Neujahrsempfang der VG Montabaur


Neujahrsempfang der VG Montabaur



Volles Haus im Haus Mons Tabor: Der Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Montabaur war mit rund 350 Gästen gut besucht. Auf Einladung von Bürgermeister Edmund Schaaf waren nicht nur Neubürger sondern auch viele Ratsmitglieder aus den Ortsgemeinden, der Stadt und der Verbandsgemeinde in die Stadthalle Montabaur gekommen zum Kennenlernen, Wiedersehen und Plauschen. Der Musikverein Holler setzte mit seinem Sinfonischen Blasorchester gekonnt den musikalischen Rahmen.




 

Es soll nicht zur Routine werden, sondern etwas Besonderes bleiben. Deshalb lädt die Verbandsgemeinde Montabaur nicht jährlich zum Neujahrsempfang ein. „Vielmehr laden wir spezielle Personengruppen aus aktuellem Anlass ein“, so Bürgermeister Edmund Schaaf bei der Begrüßung der Gäste. Der aktuelle Anlass war in diesem Jahr die Kommunalwahl im Mai, bei der sämtliche Räte in den Ortsgemeinden, der Stadt und ihren Ortsteile sowie auf Verbandsgemeindeebene und beim Kreis neu zu besetzen sind und auch Orts- und Stadtbürgermeister zur Wahl stehen. Die speziellen Personengruppen waren denn auch die Ratsmitglieder, Orts- und Stadtbürgermeister und Ortsvorsteher, die bisher in der Kommunalpolitik aktiv sind und Verantwortung für ihre Heimatgemeinde übernommen haben – ehrenamtlich, versteht sich.

 

Das Stichwort Ehrenamt zog sich wie ein roter Faden durch die unterhaltsame Ansprache von Bürgermeister Edmund Schaaf. Schließlich sei der Abend auch als Dankeschön für alle gedacht, die ein Ehrenamt in der Politik innehaben. Anhand von Beispielen und entlang eines launigen Gedichtes mit dem Titel „Nur kein Ehrenamt“ beschrieb er, was es bedeutet, wenn man sich ehrenamtlich, also neben Beruf, Familie und sonstigen Verpflichtungen in der Lokalpolitik engagiert. „Rats- und Ausschusssitzungen über mehrere Stunden, Treffen in der Fraktion, Ortsbegehungen und Lokaltermine – unzählige Stunden kommen da im Jahr zusammen“, führte Schaaf aus. Dazu käme viel Schreibtisch- und Lesearbeit. Von alle dem wüssten auch die Lebenspartner, Familien und Freunde der Aktiven zu berichten. Trotzdem wolle er die Menschen animieren, (auch weiterhin) in der Kommunalpolitik mitzuarbeiten, denn: „Es ist für unsere heutige Lebensqualität und für die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinden von entscheidender Bedeutung, dass wir auch in Zukunft qualifizierte und engagierte Menschen in den Räten unserer Ortsgemeinden, Stadt und Verbandsgemeinde haben.“ Allerdings, führte der Bürgermeister weiter aus, „Wir sind uns bewusst: In erster Linie wird der Wohlstand nicht in den Ratsstuben und Ratshäusern erarbeitet, sondern in den Betrieben von Arbeitnehmern und Unternehmern.“

 

Besonders hob Edmund Schaaf die Tätigkeit der Orts- und Stadtbürgermeister hervor, die Enormes leisten: „Es ist ein Job, der keinen Feierabend kennt.“ In diesem Zusammenhang zollte er den Orts- und Stadtbürgermeistern großen Respekt, die nach einer oder mehreren Amtsperioden nicht wieder kandidieren. Jeder habe das Recht zu sagen: Jetzt ist es genug. Die Kommunalwahl stelle eine Zäsur in der VG Montabaur dar, da bereits 10 ehrenamtliche Bürgermeister erklärt hätten, nicht wieder antreten zu wollen.

