Verbandsgemeinde Montabaur dankt ihren ehrenamtlichen Feuerwehrleuten


Verbandsgemeinde Montabaur dankt ihren ehrenamtlichen Feuerwehrleuten

Der Verbandsgemeinde Montabaur ist es zu einer liebgewordenen Gewohnheit geworden, einmal im Jahr ...




 


... den Feuerwehrleuten, die tagaus und tagein im Ehrenamt ihren Dienst versehen, zu danken. Für Wehrleiter Gerold Holzenthal, der die Begrüßung der Gäste übernahm, wurde der Abend zu einer echten Überraschung: Für seine Verdienste um die Feuerwehr erhielt er vom Deutschen Feuerwehr-Verband das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Gerne waren die Aktiven der 22 verbandgemeindeeigenen Freiwilligen Feuerwehren der Einladung in die Löwensteinhalle nach Görgeshausen gefolgt, ist es doch gleichzeitig ein willkommener Treffpunkt, um ein paar unbeschwerte Stunden im Kreis Gleichgesinnter zu verbringen.


Grund zur Freude hatte der etwas angeschlagene Brandschutzdezernent und Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Andree Stein. Angeschlagen, weil er sich derzeit wegen einer Knieoperation nur mithilfe von Krücken fortbewegen kann; Freude, weil er mit 603 Feuerwehrfrauen und –männern über so viele Aktive verfügt wie nie zuvor. Wörtlich sagte er: „In der Vergangenheit lagen die Zahlen immer knapp unter 600, die 603 Aktiven machen mich sehr stolz.“ Zuwächse gab es auch bei den Mitgliedern der 13 Jugend- und vier Bambinifeuerwehren.


Landrat Achim Schwickert, pragmatisch wie stets übernahm er die Grußworte des Kreisfeuerwehrinspekteurs Axel Simonis gleich mit, dankte für die Bereitschaft und die Übernahme von Verantwortung im Ehrenamt. Derzeit seien so viele Menschen wie nie zuvor ehrenamtlich tätig und meinte dabei die Hilfe bei der Unterbringung und Integration Schutzsuchender. Die Feuerwehren haben für Schwickert dennoch einen anderen Stellenwert: Die Aktiven setzen sich über viele Jahre, manchmal unter Einsatz des eigenen Lebens und der Gesundheit, für das Gemeinwohl ein. Ortsbürgermeister Jürgen Kindler, selbst Feuerwehrmann, betonte, wie wichtig die Feuerwehr im Ort ist und freute sich an den vielen Kameradinnen und Kameraden, die den Weg nach Görgeshausen gefunden hatten.


Dankbar zeigte sich Andree Stein bei seiner Jahresbilanz über den Rückhalt, den er von „seiner“ Feuerwehr uneingeschränkt erhalten hatte. Im letzten Jahr hatte der Landesrechnungshof zu hohe Investitionskosten bemängelt. Der Verbandsgemeinderat stellte nach nochmaliger Überprüfung der Sachverhalte fest, dass alle Anschaffungen fach- und sachgerecht gewesen waren. Im laufenden Jahr hat die Verbandsgemeinde Montabaur rund 664.000 Euro für die Feuerwehr im Haushaltsplan veranschlagt, hauptsächlich für die Ersatzbeschaffungen von einem Einsatzleit-  und einem Löschfahrzeug, sowie einem Tragkraftspritzenfahrzeug.


Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Montabaur 508 Alarmierungen (Fehlalarmierungen sind eingerechnet), davon 205 Gebäudebrände, 69 Objektbrände, 44 Fahrzeugbrände und 190 Hilfeleistungseinsätze. Die Gesamteinsatzdauer lag ohne Übungsstunden bei 501 Stunden.


Wann und ob in absehbarer Zeit ein Digitalfunk zur Alarmierung eingesetzt wird, dazu konnte Stein keine Angaben machen.


Dass die Feuerwehren gut funktionieren weiß der Brandschutzdezernent, dennoch hob er besonders den Zusammenhalt bei den beiden nationalen Großveranstaltungen im vergangenen Jahr, dem Bundesentscheid im Stadion Montabaur und dem Bundesleistungsabzeichen in Ruppach-Goldhausen hervor.


Betrüblich fand Stein, dass sein Wehrleiter Gerold Holzenthal zum Jahresende seinen Dienst quittieren wird. Zum gleichen Zeitpunkt wird auch die Stelle von Markus Hummer, dem stellvertretenden Wehrleiter, vakant. Beiden Männern dankte Stein für ihr bemerkenswertes Engagement.


Abschließend erfolgten die Ehrungen, Ernennungen, Beförderungen, Übernahmen in die Alters- und Ehrenabteilung sowie die Verpflichtungen der Jungfeuerwehrleute, die der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Ralf-Felix Kespe, übernahm.


Kespe war es auch, der zumindest noch für einen der Anwesenden eine faustdicke Überraschung mitgebracht hatte: Gerold Holzenthal wurde vom Deutschen Feuerwehren-Verband das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für seine Verdienste verliehen. Weitere Informationen folgen.

