Verbandsgemeinderat verabschiedet Wirtschaftspläne der Werke


Verbandsgemeinderat verabschiedet Wirtschaftspläne der Werke  

Einstimmig votierten die Mitglieder des Verbandsgemeinderats auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr für die Wirtschaftspläne 2012 der Verbandsgemeindewerke mit den Betriebszweigen Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Mons-Tabor-Bad. Im Bereich Abwasser wurden moderate Gebührenerhöhungen beschlossen.

 

 

Die Preise für Trinkwasser und Schwimmbadbesuch bleiben hingegen unverändert. Außerdem entlasteten die Ratsmitglieder den Bürgermeister und die Beigeordneten für das Wirtschaftsjahr 2010.


Wasserversorgung


Die gute Nachricht zu Beginn: Das Wassergeld bleibt im kommenden Jahr unverändert bei 1,10 Euro pro Kubikmeter, und auch der Jahresgrundpreis wird nicht verändert. Mit rund 3,8 Millionen Euro sind Erträge und Aufwendungen im Erfolgsplan ausgeglichen. Deckungsmittel und Bedarf im Vermögensplan belaufen sich auf etwa 1,8 Millionen Euro. „Wir stehen heute so gut da, weil seit Übernahme der Aufgabe der Wasserversorgung durch die Verbandsgemeinde Montabaur im Jahr 1975 von den politisch Verantwortlichen im Werkausschuss und im Verbandsgemeinderat sowie in der Verwaltung mit Klugheit und Weisheit die Weichen richtig gestellt wurden“, stellte Bürgermeister Edmund Schaaf fest. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern der Verbandsgemeindewerke für die „ausgezeichnete Arbeit“.

 

Die größten Investitionen im Vermögensplan des Betriebszweigs Wasser entfallen auf die Erneuerung von Ortsnetzleitungen (425.000 Euro), auf den Neubau einer Transportleitung im Stadtteil Horressen (100.000 Euro), auf die Erneuerung der Aufbereitungsanlage in Niederelbert (50.000 Euro), für Wasserleitungen im Neubaugebiet Kesselwiese (30.000 Euro) sowie für das Gebiet Schüttenwiese in Boden (50.000 Euro).


 

Abwasserbeseitigung


Für den Bereich der Abwasserbeseitigung stellte der Bürgermeister fest, „dass die VG-Werke einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten, sich unsere Einrichtungen in einem guten Zustand befinden und wir die erforderlichen Leistungen zu einem angemessenen und günstigen Preis erbringen“. Dennoch seien moderate Gebührenerhöhungen unumgänglich, räumte er ein. So wird die Schmutzwassergebühr im kommenden Jahr von 1,45 Euro pro Kubikmeter auf 1,55 Euro pro Kubikmeter angehoben. Der wiederkehrende Beitrag für die Beseitigung des Niederschlagswassers steigt um zwei Cent von 0,44 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche auf 0,46 Euro pro Quadratmeter. Auch die Kosten für die Beseitigung des Niederschlagswassers von den Gemeindestraßen steigen für die Ortsgemeinden und die Stadt Montabaur um zwei Cent je Quadratmeter Straßenfläche von 0,43 Euro auf 0,45 Euro. Der wiederkehrende Beitrag für die Beseitigung des Schmutzwassers bleibt mit 0,08 Euro pro Quadratmeter gewichtete Grundstücksfläche unverändert.

 

Als Gründe für die höheren Abwasserkosten führte Edmund Schaaf die Abschreibungen für die neue Kläranlage in Nentershausen an, die im Jahr 2012 erstmals voll zu veranschlagen sind. Zudem müssen in der stillgelegten Kläranlage in Holler die Teiche entleert und der Klärschlamm beseitigt werden. Außerdem seien Kläranlagen und Pumpwerke energieintensive Betriebseinrichtungen, erläuterte der Bürgermeister, und „steigende Energiekosten wirken sich auf den Entgeltbedarf aus“.

 

Ein gewaltiges Investitionsvolumen fließt darüber hinaus in die Regenwasserbehandlung; knapp 1,7 Millionen Euro sind hierfür im Jahr 2012 vorgesehen. Rund 1,1 Millionen Euro werden in den Neubau von Ortssammlern investiert. Für deren Erneuerung wird die Verbandsgemeinde im kommenden Jahr etwa 1,7 Millionen Euro ausgeben. „Dabei gilt der Grundsatz“, formulierte Schaaf, „dass wir immer dann, wenn eine Ortsgemeinde eine Straße ausbaut, auch den Kanal und die Wasserleitung erneuern.“ Diese Gemeinschaftsmaßnahmen bringen beiden Seiten Vorteile, versicherte er.

 


Mons-Tabor-Bad


Das Mons-Tabor-Bad, der dritte Betriebszweig der Werke, ist „eine sehr kostenintensive Einrichtung“, sagte der Bürgermeister und fügte hinzu, dass die Eintrittspreise vorerst dennoch unverändert bleiben werden. Der Ergebnisplan schließt mit einem Fehlbetrag von 860.000 Euro ab. Der VG-Haushalt wird mit 726.000 Euro belastet, wovon die Stadt Montabaur wegen einer vertraglichen Vereinbarung zum Ausgleich der Standortvorteils 25 Prozent übernimmt. Das defizitäre Ergebnis des Bades habe aber nichts mit mangelndem Engagement der Mitarbeiter zu tun, betonte Edmund Schaaf. Vielmehr müssten aufwendige und personalintensive Sicherheitsbestimmungen erfüllt werden.

 

Bei der wirtschaftlichen Beurteilung des Bades müsse aber auch der Standortvorteil für die Region berücksichtigt werden, den diese Einrichtung darstellt, sagte Schaaf. Ein wichtiger Aspekt sei, dass alle Grundschüler im dritten Schuljahr im Schwimmunterricht die Möglichkeit erhalten, das Schwimmen zu lernen. Das Schwimmbad sei eine attraktive und viel genutzte Sport- und Freizeiteinrichtung, auf die nicht verzichtet werden könne. „Gleichwohl sollten wir – wie es im Werkausschuss besprochen wurde – in den nächsten Jahren gemeinsam überlegen, ob es die Möglichkeiten gibt, das Defizit des Bades zu senken“, bilanzierte der Bürgermeister nüchtern.

 

Dass das Mons-Tabor-Bad weiterhin das „Sorgenkind“ der Verbandsgemeinde ist, stellte auch Werner Reusch von der CDU-Fraktion fest. Trotzdem müsse positiv vermerkt werden, dass die Umsatzerlöse leicht gestiegen seien. Seine Fraktion stimme daher den Wirtschaftsplänen für alle drei Betriebszweige zu. Diesem Votum schlossen sich auch SPD-Fraktionsmitglied Udo Schöfer und Hubert Jung (FDP) an sowie Heinz Vietze (FWG), der allerdings wegen der Gebührenerhöhung nur „zähneknirschend zustimmen“ könne, wie er einräumte.

 

 Das Mons-Tabor-Bad ist eine beliebte Sport- und Freizeiteinrichtung in der Verbandsgemeinde.


Das Mons-Tabor-Bad ist eine beliebte Sport- und Freizeiteinrichtung in der Verbandsgemeinde.


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