Verlegung eines Stolpersteins in der Ortsgemeinde Eitelborn


Verlegung eines Stolpersteins in der Ortsgemeinde Eitelborn


„Ein Projekt, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig hält“, mit diesem Zitat des Kölner Künstlers Gunter Demnig begrüßte Ortsbürgermeister Norbert Blath die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger vor dem Haus-Nr.: 46 in der „Streimerich“ in Eitelborn.




 


In diesem Haus hatte Frau Maria Simon geb. Nuss ihren zuletzt freiwillig gewählten Wohnsitz in Eitelborn, ehe sie am 27. Februar 1941 in der NS-Tötungsanstalt in Hadamar ermordet wurde. Durch einen Unfall, den Frau Simon Anfang der 30’er Jahres des letzten Jahrhunderts erlitt, war sie dermaßen in ihrer Gesundheit eingeschränkt, dass sie langfristige Klinikaufenthalte in Kauf nehmen musste. Seit dem Jahr 1938 war sie gar nur noch ans Bett gefesselt. Die mit den schweren gesundheitlichen Einschränkungen einhergehenden epileptischen Krampfanfälle und die Gesamtumstände ihrer schweren Erkrankungen war in den Augen der Nazischärgen „lebensunwertes Leben“, dem man aus deren dekadenten Sichtweise durch die „Aktion Gnadentod“ begegnen musste. Und so kam es dann zu der eingangs erwähnten Deportation nach Hadamar mit der Folge ihrer Ermordung. „Abscheulich, Menschen wegen ihrer Krankheit zu quälen und umzubringen“, so Norbert Blath in seiner Ansprache. Deshalb sei es wichtig, dass man immer wieder an den Terror und die Gewalt der nationalsozialistischen Diktatur erinnern müsse. Diesem Erinnern trage man mit dem jetzt auch in Eitelborn verlegten „Stolperstein“ Rechnung. Norbert Blath dankte Gunter Demnig für dessen Initiative und dem ungenannten Paten, der die Kosten dieser Aktion übernehme.

 

(v.l.n.r.: Tobias Dahlem, Gemeindebauhof, Gunter Demnig)

(v.l.n.r.: Tobias Dahlem, Gemeindebauhof, Gunter Demnig)


Der Künstler bei der Arbeit

Der Künstler bei der Arbeit





zurück


Kontakt

  Verbandsgemeindeverwaltung
  Konrad-Adenauer-Platz 8
  56410 Montabaur
  Telefon (0 26 02) 126 - 0    
  Fax (0 26 02) 126 - 150

  Info@montabaur.de

  Bürgerbüro
  Konrad-Adenauer-Platz 8
  56410 Montabaur
  Telefon (0 26 02) 126 - 123    
  Fax (0 26 02) 126 - 315

  Buergerbuero@
  montabaur.de

 
 Öffnungszeiten:
 Mo - Mi
 
 08.00 - 12.30 Uhr
 14.00 - 16.00 Uhr
 Do  08.00 - 12.30 Uhr
 14.00 - 18.00 Uhr
 Fr  08.00 - 12.30 Uhr
 (Bürgerbüro durchgehend)