Nachhaltige Wasserversorgung ist in der VG Montabaur gewährleistet  GROSSES INTERESSSE AN DER WASSERWANDERUNG IM BUCHFINKENLAND


Nachhaltige Wasserversorgung ist in der VG Montabaur gewährleistet

Großes Interesse an der Wasserwanderung im Buchfinkenland





 


 

Wasser ist eine unserer wichtigsten Ressourcen: Ausreichend verfügbares und unbedenkliches Wasser ist von elementarer Bedeutung für die Gesundheit, Ernährung und auch für die Umwelt. Die Wasserver- und Entsorgung nachhaltig und zu tragbaren Kosten zu sichern, ist deshalb eine der anspruchsvollsten kommunalen Aufgaben. Davon konnte sich eine große Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger auf Einladung des Westerwald-Vereins im Buchfinkenland einen ganzen Abend lang bei einer „Wasserwanderung“ überzeugen.

 

Dazu begrüßte Vorstandsmitglied Uli Schmidt im 1966 gebauten Gruppenwasserwerk Buchfinkenland hinter dem Waldstadion in Horbach die Teilnehmenden. Er stellte den Leiter der Verbandsgemeindewerke Montabaur, Florian Benten, vor, der die Gruppe auf der gesamten Wanderung fachlich begleitete. Gemeinsam mit Wassermeister Siegbert Herbst führte er zunächst durch das Wasserwerk und zeigte den Gästen auch die zwei je 175 Kubikmeter fassenden Wasserbecken. Zum Beweis für die hohe Qualität des „Produktes“ bot Herbst allen ein Glas gutes „Buchfinkenwasser“ aus dem 120 m tiefen Brunnen an. 

 

Zweite Station war das alte Gackenbacher Wasserwerk vor dem Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus. Dort informierte der Werkleiter darüber, dass dieses noch genutzt wird und hier das Quellwasser der Umgebung gesammelt und an den eben besichtigten Hochbehälter gepumpt wird. Davon, dass auch dieses alte „Wasserhäuschen“ noch eine wichtige Funktion hat, zeugte eine Antenne auf dem Dach, mit deren Hilfe die aktuellen Daten immer an die Zentrale übermittelt werden. Daneben wird von hier auch im Bedarfsfalle das Altenheim mit Löschwasser versorgt.  

 

Bei der dritten Station im Gemeindehaus Gackenbach stand ein Vortrag von Florian Benten zum Thema „Zahlen, Daten, Fakten zur Wasserver- und Entsorgung in der VG Montabaur“ auf dem Programm. „Wir wirtschaften gut mit dem Geld der Bürger und belasten diese moderat mit 600 € im Jahr pro durchschnittlichem Haushalt“, so der Werkleiter, der auch alle Fragen beantworten konnte. In einer anschaulichen Präsentation stellte er einige der vielen Quellen, Tiefbrunnen und Kläranlagen vor und erläuterte deren Funktion im Wasserkreislauf der VG. Über ein Leitungsnetz von 334 km werden fast 14.000 Haushalte versorgt. An diese wird aktuell im Jahr etwa 2 Mio. Kubikmeter Wasser abgegeben, was der Menge von 1993 entspricht. In dieser Zeit ist die VG allerdings um 7.000 Einwohner gewachsen, was nicht auf einen verschwenderischen Umgang mit dem kostbaren Nass schließen lässt. 

 

Nach dem Bezug von Fremdwasser von außerhalb der VG gefragt, bezifferte Benten diesen auf etwa 10 %, die aber nötig seien. Davon   komme der Großteil über eine Leitung von Vallendar in die Augst und werde dort über eine Ringleitung bei Bedarf in die gesamte VG eingespeist. Besorgt äußerte er sich zum fehlenden Fachkräftenachwuchs. Wichtig sei für eine nachhaltige Wasserversorgung, die Investitionen auf einem hohen Niveau zu halten: „Wir müssen in den kommenden 15 Jahren wohl etwa 40 Mio. € in die Kanalsanierung stecken“, so Benten.

 

Am Ortsausgang von Gackenbach ins Gelbachtal wurde vor 3 Jahren ein Regenüberlaufbecken gebaut. An dieser vierten Station des Abends stellte der Werkleiter dessen Bedeutung im Wasserkreislauf vor. Es dient dazu, bei Starkregen das Niederschlagswassser aufzunehmen und verzögert an den Bach abzugeben. „Das Bauwerk hilft dabei, dass die Bewohner an Rhein und Mosel weniger Angst vor dem nächsten Hochwasser haben müssen“, meinte eine Teilnehmerin.

 

Ein besonderes Erlebnis bot als fünfte und letzte Station des Abends die mechanisch-biologische Kläranlage im Gelbachtal in der Nähe von Kirchähr. Dort begegnete den Wasser-Wandersleuten ihr Klopapier vom Vormittag. Abwassermeister Alexander Göttert erläuterte hier den Weg des ankommenden Schmutzwassers bis zur Weiterleitung in den Gelbach. „Über Rechen werden in der mechanischen Vorreinigung grobe Verschmutzungen wie Laub, Steine und Hygieneartikel entfernt“, so Göttert. Nach dem Sandfang komme dann das Vorklär-, Belebungs-  und Nachklärbecken.  In einer chemischen Reinigungsstufe werde noch Phosphor entfernt. Als Abfallendprodukt fällt getrockneter Klärschlamm an, der einer thermischen Verwertung zugeführt wird.

 

Auf die sechste unfreiwillige Wasserstation hätten die vielen Exkursionsteilnehmer- und –teilnehmerinnen dann verzichten können: aus dem Abendhimmel goss es in Strömen. Aber irgendwie gab es auch keinen passenderen Abschluss für eine informative Wasserwanderung, die allen Teilnehmenden nicht nur viele neue Erkenntnisse gebracht, sondern offensichtlich auch noch etwas Spaß gemacht hatte. Ein abschließendes (mit heimischem Wasser gebrautes) Getränk trug dazu bei.


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