Ehrenabend der Freiwilligen Feuerwehren in der VG Montabaur


Ehrenabend der Freiwilligen Feuerwehren in der VG Montabaur

„Die Feuerwehr hat keine Zeit zum Feiern“ kommentierte Andree Stein, Erster Beigeordneter und Brandschutzdezernent der Verbandsgemeinde Montabaur die Alarmierung einiger Feuerwehreinheiten just in dem Moment, als für sie der Ehrenabend in der Stadthalle in Montabaur beginnen sollte.




 

Feuerwehr hat keine Zeit zum Feiern

 

Ehrenabend der Freiwilligen Feuerwehren in der VG Montabaur

  

„Die Feuerwehr hat keine Zeit zum Feiern“ kommentierte Andree Stein, Erster Beigeordneter und Brandschutzdezernent der Verbandsgemeinde Montabaur die Alarmierung einiger Feuerwehreinheiten just in dem Moment, als für sie der Ehrenabend in der Stadthalle in Montabaur beginnen sollte. Wehrleiter Jens Weinriefer hatte das Mikrophon schon in der Hand um die Gäste zu begrüßen, als etwa ein Drittel der Feuerwehrkameraden im Laufschritt den Saal schon wieder verließen.

  

Um es vorweg zu nehmen, die Kameraden leisteten Hilfe bei einem Verkehrsunfall zwischen Boden und Montabaur, bei dem es mehrere Verletzte gab. Die eingesetzten Feuerwehrleute kehrten nach getaner Arbeit unter dem Applaus ihrer Kollegen zurück, ihr Engagement wurde gewürdigt. Und genau darum ging es bei dem Ehrenabend der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Montabaur: Um den selbstlosen Einsatz und das Zurückstellen des Privatlebens zum Wohle der Allgemeinheit. Die plötzliche Alarmierung prägte damit plastischer als Worte es vermögen.

 

Dennoch nutzten Jens Weinriefer und Andree Stein die Gelegenheit „Danke“ zu sagen. Für unzählige Stunden ehrenamtliches Engagement, die den Bürgern eine starke Verlässlichkeit in Gefahrensituationen bietet. Beide blickten auf ein Jahr zurück, das durchwachsen war. Für dieses und die kommenden Jahre wird die Prognose nicht einfacher, wie der Feuerwehr-Bedarfsplan zeigt. Den der Verbandsgemeinderat im letzten Jahr verabschiedet hatte. Anlass zur Freude geben die zahlreichen Ehrungen für langjähriges Engagement und die Beförderungen, die über den ganzen Abend verteilt ausgesprochen wurden. Für einige der Feuerwehrkameraden ist der aktive Dienst aus Altersgründen beendet. Sie wurden in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet.

 

Derzeit gibt es 606 aktive Feuerwehrangehörige, was einen leichten Rückgang zu dem Jahr 2016, in dem 620 Frauen und Männer aktiv waren, bedeutet. In 13 Jugendfeuerwehren bereiten sich 135 Mädchen und Jungen auf ihre aktive Feuerwehrzeit vor. 37 Jungen sowie 17 Mädchen sind in fünf Bambini-Feuerwehren registriert. Die Zahl der Alarmierungen ist in 2017 auf 437 von 682 im Vorjahr zurückgegangen. Augenscheinlich scheint es damit weniger Gefahrensituationen gegeben zu haben. Das ist leider nicht der Fall, Stein erklärte den Rückgang mit der Bildung von Alarmierungsgemeinschaften einzelner Löschgruppen. 119 Mal wurde die Feuerwehr zu Gebäudebränden gerufen, 82 Mal rückte sie zu Objekt- und 30 Mal zu Fahrzeugbränden aus. Weitere 206 Mal leisteten die Verbandsgemeinde-Feuerwehren Hilfe, insbesondere bei Verkehrsunfällen.

