17.000 Unternehmen informiert – Jetzt wird kontrolliert!


Trier/Rheinland-Pfalz – Der Kampf gegen Geldwäsche in Rheinland-Pfalz schreitet voran. In den letzten Wochen und Monaten wurden rund 17.000 Unternehmen in Rheinland-Pfalz individuell angeschrieben und über ihre Pflichten nach dem Geldwäschegesetz informiert. „Geldwäsche – ist das nicht nur ein Thema für Banken“ war wohl die häufigste Reaktion der angeschriebenen Unternehmen. Nein, denn seit 2008 treffen auch Immobilienmakler, Versicherungsvermittler und Personen, die gewerblich mit Gütern handeln, also beispielsweise Autohändler, Juweliere oder Pferdehändler, die Pflichten nach dem Geldwäschegesetz.




 

Nun wird im dritten Quartal bei den ersten Unternehmen vor Ort überprüft, ob sie ihren Pflichten nach dem Geldwäschegesetz nachkommen. Dazu werden die Kreis- und Stadtverwaltungen stichprobenartig Unternehmen in ihrem Zuständigkeitsbereich vor Ort aufsuchen. Hiervon betroffen werden Immobilienmakler, ungebundene Versicherungsvermittlern und Händler mit hochwertigen Gütern (beispielsweise Flugzeug-, Boots- und Autohändler aus dem Luxussegment sowie Juweliere oder Antiquitätenhändler) sein. Die Kontrollen werden vorher schriftlich angekündigt, so dass sich die Unternehmen auf die Prüfungen vorbereiten können.

 

Es geht nicht darum, sensible Kundendaten zu erhalten und diese gar in Datenbanken zu sammeln. Vielmehr soll es Kriminellen in Rheinland-Pfalz schwerer gemacht werden, mit illegal erworbenem Geld Geschäfte zu machen. Ein wichtiges Ziel, bei dem die zuständigen Behörden auf Unterstützung durch die Unternehmen hoffen. Dies auch im eigenen Interesse, denn Geldwäsche schadet nicht nur dem Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz, sondern es können auch enorme Reputationsschäden und Haftungsrisiken für Unternehmen entstehen. Unternehmen sollten daher ein vitales Interesse daran haben, sich nur an zuverlässige und redliche Geschäftspartner zu binden. Diejenigen, die jetzt nicht vorsorgen, können bald „leichte Beute“ für Kriminelle werden.

 

Nächster Schritt in der Geldwäschebekämpfung wird die Bestellung eines Geldwäschebeauftragten sein. Er ist – wie etwa der Datenschutzbeauftragte – ein eigens hierfür bestellter Mitarbeiter und soll als Kontaktperson zu den Aufsichts- und Ermittlungsbehörden fungieren. Die Kreise und Städte in Rheinland-Pfalz werden per Allgemeinverfügung die Bestellung von Geldwäschebeauftragten anordnen. Diese Anordnung wird jedoch nur für Unternehmen ab zehn Mitarbeiter gelten, deren Haupttätigkeitsfeld im Handel mit hochwertigen Gütern an den Endverbraucher besteht.

 

Eine Checkliste zur betriebsinternen Kontrolle und weitere Informationen zur Geldwäscheprävention sind auf der Homepage der ADD www.add.rlp.de zugänglich.

 

Weitergehende Informationen können bei der Kreisverwaltung (Frau Stein, Tel. 02602 / 124-534) angefordert werden.







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