Ausstellung im Rathaus informiert über Arbeit der Tafel



Ausstellung im Rathaus informiert über Arbeit der Tafel




Was machen die Tafeln eigentlich genau, wer sind die Kunden und was gibt es dort außer Lebensmitteln? Diese Fragen möchte eine Ausstellung in der Bürgerhalle des Montabaurer Rathauses beantworten, die der Förderverein Westerwaldkreis Tafel e.V. dort aufgebaut hat. Hintergrund ist ein rückläufiges Spendenaufkommen bei tendenziell wachsendem Kundenkreis.





 

„Die Spenden gehen zurück, die Aufgaben bleiben gleich, die Ausgaben steigen“. So fasste Paul Widner, der Vorsitzende des Fördervereins, die Beweggründe für die Ausstellung zusammen. Sechs Schautafeln, gespendet von der Firma von Bergh Ladenbau in Dernbach, informieren über das Kerngeschäft der Tafeln sowie zusätzliche Projekte und Hilfsangebote. Rund 33.000 Euro umfasst der Jahresetat des Fördervereins. Daraus werden sowohl die laufenden Kosten wie Miete, Energie und Abfallentsorgung für die Ausgabestelle in Montabaur, der Betrieb der Fahrzeuge und Versicherungen finanziert als auch besondere Ferienangebote für Kinder und die allgemeine Sozialberatung, die der Caritasverband und das Diakonische Werk im Nebenraum der Ausgabestelle anbieten. Die Arbeit des Fördervereins wird von rund 120 ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen, die zuverlässig und regelmäßig ihren Dienst in der und für die Ausgabestelle versehen. Ihnen galt der besondere Dank von Bürgermeister Edmund Schaaf, der bei der Eröffnung der Ausstellung dabei war. „Es ist zwar schade, dass wir so etwas wie die Tafel brauchen. Aber es ist schön zu sehen, dass das in unserer Gesellschaft so getragen wird.“ Wie die benachbarten Verbandsgemeinden auch beteiligt sich Montabaur mit einem freiwilligen jährlichen Obolus von zehn Cent je Einwohner an den Kosten der Westerwaldkreis Tafel.

 

Die Kunden

Jede Woche kommen rund 600 Menschen zur Ausgabestelle Montabaur/Wirges. Etwa ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche. Zu den Bedürftigen zählen Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, eine kleine Rente oder andere geringfügige Einkommen beziehen. Sie können mit einer entsprechenden Kundenkarte für 2,- Euro pro Erwachsenen bei der Tafel Lebensmittel einkaufen.

 

Das Kerngeschäft

Lebensmittelhändler aus der Region spenden regelmäßig Waren an die Tafel. Dabei handelt es sich häufig um Produkte, die zwar noch gut, aber nicht mehr für den regulären Verkauf geeignet sind, z.B. Brot vom Vortag oder Milchprodukte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum in Kürze abläuft. Die Tafelmitarbeiter sammeln diese Waren zweimal pro Woche ein und bringen sie zur Ausgabestelle in Montabaur. Dort werden sie sortiert und für die Ausgabe vorbereitet. Dienstags und freitags hat dann die Ausgabestelle für die Kunden geöffnet.

 

Zusätzliche Angebote

Die Kunden der Tafel haben oft vielfältige soziale Probleme, sei es im Umgang mit Behörden, mit der Schule und bei der Erziehung der Kinder oder im privaten Bereich. Zwei hauptamtliche Fachkräfte des Caritasverbandes und des Diakonischen Werkes stehen bereit, um mit den Kunden diese Probleme zu besprechen und konkrete Hilfen anzubieten. Diese so genannte niederschwellige Sozialberatung findet während der Öffnungszeiten der Tafel in einem Nebenraum der Ausgabestelle statt und wird gut angenommen. Außerdem bietet der Förderverein während der Schulferien Ausflüge für Kinder und Familien an unter dem Motto „Urlaub ohne Koffer“.

 

Bei der Eröffnung der Ausstellung im Rathaus Montabaur: (v.l.) Bürgermeister Edmund Schaaf, Paul Widner, Vorsitzender des Fördervereins, Roland von Bergh, der die Schautafeln gespendet hat, und Alfons Henkes vom Vorstand des Fördervereins. (Bild: Anken Bohnhorst-Vollmer) 

Bei der Eröffnung der Ausstellung im Rathaus Montabaur: (v.l.) Bürgermeister Edmund Schaaf, Paul Widner, Vorsitzender des Fördervereins, Roland von Bergh, der die Schautafeln gespendet hat, und Alfons Henkes vom Vorstand des Fördervereins. (Bild: Anken Bohnhorst-Vollmer)

 

 


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