Kumulieren, panaschieren - und dann?


Kumulieren, panaschieren – und dann?

Verbandsgemeinde rekrutiert jugendliche Wahlhelfer

Rund 600 Wahlhelfer werden am 25. Mai für die Verbandsgemeinde Montabaur im Einsatz sein, wenn ...





 

... parallel zur Europawahl auch Gemeinderäte und Kreistage, Bürgermeister und Ortsvorsteher gewählt werden. Unterstützung erhalten die Wahlhelfer in diesem Jahr auch von etwa 20 Jugendlichen vom Mons-Tabor- sowie vom Landesmusikgymnasium.

 

Montabaur. Als „PC-Bediener“ werden die Oberstufenschüler eingesetzt, erklärt Julia Geller von der Verbandsgemeinde. Das klingt sperrig und altmodisch, ist aber wichtig. Denn die meisten Wahlhelfer sind 50 Jahre und älter, sagt die für die Organisation der Wahlen zuständige Sachbearbeiterin, und „die sind häufig nicht so PC-affin“. Den Jugendlichen dürfte es dagegen ihrer Einschätzung nach leicht fallen, die Ergebnisse in ein spezielles Computer-Programm zu übertragen. Dass die meisten PC-Bediener noch nicht volljährig, also noch nicht wahlberechtigt sind, ist Julia Geller zufolge unproblematisch. Denn für PC-Bediener liegt das Mindestalter bei 16 Jahren, was die Sache schon sehr interessant mache, findet Simon Fels aus der elften Klasse am Landesmusikgymnasium. Wie Kumulieren funktioniert – hier hat der Wähler mehrere Stimmen und kann diese auf verschiedene Kandidaten „häufen“ - und wie Panaschieren geht, wenn die Stimmen auf mehrere Listen kumuliert werden, sei ihm klar. Aber wie es nach Wahlende in den Wahllokalen weiter geht, das sei doch spannend. „Da kann man jetzt schon mal schauen, wie eine Wahl abläuft.“

 

Das bestätigt auch Sozialkundelehrer Ralph Duwe vom Mons-Tabor-Gymnasium. Für seinen Kurs sei es sehr wertvoll gewesen, aus der Praxis, also von Mitarbeitern aus dem Wahl-Team, zu erfahren, wie eine solche Wahl organisiert werde. Die Wahl habe so ein Gesicht bekommen, einen persönlichen lokalen Bezug.

 

Vor ihrem Einsatz als Wahlhelfer werden die etwa 20 jungen Erwachsenen der Sozialkundeklassen von Ralph Duwe und Claus Peter Beuttenmüller (Landesmusikgymnasium) zu einer ausführlichen Schulung eingeladen, sagt Julia Geller von der Verbandsgemeindeverwaltung. Und auch am Wahlabend sei niemand auf sich allein gestellt. „Es wird immer jemand neben Euch sitzen, um die Eingaben zu diktieren und sicher zu stellen, dass man nicht in Zeile oder Spalte verrutscht.“ Dieses Vorgehen entspreche dem „Vier-Augen-Prinzip“. Zudem werde den Wahlhelfern „ab und zu noch über die Schulter“ geschaut, räumt sie ein. Schließlich soll die Feststellung des Wahlergebnisses „für den Bürger nachvollziehbar“ sein.

 

Rund 30.000 wahlberechtigte Bürger leben in der Verbandsgemeinde, von denen etwa ein Drittel ihre Wahl per Brief trifft, berichtet Julia Gellers Kollegin Katrin Stupinsky. Auch die Stimmzettel der Briefwähler werden erst ausgezählt, „wenn der Wahlvorstand die Wahlhandlung für beendet erklärt“, also am 25. Mai um 18 Uhr. Dann werden auch die jugendlichen Wahlhelfer von den beiden Montabaurer Gymnasien ihre Arbeit beginnen, die großformatigen Bögen auseinander falten und die Kreuze übertragen. Rund 100 Stimmen kann jeder Wahlberechtigte an diesem Tag vergeben.

 

„Einfach scannen“ wie eine jugendliche Wahlhelferin vorschlägt, darf man die Stimmzettel nicht, stellt Katrin Stupinsky klar. Das sei zwar technisch möglich, aber dem Bürger nicht vermittelbar. Der habe ein „besseres Demokratie-Gefühl“, wenn ausgezählt werde wie bisher.

 

 

Jugendliche Wahlhelfer kommen in diesem Jahr auch aus der Sozialkundeklasse von Claus Peter Beuttenmüller (Landesmusikgymnasium).

Jugendliche Wahlhelfer kommen in diesem Jahr auch aus der Sozialkundeklasse von Claus Peter Beuttenmüller (Landesmusikgymnasium).

 

Rund 20 jugendliche Wahlhelfer hat die Verbandsgemeinde Montabaur in diesem Jahr am Mons-Tabor- Gymnasium und am Landesmusikgymnasium rekrutiert.

Rund 20 jugendliche Wahlhelfer hat die Verbandsgemeinde Montabaur in diesem Jahr am Mons-Tabor- Gymnasium und am Landesmusikgymnasium rekrutiert.




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