 

Neben vielen Ehrengästen aus Politik, Kirche, Feuerwehren und Schulen begrüßte Edmund Schaaf auch die Bürgerinnen und Bürger, die in den letzten drei Monaten in eine der Ortsgemeinden oder in die Stadt zugezogen sind. „Wir freuen uns, dass Sie unsere Verbandsgemeinde zu Ihrem Wohnort gewählt haben. Sie sind uns herzlich willkommen.“ Gut 300 Personen haben im letzten Quartal des Jahres 2013 ihren ersten Wohnsitz in der VG neu angemeldet. Darunter drei Personen, die nun mehrere tausend Kilometer von ihrem letzten Wohnort entfernt leben. Es sind die Eheleute Tanja Hermann und Volker Wick, die aus Elgin in Texas zugezogen sind, sowie Larissa Sviridova, die zuvor in Tula in Zentralrussland gelebt hat. Als Willkommensgruß überreichte der Bürgermeister ihnen Blumen und Sekt.

 

 

Beim Neujahrsempfang ehrte Bürgermeister Edmund Schaaf (Mitte) besonders die Neubürger, die die weiteste Anreise von ihrem alten zum neuen Wohnort hatten. Das sind (v.l.) Volker Wick und Tanja Hermann sowie Larissa Sviridova, die zum ihrem Mann Viktor Jeschow nach Montabaur-Elgendorf gezogen ist. 

Beim Neujahrsempfang ehrte Bürgermeister Edmund Schaaf (Mitte) besonders die Neubürger, die die weiteste Anreise von ihrem alten zum neuen Wohnort hatten. Das sind (v.l.) Volker Wick und Tanja Hermann sowie Larissa Sviridova, die zum ihrem Mann Viktor Jeschow nach Montabaur-Elgendorf gezogen ist.


 

Mit ihrer Stimme begeisterte Sarah Pfaff das Publikum. Begleitet wurde sie vom Sinfonischen Blasorchester unter der Leitung von Ulrich Diefenthal.


Mit ihrer Stimme begeisterte Sarah Pfaff das Publikum. Begleitet wurde sie vom Sinfonischen Blasorchester unter der Leitung von Ulrich Diefenthal.


 

Lockere Atmosphäre beim Neujahrsempfang in der Stadthalle Haus Mons Tabor: Man kennt sich oder lernt sich gerade kennen.


Lockere Atmosphäre beim Neujahrsempfang in der Stadthalle Haus Mons Tabor: Man kennt sich oder lernt sich gerade kennen.

 

 

 


 

Nur kein Ehrenamt

 

Willst du froh und glücklich leben,

lass kein Ehrenamt dir geben!

Willst du nicht zu früh ins Grab,

lehne jedes Amt gleich ab!

 

Wie viel Mühen, Sorgen, Plagen,

wie viel Ärger musst du tragen?

Gibst viel Geld aus, opferst Zeit –

und der Lohn? Undankbarkeit!

 

Ohne Amt lebst Du so friedlich

und so ruhig und so gemütlich.

Du sparst Kraft und Geld und Zeit,

wirst geachtet weit und breit.

 

So ein Amt bringt niemals Ehre,

denn der Klatschsucht scharfe Schere,

schneidet boshaft dir, schnipp-schnapp,

deine Ehre vielfach ab.

 

Selbst dein Ruf geht dir verloren,

wirst beschmutzt vor Tür und Toren,

und es macht ihn oberfaul

jedes ungewasch’ne Maul.

 

Drum, so rat ich dir im Treuen:

willst Du Weib und Kind erfreuen,

soll dein Kopf dir nicht mehr brummen,

lass das Amt doch and’ren Dummen.

 

 

Dieses Gedicht wird mal Wilhelm Busch, mal Joachim Ringelnatz, mal Norbert Blüm zugeschrieben. Vermutlich ist der Verfasser unbekannt. Bekannt ist jedoch, dass Edmund Schaaf es als „roten Faden“ in seiner Ansprache benutzte. Er betonte jedoch ausdrücklich, dass die darin zum Ausdruck gebrachte „Ohne-Mich-Einstellung“ nicht vorbildlich sei, sondern nur als Kontrast zur vorbildlichen ehrenamtlichen Arbeit der Ratsmitglieder und Ortsbürgermeister dienen solle.

 






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