Dorferneuerung: Förderung flexibler gestalten


Dorferneuerung: Förderung flexibler gestalten

„Leben mittendrin!“ Der Slogan der Verbandsgemeinde Montabaur trifft in besonderer Weise auf die Förderprogramme zur Dorferneuerung zu.




 

Haben sie doch das Ziel, die alten Ortskerne als Lebensmittelpunkt der Dörfer zu erneuern und zu erhalten. Bereits seit den 80erJahren fördern die Ortsgemeinden und die Stadt Montabaur gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Montabaur private Bauprojekte, die dem Erhalt und der Modernisierung alter Bausubstanz in der Ortsmitte dienen. Die Förderrichtlinien wurden seither regelmäßig fortgeschrieben und stehen aktuell wieder auf dem Prüfstand: In Zukunft sollen demografische Faktoren stärker berücksichtig werden. In einer Experimentierphase werden zunächst neue Förderansätze getestet und die „Testergebnisse“ dann in die Neufassung der Richtlinien einbezogen.

 

Bei der Dorferneuerung ziehen die Ortsgemeinden und die Stadt Montabaur mit der Verbandsgemeinde Montabaur an einem Strang. Jede Ortsgemeinde hat ihr eigenes Förderprogramm und bewilligt die Fördergelder. Die Verbandsgemeinde legt dann denselben Förderbetrag aus eigenen Mitteln dazu, so dass private Baumaßnahmen bis zu 12.000 Euro gefördert werden können. Dass das Angebot genutzt wird, zeigen diese Zahlen: In den Jahren 2009 bis 2013 haben die Ortsgemeinden, die Stadt und die Verbandsgemeinde zusammen 230.000 Euro an Fördergeldern bewilligt und damit 26 Projekt unterstützt. Für die gemeinsame Vorgehensweise ist es unabdingbar, dass die Richtlinien der Ortsgemeinden und der Stadt sowie der Verbandsgemeinde aufeinander abgestimmt sind. Viele Ortsgemeinden wünschen sich, dass die Auswirkungen des demografischen Wandels stärker berücksichtigt werden: So wollen sie beispielsweise Fördermöglichkeiten schaffen für junge Familie, die eine Altimmobilie im Ortskern erwerben und modernisieren. Auch altersgerechte Wohnformen und barrierefreier Umbau sollen in die Förderung einbezogen werden. Ebenso sollen dort, wo es nötig und sinnvoll erscheint, Abriss und Neubau gefördert werden. All diese Ideen und Ansätze sollen ab sofort in der Experimentierphase auf ihren praktische Umsetzbarkeit hin getestet werden. Deshalb hat der Verbandsgemeinderat folgendes Verfahren festgelegt: Die alten Förderrichtlinien bleiben bis auf weiteres in Kraft. Privatpersonen werden aber dennoch ermutigt Förderanträge zu stellen, wenn sie den genannten Intentionen entsprechen, aber bisher nicht durch die Richtlinien abgedeckt waren. Dann prüft der Haupt- und Finanzausschuss die Anträge und trifft Einzelfallentscheidungen, er „experimentiert“ also. „Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass wir anhand praktischer Beispiele die Grenzen zwischen allgemeinen Modernisierungen und förderfähigen Maßnahmen neu ausloten können. Die Erfahrungen können wir dann bei der neuerlichen Fortschreibung der Förderrichtlinien nutzen. Wichtig ist es, die demografischen Faktoren stärker zu berücksichtigen“, so Bürgermeister Edmund Schaaf über die Vorteile der Experimentierphase.

 

 



Anträge und umfassende Informationen zu den Förderprogrammen der Ortsgemeinden, Stadt und Verbandsgemeinde sowie Beratung zur aktuellen Experimentierphase gibt es bei der Verbandsgemeindeverwaltung. Ihr Ansprechpartner ist Bernd Pöhler, Tel. 02602 / 126-111, E-Mail: bpoehler@montabaur.de. Näheres finden Sie auch unter www-vg-montabaur.de - Bauen & Wohnen - Dorferneuerung.

 



 


Ein gelungenes Beispiel für eine Fachwerksanierung findet sich in Heilberscheid. Die Bilder „vorher“ und „nachher“ zeigen, wie aus einer grauen Maus eine echte Schönheit werden kann.


 Vorher …

Vorher …


 

… während der Bauphase …

… während der Bauphase …

 

… und nachher.

… und nachher.

 




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