Neuer Rat nimmt Arbeit auf


Nach seiner konstituierenden Sitzung im Juni hat der neue Verbandsgemeinderat jetzt die Arbeit an den Sachthemen aufgenommen. Bei seiner Herbstsitzung stand als Schwerpunkt die Tourismusförderung auf dem Programm; daneben ging es um die Einführung der Ganztagsschule an der Realschule plus in Nentershausen und um die Arbeit der Vergabestelle. Außerdem wurden einige Ausschussmitglieder nachgewählt.

 

Tourismus in der Verbandsgemeinde Montabaur fördern

Tourismus in der Verbandsgemeinde Montabaur fördern: Diese Aufgabe hatte sich der alte Verbandsgemeinderat bereits gestellt und dabei insbesondere den Wünschen der Ortsbürgermeister entsprochen. Eine neue Stelle in der Verbandsgemeindeverwaltung wurde geschaffen. Seit Juli arbeitet nun Karin Maas als Fachkraft für Tourismus im Montabaurer Rathaus. Sie hat Geografie studiert und reiche Berufserfahrung im Bereich Tourismus gesammelt u.a. bei der Industrie- und Handelkammer in Koblenz und der Mosellandtouristik in Bernkastel-Kues. Im Verbandsgemeinderat stellte sie jetzt sich und ihr Konzept zur Tourismusförderung vor. Dabei definierte sie zunächst drei Ziele:


  • den Ausbau der Region als (neues) touristisches Ziel
  • die Gewinnung neuer Gästegruppen
  • die Steigerung der Attraktivität der Region für die Bevölkerung.

Den ersten Schwerpunkt ihrer Arbeit legt Karin Maas auf den Ausbau der Wanderwege in der Verbandsgemeinde. „Hier gibt es jede Menge schöne Wege und Winkel – aber keine zertifizierten Wanderwege, die den Qualitätsanforderungen des „Deutschen Wandersiegels“ oder des „Wanderwunder Rheinland-Pfalz“ entsprechen. Dabei sind diese Prädikate ein wichtiges Element bei der Vermarktung der Wanderregion südlicher Westerwald.“, so Maas’ erste Analyse. Da eine Anbindung an den bekannten Westerwaldsteig nicht sinnvoll und möglich ist, will sie in der Verbandsgemeinde vier Tages-Rundwander-Touren so genannte „Wällertouren“ ausweisen. Diese sollen durch das Buchfinkenland, die Elbertgemeinden, das Eisenbachtal und die Augst führen. „Dabei ist es wichtig, dass wir uns an die Standards der Qualitätssiegel halten. Denn das Wirtschaftsministerium fördert die Neuanlage dieser Wege mit 70% der Kosten. Der Rest verbleibt bei den Ortsgemeinden“ so Maas. Ergänzend dazu sollen Themen-, Kultur- und Erlebniswege die Besonderheiten weiterer Ortsgemeinden z.B. zu den Themen Wasser, Ton und Skulpturen hervorheben.


Der zweite Schwerpunkt von Maas’ Arbeit ist der Ausbau des Radwegenetzes. Hier steht die Einbindung in die Aktivitäten des Westerwaldkreises im Vordergrund. Dieser lässt derzeit das gesamte Radwegenetz im Kreis überarbeiten, ergänzen und einheitlich beschildern. Geplant ist, dass auch alle Radwege und Ortsverbindungen in der Verbandsgemeinde überprüft und angeglichen werden.

Das Konzept zur Tourismusförderung fand breite Zustimmung im Verbandsgemeinderat. Ebenso Karin Maas’ Initiative, die touristischen Leistungsträger aus Gastronomie- und Hotellerie sowie weitere touristische Akteure zu einem Workshop einzuladen, um gemeinsame Ziele und Projekte für den Tourismus in der Region zu erarbeiten. Schließlich galt es noch eine formale Hürde zu nehmen: Da Tourismus laut Gemeindeordnung eine Aufgabe der Ortgemeinden ist, muss der Verbandsgemeinderat zustimmen, damit diese Aufgabe der Verbandsgemeindeverwaltung übertragen werden darf. Die Zustimmung erfolgte einstimmig. Im nächsten Schritt müssen nun die Ortsgemeinderäte entsprechende Beschlüsse fassen und der Verbandsgemeinde diese Aufgabe übertragen.


Neue Tourismusbeauftragte Karin MaasKontakt:
Karin Maas
Telefon (0 26 02) 126 - 356
kmaas@montabaur.de
oder persönlich im Rathaus-Neubau, Zimmer 202.








Ganztagsschule in Nentershausen

Die Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen soll zur Ganztagsschule in Angebotsform werden. Der Verbandsgemeinderat hat beschlossen, in Zusammenarbeit mit der Schule einen entsprechenden Antrag beim Land zu stellen – zum wiederholten Male. Denn im Vorjahr war derselbe Antrag abgelehnt worden, weil zu viele Schulträger gleichzeitig den Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule gestellt hatten und nicht genügend Mittel zur Verfügung standen. Der Antrag für die benachbarte Pfarrer-Toni-Sode-Grundschule war seinerzeit bewilligt worden; dort wird die Ganztagsschule schon seit August 2009 angeboten. Mit dem Bau einer Mensa, die von beiden Schulen gemeinsam genutzt werden soll, wird im Frühjahr2010 begonnen. Die Fertigstellung ist für den Schuljahresbeginn 2010/11 geplant. Voraussetzung für den Antrag ist eine Elternbefragung, bei der sich mindestens 54 der befragten Familien für die Einführung der Ganztagsschule aussprechen. Die aktuelle Befragung ergab sogar 85 Ja-Stimmen – ein deutliches Votum. Auch die schulischen Gremien haben dem Antrag bereits zugestimmt, lediglich die Entscheidung des Schulausschusses steht noch aus. Das Land sondiert die Anträge und gibt Ende Dezember bekannt, welche Schule eine so genannte Option auf die Errichtung einer Ganztagsschule erhält.


Elektronische Vergabe

In seinem Bericht aus der Verwaltung stellte Bürgermeister Edmund Schaaf die sehr erfolgreiche Arbeit der Vergabestelle heraus, die Ausschreibungen über die Internetplattform „Elvis“ veröffentlicht. Die Vergabe wird von den bietenden Unternehmen gut angenommen, „noch wesentlich besser, als wir es zunächst erwartet hatten. Gut Achtzig Prozent der Verfahren werden mittlerweile (fast) ohne Papier abgewickelt.“, so der Bürgermeister. Die Zahlen sprechen für sich: Von Januar bis August 2009 wurden 112 Vergabeverfahren mit einem Gesamtvolumen von ca. 10 Mio. Euro durchgeführt. Bei den Verfahren wurden insgesamt 1.505 Angebote angefordert, 1.215 davon auf dem elektronischen Weg. Dadurch konnten mehr als 200.000 Fotokopien zuzüglich Personal und Portoaufwand eingespart werden. Lesen Sie mehr dazu in einer der folgenden Ausgaben des Wochenblatt.


Nachwahl von Ausschussmitgliedern
Bei der konstituierenden Sitzung des Verbandsgemeinderates konnten noch nicht alle Ausschüsse vollständig besetzt werden. Deshalb standen diesmal Nachwahlen auf der Tagesordnung. Als stellvertretende Mitglieder wurden in den Bauausschuss gewählt:

  • Christa Balagny (CDU) aus Hübingen
  • Gerhard Windeck (FWG) aus Niederelbert

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