine stärker zu unterstützen, z.B. durch Beratung und Schulung in rechtlichen oder Versicherungsfragen. Schließlich verwies er auf die Diskussion um die Ausgestaltung einer Ehrenamtskarte auf Landesebene. Dietmar Eisenhut (Bündnis90 / Grüne) bestätigte, dass man landespolitische Initiativen meist nicht eins zu eins auf kommunale Ebene übertragen könne. Er und seine Fraktion halten die Karte für viel zu bürokratisch und lehnen die damit verbundene „Payback-Mentalität“ als der Sache nicht angemessen ab. Auch Bürgermeister Edmund Schaaf sprach sich gegen die Einführung der Ehrenamtkarte aus. „Wer gegen die Karte ist, ist nicht gegen die Würdigung Ehrenamtlicher.“ Er sehe in der Karte die Gefahr, dass darüber das Danke-schön-Sagen und gesellschaftliche Anerkennung in den Hintergrund treten könnten. Bei drei Enthaltungen, fünf Ja- und 25 Nein-Stimmen wurde der Antrag am Ende abgelehnt.

 


Nachwahl


Uwe Volkmann (FWG) aus Montabaur-Reckenthal hatte Ende Februar sein Mandat im Werkauschuss der Verbandsgemeinde niedergelegt. Zu seinem Nachfolger wählte der Rat nun einstimmig Gerhard Windeck (FWG) aus Niederelbert als ordentliches Ausschussmitglied.

 


Sparsame Schule


Moderne Haustechnik macht sich bezahlt. Bei der Heinrich-Roth-Schule konnte erstmals seit der umfassenden Sanierung die energetische Einsparung genau beziffert werden: Insgesamt 12.640 Euro wurden in 2009 gegenüber den Energiekosten im Vorjahr eingespart. Der Heizenergiebedarf konnte um 24% gesenkt werden bedingt durch die neue Wärmedämmung und eine optimierte Heizungsregelung. Mit einer bedarfsgerechten Beleuchtungssteuerung und besseren Leuchten wurde der Stromverbrauch um 14% verringert und die Einführung von wasserlosen Urinalen brachte gar eine Wassereinsparung von 86%.




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