 

 

Die Ehrungen, Beförderungen, Ernennungen, Verpflichtungen sowie die Übernahme in die Alters- und Ehrenabteilung im Einzelnen:


Ehrung für 25 Jahre:

Stephan Daubach, Stefan Eichberg, Olaf Höbelt, Dirk Schuster, Thorsten Wilhelm, Stefan Wüst, Kevin Göbel, Boris Kremer, Dirk Rörig, Carsten Feiden

 

Ehrung für 35 Jahre:

Marion Blettenberg, Joachim Engelhardt, Hans Fein, Stefan Rehsmann, Jürgen Rörig, Peter Stumm, Karl-Heinz Theis, Michael  Voll, Patrick Weyand, Günter Wisch, Herbert Kunz, Alfred Exner

 

Ehrung für 45 Jahre:

Franz Billaudelle, Wolfgang Eschenauer, Albrecht Fetz, Gerold Holzenthal, Axel Knopp, Klaus-Rainer Marx, Eberhard Schreiner

 


Beförderungen:


Löschmeister:

Heiko Ortseifen, Mario Blettenberg, Jörg Metternich, Peer Marx, Volker Kremer

 

Oberlöschmeister:

Franz-Josef Klein

 

Hauptlöschmeister:

Michael Voll

 

Brandmeister:

Claus Sassen, Tobias Keul, Tim David Kespe

 

Oberbrandmeister:

Carsten Stach

 

Hauptbrandmeister:

Timo Maier-Wolf

 

Übernahme Alters- und Ehrenabteilung:

Dieter Stach, Hermann-Josef Müller, Helmut Buschhaus, Hans Fein

 

Verpflichtung zum Feuerwehrdienst:

Tanja Sittig, Lukas Kuczera, Martin Alzen, Jannik Seel, Kai Weidenfeller, Tristan Ahrens, Patrick Marewski, Julian Merz, Pascal Doßing, Mario Henkes, Marco Kaiser, Benjamin Kober, Matthias Haberstock, Andre Eulberg

 


Erster Beigeordneter Andree Stein und Landrat Achim Schwickert ehrten zahlreiche Ehrenamtliche für 25, 35 bzw. 45 Jahre im Feuerwehrdienst.

 

Erster Beigeordneter Andree Stein und Landrat Achim Schwickert ehrten zahlreiche Ehrenamtliche für 25, 35 bzw. 45 Jahre im Feuerwehrdienst.

 


Für den Nachwuchs ist gesorgt. Durch die Verpflichtungen haben die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Montabaur so viele Aktive wie noch nie.


Für den Nachwuchs ist gesorgt. Durch die Verpflichtungen haben die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Montabaur so viele Aktive wie noch nie.

 


Vier Feuerwehrleute wurden in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen.


Vier Feuerwehrleute wurden in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen.

 


Zahlreiche Feuerwehrleute konnten sich über eine Beförderung freuen.


Zahlreiche Feuerwehrleute konnten sich über eine Beförderung freuen.

 

 





Gerold Holzenthal mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet


Gerold Holzenthal ist seit 45 Jahren Feuerwehrmann mit Leib und Seele – für seine langjährige Treue zur Feuerwehr erhielt er jetzt nicht nur das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen. Er wurde vom Deutschen Feuerwehr-Verband für sein Verdienst mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Bei der Verleihung schien lediglich der Geehrte überrascht, alle anderen Anwesenden waren sich schon lange Holzenthals umsichtigen Handeln und der selbstlosen Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen bewusst.


Seine Feuerwehr-Karriere begann untypisch: Mit 15 Jahren trat Holzenthal zunächst  dem Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Montabaur bei. Ihn reizte die Fanfare, doch verbunden damit war auch ein Dienst innerhalb der Feuerwehr. Das war für den gebürtigen Hartenfelser kein Problem und bereits mit 16 Jahren unterschrieb er seine Verpflichtungsurkunde und wurde aktiver Feuerwehrmann. Schnell entdeckte er, warum ihn der Feuerwehrdienst fesselte: Trotz vieler, manchmal schweren Einsätze, beseelte ihn der Gedanke: Es ist ein gutes Gefühl, helfen und Menschen und Sachwerte retten zu können.


1990 wurde der Vater zweier Töchter dann zum stellvertretenden Wehrleiter der Verbandsgemeinde Montabaur ernannt und 1996 wird er der Wehrleiter von 22 Feuerwehreinheiten mit über 600 Aktiven. Maßgeblich setzte Holzenthal sich für die Gründung von acht Jugend- und vier Bambinifeuerwehren ein.


Es ist ein zeitintensives Hobby, dem Holzenthal sich verschrieben hat, doch glücklicherweise war er hauptberuflich in Montabaur beschäftigt. „Das hat mir schon sehr geholfen, meine Arbeit lag die meiste Zeit fast direkt von meiner Haustür“, erinnert sich der zweifache Opa, der seit fünf Jahren als Pensionär den Ruhestand genießt.


In seiner Amtszeit, die er zum Jahresende aufgibt, sind unter seiner Leitung 27 Fahrzeuge angeschafft worden. Und seit der ICE durch den Westerwald braust, war es Holzenthal, der nicht nur in das Rettungskonzept ICE Köln-Frankfurt eingebunden ist, sondern maßgeblich bei der Erstellung und Ausarbeitung beteiligt war.


Ein Leben also, das dem Gemeinwohl in besonderen Maßen diente. Doch was macht Gerold Holzenthal nach seiner aktiven Zeit: Er lacht und sagt: „Da mache ich mir keine Gedanken. Wir haben ein Haus, Hund und Enkelkinder, die mich auf Trab halten. Und als Vorsitzender vom Feuerwehr-Historik-Verein, der sich um die Erhaltung von Feuerwehr-Oldtimern kümmert, wird mir bestimmt nicht langweilig.“



Falls er dennoch Sehnsucht nach der Feuerwehr verspürt, ist er bei seine Kameradinnen und Kameradinnen in Montabaur gern gesehen.

 

Gerold Holzenthal freut sich über seine Auszeichnung.

Gerold Holzenthal freut sich über seine Auszeichnung.











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