Schulsozialarbeit ausgebaut


Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen: Schulsozialarbeit ausgebaut

Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen


Die Verbandsgemeinde Montabaur hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund die Schulsozialarbeit an der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen erheblich ausgebaut.




 

Seit Beginn des Schuljahres wurde das Stundenkontingent der Sozialarbeiterin Birgit Weber-Herz mehr als verdoppelt: Statt bisher nur acht Stunden pro Woche ist sie nunmehr 21 Stunden vor Ort. Jetzt kann sie sich intensiver um die schulischen und privaten Sorgen der Schüler kümmern und mehr soziale Projekte anbieten.

 

Seit 1996 besteht eine Kooperation zwischen der Verbandsgemeinde (VG) Montabaur als Schulträgerin und dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB), Kreisverband Westerwald, Ortsverband Höhr-Grenzhausen. Inzwischen ist der DKSB mit seinen Angeboten „Mobiles Sorgenbüro“ und „Kinderschutz macht Schule“ an allen elf Schulen der VG vertreten. Das so genannte Sorgenbüro an der Freiherr-vom-Stein-Schule wurde im Jahr 2000 eingerichtet und mit der DKSB-Mitarbeiterin Birgit Weber-Herz besetzt. „Den größten Vorteil der neuen Situation sehe ich darin, dass ich nun richtig vor Ort bin. Vier Tage pro Woche bin ich an der Schule. Wenn es jetzt mal brennt, bin ich da und kann helfen. Bislang habe ich mir Tage später die restliche Glut oder die Asche ansehen müssen“, beschreibt sie ihre neue Präsenz an der Schule. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit wird weiterhin in der Einzelfallhilfe liegen. Schüler kommen mit schulischen oder privaten Sorgen zu ihr oder wenn es Spannungen unter den Mitschülern gibt. Weber-Herz versucht dann Eltern, Lehrer und Mitschüler in die Lösung des Problems mit ein zu beziehen. „Das ist sehr aufwändig, braucht Zeit, ist aber dafür nachhaltig.“ Neben der Arbeit mit einzelnen Schülern führt Weber-Herz auch Projekte zum sozialen Lernen in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern durch und begleitet die Arbeit der Streitschlichter. Hier sieht auch Schulleiter Helmut Mose den besonderen Vorteil der erweiterten Stelle: „ Durch die Projekte zum sozialen Lernen können wir den Problemen frühzeitig vorbeugen, in dem die Kinder schon in den unteren Klassen ein gutes Miteinander üben. Das stärkt auch die Klassengemeinschaften. Wenn das Klima in der Klasse stimmt, können die Schüler gut lernen, weil sie dann den Kopf frei haben für den Lernstoff.“

 

Auch Andree Stein, der Erste Beigeordnete und Schuldezernent der VG, zeigte sich erfreut, dass die Schulsozialarbeit so deutlich ausgebaut werden konnte. „Die VG nimmt hier eine freiwillige Aufgabe wahr und wir müssen immer sehen, dass wir Fördermittel erhalten. Der Verbandsgemeinderat steht klar hinter dieser

Arbeit und sieht die Notwendigkeit für soziale Angebote an den Schulen.“ Für diese Angebote an ihren elf Schulen gibt die VG jährlich 84.000 Euro aus, 21.000 davon allein an der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen. Die Erweiterung der Schulsozialarbeit wurde hier nach dem Modell der Heinrich-Roth-Realschule plus in Montabaur durchgeführt, wo bereits vor einem Jahr das Sorgenbüro von 8 auf 21 Wochenstunden aufgestockt wurde. „Hier haben wir bereits sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Dr. Roland Dosch, zweiter Vorsitzender des DKSB Kreisverbands Westerwald. „Schulsozialarbeit darf nicht länger ein Reparaturbetrieb für soziale Probleme sein. Wir müssen unseren Fokus stärker auf Prävention legen und die sozialen Kompetenzen der Schüler fördern und trainieren. Da ist es natürlich gut, wenn meine Mitarbeiterinnen mehr Zeit haben“.

 

 

Das neue Büro von Birgit Weber-Herz (l.) an der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen. Ihre Besucher an diesem Tag sind (v.l.) Guido Göbel, Fachbereichsleiter Schulen, Kultur, Jugend und Soziales, Schulleiter Helmut Mose, sein Stellvertreter Karl-Heinz Schneider, Dr. Roland Dosch vom DKSB und der Erste Beigeordnete Andree Stein.


Das neue Büro von Birgit Weber-Herz (l.) an der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen. Ihre Besucher an diesem Tag sind (v.l.) Guido Göbel, Fachbereichsleiter Schulen, Kultur, Jugend und Soziales, Schulleiter Helmut Mose, sein Stellvertreter Karl-Heinz Schneider, Dr. Roland Dosch vom DKSB und der Erste Beigeordnete Andree Stein.

 

 

 




Kontakt

  Verbandsgemeindeverwaltung
  Konrad-Adenauer-Platz 8
  56410 Montabaur
  Telefon (0 26 02) 126 - 0    
  Fax (0 26 02) 126 - 150

  Info@montabaur.de

  Bürgerbüro
  Konrad-Adenauer-Platz 8
  56410 Montabaur
  Telefon (0 26 02) 126 - 123    
  Fax (0 26 02) 126 - 315

  Buergerbuero@
  montabaur.de

 
 Öffnungszeiten:
 Mo - Mi
 
 08.00 - 12.30 Uhr
 14.00 - 16.00 Uhr
 Do  08.00 - 12.30 Uhr
 14.00 - 18.00 Uhr
 Fr  08.00 - 12.30 Uhr
 (Bürgerbüro durchgehend)