Umweltpreis verliehen






Leben mittendrin lautet der Slogan der VG Montabaur. Besonders gut passt dieses Motto zum Umweltpreis der VG, der in diesem Jahr an die Kastanienschule Welschneudorf und die Kindertagesstätte Vogelnest aus Heiligenroth vergeben wurde.




 

Leben mittendrin heißt auch lernen mittendrin und so lernen die Kinder im Umgang mit der Natur, dass sie ein Teil von ihr sind. Im Rahmen der Wintersitzung des VG-Rates verlieh Bürgermeister Edmund Schaaf die mit je 500 Euro dotierten Preise an die beiden Einrichtungen.

 

So bunt und quirlig geht es selten zu, wenn der VG-Rat im Rathaus tagt. Doch die Kinder aus Welschneudorf und Heiligenroth waren selbst nach Montabaur gekommen, um sich ihren Preis abzuholen und den Ratsmitgliedern von ihren Umweltaktivitäten zu berichten. Schließlich werden vorbildliches Engagement und vorbildliche Projekte im Umweltschutz mit den Umweltpreis ausgezeichnet. Ein besonderes Projekt ist die landesweite „Aktion Bien“, an der die Kastanienschule mit ihrer Bienen-AG teilnimmt. Ein Lehrer-Imker-Tandem betreut eine Schülergruppe und ein Bienenvolk bei der gemeinsamen Arbeit. Über den Sommer stand der Bienenkorb auf dem Gelände des benachbarten Rückerhofs. Dort erfuhren die Kinder von Imker Armin Hannappel, wie man sich dem Korb nähert und mit den Bienen umgeht. Sie beobachteten, wie sich ein Bienenvolk organisiert und wie Honig und Wachs entstehen. Bei der Arbeit mit den Bienen tragen die Kinder die typische Imker-Schutzkleidung, die die Schule eigens angeschafft hatte. Jetzt während des Winterschlafs geht es um die Theorie: „Wir haben gelernt, welche Rolle die Bienen in unserer Natur spielen. Ohne sie gäbe es zum Beispiel kein Obst, weil die Blüten nicht befruchtet würden“, erläuterten die Jungimker dem Publikum. Aus dem selbst gewonnen Bienenwachs hatten sie eine Kerze gebastelt, die sie dem Bürgermeister überreichten. „Wenn ich Euch so zuhöre, wäre ich selbst gerne nochmal Schüler“, so Edmund Schaaf an die Kinder gewandt. Schulleiterin Magdalena Klaiber-Stein berichtete, dass die Landesregierung der Kastanienschule den Titel „Schule im Netzwerk – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verliehen hat und sie zur Modellschule in diesem Netzwerk erklärt hat. In Namen der 40 Jungimker, der beteiligten Lehrer und Fachkräfte sowie der Bienen bedankte sie sich für die Verleihung des mit 500 Euro dotierten Umweltpreises.

 

In der kommunalen Kindertagesstätte Vogelnest in Heiligenroth gehört Umweltschutz ganz selbstverständlich zu Alltag, wird einfach gelebt. „Umwelterziehung ist für uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Leiterin Anke Schmidt. „In unserem Garten, bei Spaziergängen und Ausflügen lernen die Kinder den Umgang mit der Natur und wie sie sich im Jahreslauf verändert und erneuert.“ Umwelterziehung sei Querschnittsarbeit und ziehe sich durch fast alle Bereiche des täglichen Lebens. Wichtiges Element im „Vogelnest“ ist der eigene Nutzgarten, wo Obst, Gemüse und Kräuter wachsen. Die Kinder arbeiten mit beim Säen oder Pflanzen, bei der täglichen Pflege und bei der Ernte. In der Küche werden die geernteten Früchte zum Beispiel zu Marmelade oder Kuchen verarbeitet. So lernen die Kinder, wie das Essen auf ihren Teller kommt. Auch auf praktische Alltagsdinge wie Mülltrennung, Wasser- oder Stromsparen achten Kinder und Erzieherinnen gemeinsam. „Es ist toll, dass wir bei allen Sachen mithelfen dürfen. Besonders im Garten gibt es immer viel zu tun“, berichtete Mats den Ratsmitgliedern. „Und es ist gesund, wenn man viel draußen an der frischen Luft ist“, ergänzte Anna. Bürgermeister Edmund Schaaf lobte das umfassende Engagement der Kinder und überreichte auch ihnen eine Urkunde und einen Scheck über 500 Euro. Die beiden Ortsbürgermeister Thomas Schmidt (Welschneudorf) und Erich Herbst (Heiligenroth) waren mit „ihren“ Kindern nach Montabaur gekommen und waren denn auch die ersten Gratulanten.

 

 



 

Der Umweltpreis der Verbandsgemeinde Montabaur

 

Seit 1997 vergibt die Verbandsgemeinde Montabaur im Turnus von zwei bis drei Jahren einen Umweltpreis. Ziel ist es, vorbildliche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt durch den Preis zu „belohnen“ und durch die Veröffentlichung vorbildlicher Projekte Anreize zu schaffen, sich auf dem Gebiet des Umweltschutzes zu engagieren. Auf Initiative der SPD-Fraktion im VG-Rat hatten Rat und Umweltbeirat den Wettbewerb in 2013 erneut ausgeschrieben Diesmal richtete sich der Aufruf an die Schulen und Kindertagesstätten in der VG. Schwerpunkte der Projekte sollte die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an der Konzeption und Umsetzung des jeweiligen Projektes sein. Trotz der breiten Ausschreibung sind nur zwei Bewerbungen eingegangen, „die aber in jedem Fall qualifiziert waren und nicht einfach nur für ihre bloße Teilnahme den Umweltpreis erhielten“, stellte Bürgermeister Edmund Schaaf klar.

 



Es ist unschwer zu erkennen, wer auf diesem Bild zur Imker- und Bienen-AG der Kastanienschule Welschneudorf gehört.

 

Es ist unschwer zu erkennen, wer auf diesem Bild zur Imker- und Bienen-AG der Kastanienschule Welschneudorf gehört.

 


Klein – aber oho! In Sachen Umweltschutz haben die Kinder vom „Vogelnest“ in Heiligenroth eine Menge auf dem Kasten.


Klein – aber oho! In Sachen Umweltschutz haben die Kinder vom „Vogelnest“ in Heiligenroth eine Menge auf dem Kasten.

 

 




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