Aubachviertel Montabaur


Aubachviertel Montabaur

Spatenstich für innovatives Bürozentrum

Heizen mit Eis? Was zunächst klingt wie eine Geschichte des Baron Münchhausen, wird in Montabaur jetzt Wirklichkeit: Im Aubachviertel baut der Unternehmensberater Dr. Marc Fischer ein Bürozentrum mit einem innovativen Energiekonzept. Es basiert auf so genanntem Solareis und ist eine Kombination verschiedener erneuerbarer Energieformen.





 

Zum Spatenstich lud Fischer Stadtbürgermeister Klaus Mies und Bürgermeister Edmund Schaaf von der Verbandsgemeinde Montabaur ein und erklärte vor Ort, wie Heizen mit Eis funktioniert. (siehe unten: "Solareis")

 

Im Neubaugebiet Aubachviertel zwischen dem ICE-Bahnhof und dem alten Bahnhof wird seit rund einem Jahr fleißig gebaut. Neben Baggern und Baukränen halten die ersten Möbelwagen. Der Bebauungsplan sieht ein Mischgebiet vor unter dem Motto „Wohnen und Arbeiten unter einem Dach“. Viele kombinierte Wohn- und Gewerbegebäude entstehen. „Immer wenn ich mich hier umsehe, beeindruckt mich die Vielfalt der architektonischen Ideen und Nutzungskonzepte“, freut sich Stadtbürgermeister Klaus Mies. Ein besonderes Projekt hat auch Dr. Marc Fischer an den Start gebracht. Sein neues Bürozentrum „Aubach-Quartier“ wird komplett aus regenerativen Energiequellen beheizt bzw. gekühlt werden. Es soll aus drei Gebäudekomplexen bestehen, von denen zwei baulich miteinander verbunden werden. Zunächst wird nur ein Gebäudeteil gebaut, die anderen sollen sukzessive folgen. Insgesamt 3.900 Quadratmeter hochwertige Bürofläche sollen entstehen, die frei nach den Wünschen der künftigen Mieter eingeteilt werden können. Fischer betreibt die Unternehmensberatung Emc², die derzeit im „Büroturm“ direkt am ICE-Bahnhof Räume gemietet hat. Er will einen Teil der Flächen im „Aubach-Quartier“ für sein Unternehmen selbst nutzen, den Rest vermieten. „Ich bin in Gesprächen mit Mietinteressenten, habe aber noch Kapazitäten frei“, verrät Fischer den beiden Bürgermeistern beim Spatenstich. „Der Standort nahe dem ICE-Bahnhof ist für mich und meine Mitarbeiter ideal. Die gute Verkehrsverbindungen in Montabaur sprechen für sich“, so Fischer. Bürgermeister Edmund Schaaf bedankte sich für das Vertrauen, das Fischer in den Wirtschaftsstandort Montabaur setzt, hob aber auch die Vorzüge des Aubachviertels hervor: „Dass eine renommierte europaweit agierende Unternehmensberatung Montabaur als ihren Standort gewählt hat, spricht für die Qualität unseres Standortes in der Mitte zwischen den Ballungsräumen Rhein/Ruhr und Rhein/Main. Von welchem anderen Standort aus kann man sowohl den Flughafen Frankfurt/Main als auch Köln in etwa 30 Minuten erreichen?“ Das Bauprojekt wird komplett vom Bauunternehmen Goldbeck aus Bielefeld ausgeführt, das eine Niederlassung in Koblenz hat und die Bauteile der Stahl-Glas-Konstruktion selbst fertigt.

 

 

Nähere Informationen im Internet:

  • zum Aubachviertel unter www.montabaur.de unter Wirtschaft




 

Spatenstich im Aubachviertel (v.l.) Bürgermeister Edmund Schaaf, Bauherr Dr. Marc Fischer, Bauleiter Marco Bayer (Fa. Goldbeck), Stadtbürgermeister Klaus Mies und Lydia Berressem von der Wirtschaftsförderung der VG Montabaur.  

Spatenstich im Aubachviertel (v.l.) Bürgermeister Edmund Schaaf, Bauherr Dr. Marc Fischer, Bauleiter Marco Bayer (Fa. Goldbeck), Stadtbürgermeister Klaus Mies und Lydia Berressem von der Wirtschaftsförderung der VG Montabaur.

 

 


 

Solareis

 

Das Energiekonzept Solareis kombiniert vier erneuerbare Energiequellen miteinander: Wasser, Erde, Sonne und Luft. Es kommt somit (fast) ohne CO2-Ausstoß aus. Herzstück ist ein großer unterirdischer Tank, in dem Wasser in Eis verwandelt wird oder umgekehrt. Bei 0° Celsius wird aus (flüssigem) Wasser (festes) Eis. Dabei wird Energie in Form Kristallisationswärme freigesetzt. Während der Heizperiode wird nun das Wasser im Tank langsam auf 0° Celsius abgekühlt und so in Eis verwandelt. Die dabei entstehende Wärmeenergie wird zum Heizen verwendet. Das Eis wird gespeichert und im Sommer zum Kühlen des Hauses genutzt. Bis zum Beginn der Heizperiode hat sich das Eis wieder in Wasser verwandelt und kann erneut auf 0° Celsius heruntergekühlt und zu Eis gefroren werden. Der Wassertank befindet sich rund einen Meter unter der Erdoberfläche, wo eine relativ konstante Umgebungstemperatur von 8-10° Celsius herrscht. Diese sorgt dafür, dass die Wassertemperatur auch in heißen Sommern 10° Celsius nicht übersteigt. So kann der Energieaufwand für das Kühlen niedrig gehalten werden. Ergänzt werden die Energiequellen Wasser und Erde durch Sonne und Luft. Eine Solaranlage auf dem Dach sorgt für warmes Wasser. Zusätzlich entzieht ein Solar-Luft-Kollektor der Luft die in ihr gespeicherte Sonnenenergie (Wärme) und vervollständigt damit den Energiemix – besonders an Tagen ohne Sonne.

 

 

 


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