Verbandsgemeindewerke weisen solide Haushalte aus



Verbandsgemeindewerke
weisen solide Haushalte aus






 


Konstanter Preis für Trinkwasser, Abwasser wird etwas teurer

 

Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder des Verbandsgemeinderates auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr die Wirtschaftspläne der Verbandsgemeindewerke für die Bereiche Trinkwasser, Schmutz- und Niederschlagswasser sowie für das Mons-Tabor-Bad.

 

Nach einer moderaten Preiserhöhung im zurückliegenden Jahr bleibt der Wasserpreis in 2015 konstant, teilte Bürgermeister Edmund Schaaf mit. Dank planvoller Investitionen in der Vergangenheit sei es gelungen, „die Versorgungsanlagen in einem technisch guten Zustand zu halten und Sicherungsmechanismen einzubauen, dass unser wichtigstes Lebensmittel sicher bleibt“. Erfreulich sei zudem, dass das Wasser „zu einem vergleichsweise günstigen Preis“ angeboten werden könne. „Mit einem Arbeitspreis von weiterhin 1,22 Euro pro Kubikmeter liegen wir an zweitgünstigster Stelle im Westerwaldkreis und nur 0,02 Euro über dem günstigsten Anbieter, der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, aber um 0,56 Euro unter dem teuersten Anbieter und 0,22 Euro unter dem Durchschnittspreis aller Westerwälder Wasserwerke. Die Grundgebühr in Höhe von 72 Euro bleibt ebenfalls konstant.

 

Trinkwasser

„Der Vermögensplan des Wasserwerks schließt 2015 ausgeglichen ab“, sagte Schaaf. Deckungsmittel und Bedarf belaufen sich auf rund 3,3 Mio. Euro gegenüber 2 Mio. Euro im Vorjahr. Bei den Deckungsmitteln sind Zuschüsse in Höhe von 700.000 Euro für Investitionsvorhaben unter anderem für die Wassergewinnungsanlagen in der ehemaligen Westerwaldkaserne vorgesehen. Auf der Bedarfsseite schlagen für die Erneuerung von Ortsnetzleitungen etwa 800.000 Euro und für den Neubau von Ortsnetzleitungen knapp 1 Mio. Euro zu Buche. 125.000 Euro fließen in die Ertüchtigung von Gewinnungsanlagen, rund 300.000 Euro sollen in Verteilungsanlagen investiert werden.

 

Abwasser

Einen leichten Preisanstieg wird es im nächsten Jahr bei der Schmutzwassergebühr geben. Der Preis klettert um 3 Cent pro Kubikmeter von 1,70 Euro auf 1,73 Euro pro Kubikmeter. Grund hierfür seien erforderliche Investitionsmaßnahmen etwa für Ortssammler in Neubaugebieten sowie in der Stadt, für die rund 1,1 Mio. Euro vorgesehen sind. Nachdem das Kanalsystem in der Vergangenheit gegen Überschwemmungen geschützt worden sei, müssten jetzt schadhafte Kanalleitungen saniert werden. Hochgerechnet auf die nächsten 10 bis 15 Jahre kalkuliert die Verbandsgemeinde mit einem Investitionsvolumen für die Abwasserbeseitigung in Höhe von 40 Mio. Euro. Dabei müsse die Bezeichnung Abwasserbeseitigung eigentlich Abwasserreinigung heißen, gab Schaaf zu Bedenken. Denn hier gehe es um die schadlose Einleitung von Abwasser in unsere Gewässer „und damit um einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz“.

 

Finanzmittel in Höhe von 800.000 Euro fließen aber auch in die Errichtung und Sanierung von Regenbauwerken. 225.000 Euro sind im Vermögensplan für Haupt- und Verbindungssammler, 195.000 Euro für die Erneuerung der Pumpwerke in Gackenbach und Hübingen angesetzt. Darüber hinaus müsse das Betriebsgebäude an der Kläranlage um Sanitärräume und ein Labor erweitert werden, berichtete Schaaf.

 

 Die Kläranlage im Gelbachtal: Das Betriebsgebäude wird in 2015 um neue Sanitärräume und ein Labor erweitert.


Die Kläranlage im Gelbachtal: Das Betriebsgebäude wird in 2015 um neue Sanitärräume und ein Labor erweitert.

 

 

Im Erfolgsplan des Abwasserwerks belaufen sich die Erträge auf rund 10 Mio. Euro und die Aufwendungen auf 9,3 Mio. Euro, wodurch sich ein Jahresgewinn von knapp 700.000 Euro ergibt. Der Gewinn werde angestrebt, „weil wir von der Möglichkeit Gebrauch machen, die zulässige Eigenkapitalverzinsung zu 75 Prozent auszuschöpfen. Die daraus erzielten Einnahmen führen dazu, dass wir einerseits natürlich die Entgeltzahler höher belasten, andererseits aber die Kreditaufnahme von 2,5 Mio. Euro um genau diesen Betrag verringern. Mit anderen Worten: Würden wir auf die Eigenkapitalverzinsung verzichten, müssten wir statt 2,5 Mio. Euro Kredit von 3,2 Mio. Euro aufnehmen“, erklärte Bürgermeister Schaaf.

 

Mons-Tabor-Bad

Verhalten äußerte sich der Bürgermeister zum wirtschaftlichen Ergebnis des Mons-Tabor-Bades, für das im kommenden Jahr ein Betriebskostenzuschuss von knapp 800.000 Euro eingeplant wurde. Auf der Aufwandsseite stehen im Wesentlichen fixe Kosten wie hohe Energie- sowie Personalkosten. Dem gegenüber speist sich der Ertrag durch Eintrittsgelder, die dennoch unverändert bleiben sollen. „Wir könnten natürlich unsere Eintrittsgelder auf einen kostendeckenden Betrag erhöhen“, räumte Edmund Schaaf ein. „Aber ich bin mir sicher: Dann hätten wir nicht mehr Einnahmen, sondern eher weniger, weil dann weniger Gäste das Bad besuchen würden.“ Das Mons-Tabor-Bad müsse attraktiv bleiben und genutzt werden, forderte er. Dieser Forderung schloss sich auch Michael Musil (Bündnis 90/Die Grünen) an. „Nutzen Sie das Bad intensiver und tragen Sie damit bei, das Defizit ein bisschen kleiner zu machen!“




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