Breitbandausbau geht auf die Zielgerade


Breitbandausbau geht auf die Zielgerade



Gute Nachrichten für alle, die auf schnelles Internet warten: Bis Ende des Jahres 2014 werden alle Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Montabaur und die Stadt Montabaur mit allen Stadtteilen mit schnellen Internetverbindungen auf Glasfaserbasis ausgestattet sein.




 

Die VGM-net mit ihrem Partner KEVAG Telekom sowie die Deutsche Telekom arbeiten am Aus- und Aufbau eines Glasfasernetzes, das in der letzten Ausbaustufe Übertragungsraten von 100 MBit/s (Megabit pro Sekunde) bringen soll und damit Hochgeschwindigkeit auf der Datenautobahn verspricht. Während die Telekom die Montabaur sowie Eitelborn, Holler, Kadenbach, Neuhäusel und Simmern versorgt, sind VGM-net und KEVAG Telekom in 16 anderen Ortsgemeinden und den Montabaurer Stadtteilen Reckenthal und Bladernheim aktiv.

 

 

VGM-net und KEVAG Telekom


Das neue Breitbandnetz der VGM-net wird eine Trassenlänge 37 Kilometern haben. Das bedeutet 37 Kilometer Tiefbau, denn die Glasfaserkabel müssen unter die Erde gebracht werden. Damit können rund 13.000 Einwohner in den Ortsgemeinden Boden, Daubach, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligenroth, Horbach, Hübingen, Niedererbach (Neubaugebiet „Auf dem Hahn“), Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Stahlhofen und Untershausen sowie in Montabaur-Bladernheim und – Reckenthal mit schnellem Internet versorgt werden. Die Baumaßnahmen und Verlegearbeiten sind in vollem Gange. Die Baukosten sowie die laufenden Kosten werden teilweise durch die Pachteinnahmen gedeckt; der Restbetrag wird von den an der VGM-net beteiligten Ortsgemeinden nach einem festgelegten Schlüssel getragen.

 

Sobald das Glasfasernetz fertig ist, wird KEVAG Telekom es mit aktiver Technik ausrüsten und dann sukzessive freischalten, was für den Zeitraum August und September vorgesehen ist. „Da die VGM-net und KEVAG Telekom vertraglich miteinander verbunden sind, können im Bereich der VGM-net Breitbandverträge zunächst nur mit der KEVAG Telekom abgeschlossen werden“, erläutert VGM-net-Vorstand Stefan Heibel. Dafür dürfen die Kunden der KEVAG Telekom mit einer Netzgeschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s rechnen. Es gibt vielfältige Produkte, Kombipakete und Tarife für die Bereiche Telefon (Festnetz), Mobilfunk, Internet und digitales Fernsehen. Der monatliche Grundpreis für das Basispaket wird bei circa 35 Euro liegen. Wer den Anbieter hin zur KEVAG Telekom wechselt, kann seine alte Rufnummer übernehmen (siehe auch Info-Kasten Montabaur Special: die Sofort-Option).


 

Deutsche Telekom


Die Telekom wird ihr Glasfasernetz im Stadtgebiet von Montabaur und in den Stadtteilen Elgendorf, Eschelbach, Horressen und Wirzenborn sowie in Holler und den Augst-Gemeinden auf eigene Kosten ausbauen. Dazu werden rund 31 Kilometer Glasfaserkabel verlegt: 24 Kilometer können in vorhandene Leerrohre eingezogen werden, 7 Kilometer müssen noch unter die Erde gebracht werden. Die Verteilerkästen (Kabelverzweiger) werden mit neuester Technik ausgestattet und sind damit Vectoring-fähig (siehe Infokasten). Rund 8.500 Haushalte und kleine Unternehmen werden von diesem Netzausbau profitieren. Während der Netzausbau in den Augst-Gemeinden schon weit fortgeschritten ist, sollen die Baumaßnahmen und Verlegearbeiten in Holler und Montabaur im Mai beginnen. Anschließend muss die neue Technik noch in das bundesweite Gesamtnetz integriert werden, so dass die Endkunden im Zeitraum Oktober bis Dezember mit einer Freischaltung der neuen Breitband-Leitungen (VDSL) rechnen dürfen. Im so genannten „Triple Play“ können Telekom-Kunden dann im Festnetz telefonieren, im Internet surfen und digital Fernsehen – alles über einen Anschluss und zu verschiedenen Tarifen. Die Telekom weist ausdrücklich daraufhin, dass auch Bestandskunden die VDSL-Leistungen neu beantragen müssen, da sie nicht automatisch freigeschaltet werden. Das geht im Telekom-Shop oder über das Internet. Grundsätzlich ist das Netz der Telekom auch offen für andere Anbieter; interessierte Kunden müssen sich mit diesen in Verbindung setzen.


