Verbandsgemeinde Montabaur:


Verbandsgemeinde Montabaur:Ortsgemeinden schließen Solidarpakt „Windenergie“



Ortsgemeinden schließen Solidarpakt „Windenergie“


Die Ortsgemeinden Girod, Großholbach, Nomborn und Heilberscheid setzen bei der Windenergie auf Solidarität und eine fachlich optimierte Standortwahl.




 

Nachdem die Verbandsgemeinde Montabaur auf deren Gemarkungen eine Konzentrationsfläche für die Windenergie ausgewiesen hat, haben sich die vier Ortsgemeinden nach intensiven Gesprächen auf einen Solidarpakt verständigt. Gegenstand des bereits durch die Ortsbürgermeister unterzeichneten Vertrages ist neben einer gerechten Einnahmenverteilung auch die gemeinsame Verpachtung der Fläche.

 

Die Verbandsgemeinde Montabaur hatte zu Beginn des Jahres einen Teil-Flächennutzungsplan verabschiedet, der die Zulässigkeit von Windrädern im Verbandsgemeindegebiet regelt: Danach steht künftig in der Gemarkung der vier Eisenbach-Gemeinden eine rund 120 Hektar große Konzentrationsfläche für die Windenergienutzung zur Verfügung. Um die Vor- und Nachteile künftiger Ansiedlungen auszugleichen, haben die Ortsgemeinden bereits frühzeitig das Gespräch gesucht und einen Solidarpakt ausgehandelt.

 

Zentrales Element des Vertrages: Kommende Pachteinnahmen sollen nach einem abgestimmten Schlüssel verteilt werden. Die jeweilige Standortgemeinde behält dabei lediglich 70 Prozent des Erlöses. Die restlichen 30 Prozent fließen in den Solidarpakt und werden an die beteiligten Gemeinden nach dem Anteil an der Nettofläche (Flächenfaktor) und den Auswirkungen auf die jeweilige Ortsgemeinde (Nachteilsfaktor) ausgeschüttet. So profitieren nicht nur alle von der Windenergie; schließlich müssen auch die Belastungen von allen getragen werden.

 

Den vier Ortsgemeinden geht es jedoch um mehr, betonen die Ortsbürgermeister: „Der faire Vor- und Nachteilsausgleich ist ein Ziel des Solidarpaktes. Darüber hinaus setzen wir uns aber auch für eine fachlich optimierte Standortauswahl und Standortausnutzung ein.“ Die Gemeinden wollen das Gespräch mit potenziellen Betreibern in gegenseitiger Abstimmung suchen. Die – vor allem aufgrund des bewegten Geländes – als komplex einzustufende Fläche soll gemeinsam zur Verpachtung angeboten werden.

 

Die Ortsgemeinden wollen so einen Beitrag zur Energiewende leisten, dabei aber die charakteristische Landschaft des Eisenbach- und des Holbachtals nicht aus den Augen verlieren. Im Zuge der weiteren Planungen sollen die Bereiche festgelegt werden, die als Anlagenstandorte besonders geeignet sind, beispielsweise durch ihre Anbindung an das bestehende Wegenetz oder die Nähe zu überörtlichen Versorgungstrassen. Aber auch die naturräumlichen und topographischen Gegebenheiten sollen Berücksichtigung finden, wenn es um den Standort für einzelne Windräder geht.

 

Der Teil-Flächennutzungsplan liegt derzeit bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises zur Genehmigung, erläutert Edmund Schaaf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Die Ortsgemeinden wollen die Zeit jedoch nutzen. „Wir wollen die vertrauensvolle Zusammenarbeit fortsetzen und die Verpachtung der Konzentrationsfläche vorbereiten“, so die Ortsbürgermeister. Unterstützt werden sie dabei durch die Verbandsgemeindeverwaltung, die nun Vorgespräche mit potenziellen Betreibern führen wird.

 

 

Ein Solidarpakt wird geschlossen und mit der Unterschrift besiegelt: Die Ortsbürgermeister (v.l.) Hans-Jürgen Herbst (Girod), Axel Braun (Heilberscheid), Johannes Hübinger (Nomborn) und Michael Kohlhaas (Großholbach). Mit dabei waren Marion Gräf, Fachbereichsleiterin Bauverwaltung, und Bürgermeister Edmund Schaaf.

Ein Solidarpakt wird geschlossen und mit der Unterschrift besiegelt: Die Ortsbürgermeister (v.l.) Hans-Jürgen Herbst (Girod), Axel Braun (Heilberscheid), Johannes Hübinger (Nomborn) und Michael Kohlhaas (Großholbach). Mit dabei waren Marion Gräf, Fachbereichsleiterin Bauverwaltung, und Bürgermeister Edmund Schaaf.

 



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