Weihnachtssitzung des Verbandsgemeinderates


Bürgermeister Edmund Schaaf  (links) und Erster Beigeordneter Andree Stein

Beraten und beschlossen
Bürgermeister und Erster Beigeordneter ernannt

Zum Jahresendspurt war der Verbandsgemeinderat noch einmal richtig fleißig, denn die Tagesordnung bei seiner letzten Sitzung war lang und bunt gemischt: Neben der Haushaltssatzung 2010 und der Eröffnungsbilanz 2009 sowie den Wirtschaftsplänen für die Verbandsgemeindewerke standen auch Themen wie Schulsozialarbeit, Zertifizierung der Volkshochschule und eine Ehrenamtskarte auf dem Programm.
 

Höhepunkt des Abends waren jedoch die Ernennungen von Bürgermeister Edmund Schaaf und dem Ersten Beigeordneten Andree Stein für die jeweils zweite Amtszeit.

 

Ernennungen

Mit der Ernennung von Edmund Schaaf zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur und von Andree Stein zum Ersten Beigeordneten ist das Wahljahr 2009 nun endgültig abgeschlossen. Der Bürgermeister war bei der Kommunalwahl im Juni mit 82 % der Stimmen wiedergewählt worden, seine neue Amtszeit dauert vom 1. Januar 2010 bis zum 31.12.2017. Diese Amtszeit gilt auch für Andree Stein, der bereits im Mai vom Verbandsgemeinderat mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt worden war. Im Rahmen einer Feierstunde überreichten sich beide gegenseitig die Ernennungsurkunden. Neben den eigenen Familien, dem Verbandsgemeinderat und den Fachbereichsleitungen der Verwaltung konnten die Gastgeber als Ehrengäste begrüßen: Landrat Achim Schwickert, die Ortsbürgermeister/innen, die Amtsvorgänger Bürgermeister a.D. Dr. Paul Possel-Dölken und den Ersten Beigeordneten a.D. Heinz Reusch, den katholischen Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier und den evangelischen Pastor Michael Dietrich, Wehrleiter Gerold Holzenthal und stellvertretend für die Schulleiter Rektor Dieter Wiechert.

 

Die Begrüßung der Gäste verknüpfte der alte und neue Bürgermeister Edmund Schaaf mit einem Dank an alle Anwesenden „für das offene und vertrauensvolle Miteinander in den vergangenen Jahren. Nach besten Kräften werde ich mich bemühen, dass wir diese Art der Zusammenarbeit auch in Zukunft pflegen.“ Zugleich beschrieb er das Kernziel seiner Arbeit für die neue Amtszeit: „Die Messlatte ist das Wohl der Menschen, die in unserer Verbandsgemeinde leben. Gut ist, was den Menschen dient, ihre Lebensbedingungen verbessert, Chancen eröffnet und Nachteile vermeidet. Dafür möchte ich arbeiten, mein Bestes geben.“ Der Erste Beigeordnete Andree Stein schloss sich Schaafs Dank an und versprach sein Amt weiterhin „mit aller Kraft und nach bestem Wissen und Gewissen“ auszuführen. Auch er betonte, dass es vor allem das vertrauensvolle Miteinander und die Orientierung an konstruktiven Lösungen sind, die ihm Freude an der täglichen Arbeit geben: „ Es macht Spaß in dieser Verbandsgemeinde zu arbeiten.“ In Namen aller Fraktionen des Verbandsgemeinderates gratulierte Dr. Wolfgang Neutz (CDU) Edmund Schaaf und Andree Stein zu den erneuten Ernennungen. Er lobte beide dafür, dass sie immer „finale Lösungen suchen, die von möglichst vielen mitgetragen werden können.“ Außerdem, so Neutz weiter, seien beide „Kümmerer, die stets eine Ohr für die Belange der Bürgerinnen und Bürger haben“ und diese in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellten.

 

Hier können Sie die gesamte Rede von Bürgermeister Edmund Schaaf nachlesen:

Ernennungsrede

 

Glückwünsche für Bürgermeister Edmund Schaaf und Ersten Beigeordneten Andree Stein


Herzlichen Glückwunsch dem alten und neuen Bürgermeister und dem Ersten Beigeordneten zur Ernennung: (v.l.) Landrat Achim Schwickert, Agnes und Edmund Schaaf, Andree Stein mit Tochter Lea und Ehefrau Brigitte.