 

Leider gibt es in Eschelbach mangels Personal seit 2017 keine eigene Löschgruppe und keine Jugendfeuerwehr mehr. Beide Gruppen wurden der Feuerwehr Montabaur zugeordnet. Der Feuerwehr-Bedarfsplan lässt aufhorchen: 1,154 Mio. Euro Ausgaben für die Feuerwehren sind im Haushalt der Verbandsgemeinde für 2018 vorgesehen. Die hohen Ausgaben sind der Beschaffung von Neufahrfahrzeugen ebenso geschuldet wie den Um- und Neubauten einiger Feuerwehrwachen. Mit Blick auf die Zukunft und damit in Zeiten schrumpfender Bereitschaft zum freiwilligen Feuerwehrdienst, ist es für die Verbandsgemeinde Montabaur unerlässlich, gemeinsame Wachen zu errichten. Sie sind für Horressen und Elgendorf sowie für Nieder- und Oberelbert vorgesehen. Wegen bestehender Mängel muss in die Feuerwache Montabaur investiert werden und in Nomborn steht ein Umbau an. Dies, so Stein, sei ein zukunftsträchtiger Bedarfsplan, dessen Umsetzung sicherlich mehrerer Jahre bedürfe.

 

Die Jugend- und Bambinifeuerwehren setzten Zeichen: So sicherten sich beim Geschicklichkeitsturnier der Kreisjugendfeuerwehr die Bambini- und die Jugendfeuerwehr aus Nomborn jeweils den ersten Platz, der Jugendfeuerwehr Heiligenroth gelang der Gesamtsieg beim Schwimmwettkampf der Kreisjugendfeuerwehr und beim Lebendkickerturnier erreichte die Jugendfeuerwehr Nentershausen einen hervorragenden zweiten Platz.   

 

Für Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich, der seit Januar im Amt ist, war der Ehren-Abend eine Debütveranstaltung, die ihm am Herzen lag. Heute sei es längst Gewohnheit, sich für eine gewisse Zeit mit einem Projekt zu identifizieren, was auch ein Erfolgsrezept sei. Doch niemals wolle er es sich vorstellen, von einem Projekt-Feuerwehrmann/frau gerettet zu werden, sagte Richter-Hopprich und zollte damit seinen Respekt. Weitere Grußworte sprachen  Landrat Achim Schwickert, sowie Bernd Naunheim, Vize-Präsident des Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz, und Bernd Dillbahner, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Sie überraschten Manfred und Alfons Weimer mit einer weiteren Ehrung: Manfred Weimer erhielt das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und Alfons Weimer die Ehrennadel in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes.

 

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung von Michael Ferdinand aus Neuhäusel, der das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande erhielt, eine Auszeichnung, die nur sehr selten vergeben wird. Ferdinand ist Feuerwehrmann durch und durch. Seit 40 Jahren ist er dabei. Im Laufe der Jahre absolvierte er zahlreiche Lehrgänge, wurde Hauptbrandmeister. Dazu gesellen sich viele Fachlehrgänge. Vor allen Dingen liegen ihm die Kinder an Herzen, denn seit mehr als 20 Jahren engagiert er sich im Kindergarten und in der Grundschule in Neuhäusel in Sachen Brandschutzerziehung. 1990 war er der Initiator zur Gründung eines Fördervereines der Feuerwehr, leistete dort zwölf Jahre Vorstandsarbeit in verschiedenen Positionen. Die Liste seiner Verdienste ließe sich noch lange fortsetzen; das wusste jeder im Publikum und deshalb gab es langen Applaus für den verdienten Feuerwehrmann Ferdinand.

 

 Ehrungen und Auszeichnungen

 

Silbernes Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst:

Michael Boddenberg (Heiligenroth); Björn Fries (Kadenbach), Frank Herz (Nentershausen), Volker Kremer (Neuhäusel), Peter Marx (Neuhäusel)

 

Goldenes Feuerwehr-Ehrenzeichen für 35 Jahre aktiven Dienst:

Michael Eidt (Heiligenroth), Peter Hoffmann (Oberelbert), Wolfgang Jung (Heiligenroth), Jürgen Klockner (Heiligenroth), Udo Merfels (Oberelbert), Markus Nink (Niedererbach), Ralf Steffens (Eitelborn), Eva Weimer (Heilberscheid), Stefan Weyand (Niederelbert) und Dieter Wüst (Heiligenroth)

 

Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 45 Jahre aktiven Dienst:

Günter Brühl (Heilberscheid) und Gerd Noll (Girod)

 