 

Zusammenarbeit geregelt


Eine Absichtserklärung über die gegenseitigen Verpflichtungen und Aufgaben – genannt Letter of intent - hat Winfried Moser als Vertreter der Telekom mit Stadtbürgermeister Klaus Mies und den Ortsbürgermeistern Norbert Blath (Eitelborn), Werner Christmann (Neuhäusel), Margarte Flosdorf (Holler), Jörg Haseneier (Simmern) und Ute Kühchen (Kadenbach) unterzeichnet. Für den Erfolg eines Projektes wie der Ausbau des Breitbandnetzes ist eine enge Abstimmungen zwischen den beteiligten Kommunen und der Telekom erforderlich. „Wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger Internet-Anschluss heute ist, deshalb treibt die Deutsche Telekom seit Jahren den Breitband-Ausbau nach Kräften voran“, so Winfried Moser bei der Unterzeichnung der Erklärung. Moser ist kommunaler Ansprechpartner für den Breitbandausbau bei der Telekom Deutschland. Mit Blick auf die Aktivitäten der VGM-net sagte Bürgermeister Edmund Schaaf: „Wir hätten uns gefreut, wenn die Telekom die gesamte VG Montabaur bei ihrer Ausbauplanung berücksichtigt hätte. Schließlich müssen die zur VGM-net gehörenden Ortsgemeinden sich auch finanziell an Ausbau und Betrieb des Glasfasernetzes der VGM-net beteiligen, während die Telekom den Ausbau auf eigene Kosten betreibt.“ Aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus hatte die Telekom eine entsprechende Anfrage der VG-Verwaltung abschlägig beschieden. Allerdings, so der Bürgermeister, gehöre ein schneller Internet-Anschluss heute zu den wichtigsten Forderungen, die von jungen Familien und mittelständischen Unternehmen an die Politik gestellt würden. „Insofern ist jede Aktivität auf diesem Gebiet zu begrüßen.“

 

Die Unterschrift unter dem „Letter of intent“ besiegelt die Zusammenarbeit: Zuerst unterschrieben Winfried Moser (l.) für das Telekom-Team und Stadtbürgermeister Klaus Mies. Es folgten die Ortsbürgermeister (v.r.) Jörg Haseneier, Margarete Flosdorf, Ute Kühchen, Norbert Blath und Werner Christmann.

 

Die Unterschrift unter dem „Letter of intent“ besiegelt die Zusammenarbeit: Zuerst unterschrieben Winfried Moser (l.) für das Telekom-Team und Stadtbürgermeister Klaus Mies. Es folgten die Ortsbürgermeister (v.r.) Jörg Haseneier, Margarete Flosdorf, Ute Kühchen, Norbert Blath und Werner Christmann.

 

 

Vectoring


Das Zauberwort „Vectoring“ bezieht sich auf die grauen Verteilerkästen (Kabelverzweiger), die überall in unseren Straßen stehen. Diese sind an das Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Glasfaser ist zurzeit das schnellste Übertragungsmedium der Welt, denn die Daten können sich hier mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Im Verteilerkasten kommen die Daten aus dem Glasfasernetz an und werden auf die einzelnen Hausanschlüsse verteilt. Das geschieht in aller Regel noch über Kupferkabel, die den Verteilerkasten mit den umliegenden Wohnungen verbinden. Da Kupfer wesentlich geringere Übertragungsraten hat als Glasfaser, werden die Daten beim Übergang quasi ausgebremst. Hier setzt das Vectoring an: Mit einer speziellen Software (Kanalkodierung) werden Störfaktoren im Kupferkabel minimiert und damit eine Verdopplung der Übertragungsrate erreicht. Im Ergebnis bedeutet das für den Endkunden Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s beim Herunterladen aus dem Internet und bis 40 Mbit/s beim Hochladen von Daten. Nach Angaben der Telekom soll die Vectoring-Technik in der ersten Jahreshälfte 2015 in ihrem Versorgungsgebiet umgesetzt werden. Der Einsatz der Vectoring-Technik ist im Netz von VGM-net und KEVAG Telekom ebenfalls vorgesehen.

 

 

Montabaur Special: die Sofort-Option


Nach Plan wird das neue Netz der VGM-net bis Ende September 2014 in Betrieb sein. Viele Bürger in der VG Montabaur möchten dann möglichst bald den Telekommunikationsanbieter hin zur KEVAG-Telekom wechseln, sind aber noch vertraglich an ihren bisherigen Anbieter mit einer bestimmten Kündigungsfrist gebunden. Als Übergangslösung zwischen dem Start des VGM-Netzes und dem individuellen Ende der Vertragslaufzeit, können Interessierte die so genannte Sofort-Option wählen: Für knapp 20 Euro pro Monat können sie dann bereits die schnellen Internetverbindungen nutzen – bis der komplette Wechsel hin zur KEVAG Telekom hin auch vertragsmäßig vollzogen werden kann (sog. Portierungstermin). Informationen dazu gibt es bei KEVAG Telekom unter Tel.: 0261 / 20 16 2-210 oder unter www.ktk.de  

 



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