 

 

Schulsozialarbeit

Seit fast 10 Jahren arbeitet die Verbandsgemeinde Montabaur mit dem Deutschen Kinderschutzbund in Sachen Schulsozialarbeit zusammen. Dieser betreibt so genannte „Mobile Sorgenbüros“ an den Schulen der Verbandsgemeinde, wo sich Kinder und Jugendliche mit ihren schulischen und privaten Sorgen und Nöten beraten und begleiten lassen können. Gab es die Sorgenbüros zunächst nur an den weiterführenden Schulen, wurde das Angebot im Laufe der Jahre Schritt für Schritt auch auf die Grundschulen ausgeweitet. Zuletzt wurden Anfang dieses Jahres die kleineren Grundschulen in Girod, Horbach, Nentershausen, Niederelbert, Ruppach-Goldhausen und Welschneudorf mit einbezogen, allerdings in geringem Umfang. Inzwischen wurde deutlich, dass der enge Zeitrahmen nicht ausreicht, um dem Bedarf der Kinder gerecht zu werden und auch weiterführende Gespräche mit Eltern, Lehrern und Einrichtungen in diesem Rahmen kaum leistbar. Deshalb hat der Verbandsgemeinderat jetzt beschlossen, dass auch die genannten Grundschulen von 2010 an so versorgt werden sollen, dass die Mitarbeiterinnen der „Mobilen Sorgenbüros“ für jeweils einen ganzen Vormittag jede zweite Woche an jeder dieser Schulen sind. An den Realschulen plus in Montabaur und Nentershausen sowie an der Augstschule Neuhäusel und der Grundschule Montabaur sind die „Mobilen Sorgenbüros“ wie bisher einmal pro Woche besetzt. Für die Unterstützung dieser Arbeit stellt der Verbandsgemeinderat für 2010 rund 78.000 Euro zur Verfügung.

 

 

Volkshochschule

Qualitätsstandards und Qualitätssicherung. Die Debatte um diese Begriffe hat längst den Bildungssektor erreicht – auch die Volkshochschulen (vhs). Als eine der ersten „kleinen“ Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz strebt jetzt auch die vhs Montabaur eine Zertifizierung nach dem Verfahren LQW – Lernorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung an. Dabei ist es von großem Vorteil, dass vhs-Leiterin Ute Probst in einem Expertenrat mitgearbeitet hat, der auf Landesebene die allgemeinen Bewertungskriterien auf die Situation der „kleineren“ Volkshochschulen übertragen hat. So ist Ute Probst mit dem Verfahren LQW bereits vertraut und die vhs Montabaur kann das auf  zwei Jahre angelegte Projekt der Zertifizierung als landesweites Pilotprojekt angehen. Den finanziellen und personellen Rahmen dafür hat der Verbandsgemeinderat jetzt beschlossen. Das Zertifikat ist notwendig, um auch weiterhin Zuschüsse für bestimmte Kurse von Land und Bund zu erhalten und um im Wettbewerb mit anderen Weiterbildungseinrichtungen bestehen zu können.

 

 

Ehrenamtskarte

„Die Ausübung eines Ehrenamtes ist in unserer Gesellschaft eine notwendige und wichtige Aufgabe. Ohne die vielen Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, würde bei uns vieles nicht funktionieren.“, so begründete Jürgen Kronjäger, SPD-Fraktionsvorsitzender, den Antrag seiner Fraktion auf Einführung einer Ehrenamtskarte. Diese soll dem Inhaber als Dank für sein Engagement einige Vergünstigungen einbringen. Über den hohen Stellwert von ehrenamtlicher Arbeit und die nötige Anerkennung war sich der Verbandsgemeinderat auch durch die Fraktionen einig. Allerdings gab es noch Unklarheiten und Detailfragen, die mit der Einführung einer solchen Karte verbunden sind, so dass der Antrag zur weiteren Klärung in den Haupt- und Finanzausschuss vertagt wurde und das nächste Mal wieder auf der Tagesordnung des Rates stehen soll.

 

 

Weitere Themen

Über den Haushaltsplan 2010, die Eröffnungsbilanz 2009 und die Wirtschaftspläne der Verbandsgemeindewerke lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben des Wochenblattes.

 

 

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