Übernahme in die Altersabteilung

Eberhard Schreiner (Montabaur-Elgendorf), Jürgen Ferdinand (Simmern), Manfred Weimer (Heilberscheid), Alfons Weimer (Heilberscheid), Gerd Noll (Girod), Alfred Exner (Girod), Ehrenwehrleiter Gerold Holzenthal (Montabaur), Roland Hoffmann und Alfred Schönberger (beide Ruppach-Goldhausen)

  

Sie alle sind seit 25 Jahren aktiv in der Feuerwehr. Dafür erhielten sie das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen. Michael Ferdinand (Bildmitte) erhielt als besondere Auszeichnung das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande. (alle Bilder: Ingrid Ferdinand)

 

 

Seit 35 oder gar 45 Jahren sind die Frauen und Männer tragende Säulen in ihrer Heimat-Feuerwehr: Jetzt wurden sie dafür jetzt mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen geehrt.

 

 

Die Vereidigung eines Ehrenbeamten ist auch am Ehrenabend der Freiwilligen Feuerwehren ein besonderer Moment: Jörg Ahrens aus Oberelbert wurde zu Stellvertretenden Wehrführer ernannt und legte den Eid auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ab.

 

 

Aus Altergründen müssen diese Männer den aktiven Feuerwehrdienst quittieren, doch wer sich einmal der Feuerwehr verbunden fühlt, bleibt es meist lebenslang: Sie wechselten in die Ehren- und Altersabteilung; unter ihnen Ehrenwehrleiter Gerold Holzenthal (2.v.l.)

 


zurück


Bildergalerie

Overview
original size
 
Beförderungen ab Löschmeister.jpg
Beförderungen ab Löschmeister.jpg
Overview
original size
 
Beförderungen ab Ober+Haupt-Feuerwehrmann+frau.jpg
Beförderungen ab Ober+Haupt-Feuerwehrmann+frau.jpg
Overview
original size
 
Ehrung Deutscher- Kreisfeuerwehrverband.jpg
Ehrung Deutscher- Kreisfeuerwehrverband.jpg
Overview
original size
 
FFW-Ehrenabend_1_25 Jahre-klein.jpg
FFW-Ehrenabend_1_25 Jahre-klein.jpg
Overview
original size
 
FFW-Ehrenabend_2_35+45 Jahre-klein.jpg
FFW-Ehrenabend_2_35+45 Jahre-klein.jpg
Overview
original size
 
FFW-Ehrenabend_3_Ahrens-klein.jpg
FFW-Ehrenabend_3_Ahrens-klein.jpg
Overview
original size
 
FFW-Ehrenabend_4_Altersabteilung-klein.jpg
FFW-Ehrenabend_4_Altersabteilung-klein.jpg
Overview
original size
 
FFW-Ehrenabend_tn.jpg
FFW-Ehrenabend_tn.jpg
Overview
original size
 
Richter-Hopprich.jpg
Richter-Hopprich.jpg
Overview
original size
 
Stein (1).jpg
Stein (1).jpg
Overview
original size
 
Weinriefer (2).jpg
Weinriefer (2).jpg
 
 
 
 
 
   
   
 
 
 











Kontakt

  Verbandsgemeindeverwaltung
  Konrad-Adenauer-Platz 8
  56410 Montabaur
  Telefon (0 26 02) 126 - 0    
  Fax (0 26 02) 126 - 150
  Info@montabaur.de

 Öffnungszeiten:
 Mo - Mi
 
 08.00 - 12.30 Uhr
 14.00 - 16.00 Uhr
 Do  08.00 - 12.30 Uhr
 14.00 - 18.00 Uhr
 Fr  08.00 - 12.30 Uhr

Bürgerbüro
Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Telefon (0 26 02) 126 - 123    
Fax (0 26 02) 126 - 315
Buergerbuero@montabaur.de

Öffnungszeiten Bürgerbüro:
Mo - Mi

08.00 - 16.00 Uhr
Do

09.00 - 18.00 Uhr
Fr

08.00 - 12.30 Uhr

Standesamt
Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Öffnungszeiten Standesamt:
Mo - Mi

08.00 - 12.30 Uhr
14.00 - 16.00 Uhr
Do

09.00 - 12.30 Uhr
14.00 - 18.00 Uhr
Fr

08.00 - 12.30 Uhr