Neubau Verbandsgemeindehaus:


Verkehrsführung für neue Tiefgarage vorgestellt

Das neue Verbandsgemeindehaus in Montabaur wird eine Tiefgarage (TG) erhalten. Diesen Entschluss hatte der Verbandsgemeinderat bereits Anfang des Jahres gefasst und nun noch einmal durch seine Ausschüsse bestätigt, nachdem die Verwaltung ein Verkehrskonzept für die Ein- und Ausfahrt des unterirdischen Parkdecks vorgestellt hatte.



 

Auch der Stadtrat von Montabaur stimmte dem Konzept zu. Danach soll die neue VG-Tiefgarage möglichst mit der städtischen TG Nord verbunden und auch deren aktuelle Ein- und Ausfahrt mitgenutzt werden.

 

„Es gibt nicht die optimale Lösung. An einer Stelle müssen wir mit Einschränkungen leben“, machte Bürgermeister Edmund Schaaf zu Beginn der Beratungen klar. Zu einer gemeinsamen Sitzung hatten sich die Haupt- und Finanzausschüsse sowie die Bauausschüsse von Stadt und Verbandsgemeinde getroffen. Das von der Verwaltung beauftragte Ingenieurbüro T + T Verkehrsmanagement stellte die Ergebnisse einer Verkehrsanalyse rund um die TG Nord vor: Bei einer Verkehrszählung an der TG Nord hatte das Büro einfahrende Fahrzeuge an der Einfahrt Wilhelm-Mangels-Straße / Wallstraße sowie ausfahrenden Fahrzeuge am Steinweg gezählt. Die Erhebung fand an einem gewöhnlichen Donnerstag zwischen 16.30 und 17.30 Uhr statt. „Das ist die verkehrsintensivste Zeit der Woche“, so Schaaf, „alle übrigen Zeiten stufen wir vom Verkehrsaufkommen her als weniger oder gar nicht brisant ein.“ Allerdings ist um diese Uhrzeit an allen Werktagen (Stichwort Feierabendverkehr) viel Verkehr auf den Straßen in der Innenstadt, vor allem entlang der Hauptachse zwischen Stadthalle und Alleestraße. Die TG Nord hat 130 Stellplätze, die neue TG unter dem Verbandsgemeindehaus soll 60 Plätze haben. Hochgerechnet würde sich also das Verkehrsaufkommen rund um die dann verbundene Tiefgarage um etwa 50% erhöhen. Aktuell wurden 42 Ausfahrten in den Steinweg innerhalb dieser Donnerstag-Nachmittag-Stunde gezählt, 20 Autos pro Stunde in der Spitzenzeit kämen laut Hochrechnung hinzu. Das Nadelöhr ist dabei der Abschnitt des Steinwegs, wo der abfließende Verkehr aus der TG Nord, aus der TG Mitte und aus Richtung Bahnhofstraße und Rebstock im Steinweg aufeinander treffen und sich ein Rückstau zur Ampelkreuzung bildet.

 

Neben der Verkehrserhebung stellte das Büro T + T verschiedene Varianten vor, wie die Ein- und Ausfahrt zu einer möglicherweise verbundenen Tiefgarage (Nord + Verbandsgemeindehaus) künftig geregelt werden könnte. Eine denkbare Option wäre eine Ausfahrt auf die Wallstraße gegenüber der Einmündung Waterloostraße. Diese Variante wurde allerdings als verkehrstechnisch unsicher eingestuft, weil vor allem Linksabbieger die Kreuzung Wilhelm-Mangels-Straße / Freiherr-vom-Stein-Straße / Wallstraße nicht richtig einsehen könnten. Für Rechtsabbieger, so der Verkehrsexperte Mark Hofmann, sei die Ausfahrtsituation unkritisch. Wer allerdings in Richtung Innenstadt und Konrad-Adenauer-Platz weiterfahren wolle, müsse dann größere Umwege in Kauf nehmen. Auch einer ampelgesteuerten Ausfahrt erteilte Hofmann eine Absage, denn „das wären zu viele Ampeln zu dicht hintereinander“ und das Prinzip der grünen Welle auf der Hauptverkehrsachse würde empfindlich gestört. Eine weitere Variante könnte aus der Kombination beider Ausfahrten Steinweg und Wallstraße (Rechtsabbieger) bestehen. Dazu wäre es aber erforderlich, den Verkehr schon innerhalb der verbundenen TG zu trennen und zu leiten, was erfahrungsgemäß schwierig ist und auch Platz kostet, weil getrennte Ausfahrtwege angelegt werden müssten. Ein zusätzliche Ausfahrtrampe (zusätzlich zu der am Steinweg) oder eine oberirdische Verkehrsführung jeweils in Richtung Wallstraße lassen sich auf dem Grundstück nicht realisieren. Unterm Strich bleibt also nur die Option, den abfließenden Verkehr aus der verbundenen TG über den Steinweg zu leiten.

 

In der anschließenden Beratung diskutierten die Gremien verschiedene Vorschläge, wie denn die Verkehrssituation am Nadelöhr Steinweg entschärft werden könnte, unter anderem die Ein- und Ausfahrtswege der TG Mitte verändert werden könnte. Am Ende votierten die Ausschüsse mehrheitlich dafür, die verschiedenen Möglichkeiten erst dann im Detail zu prüfen, wenn die neue Tiefgarage unter dem Verbandsgemeindehaus in Betrieb ist, weil man erst dann die konkrete Verkehrssituation beurteilen kann. Wichtigster Beschluss aus der gemeinsamen Ausschusssitzung ist allerdings, dass die Verbandsgemeinde wie geplant am Bau einer Tiefgarage festhalten kann, und dass deren Ausfahrt über die vorhandene Rampe am Steinweg erfolgen soll. Diesen Beschluss bestätigte dann auch der Stadtrat, der im Anschluss an die gemeinsame Sitzung der Ausschüsse tagte. Hier fiel die Entscheidung mit 13 Ja- und 4 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen. Bürgermeister Edmund Schaaf begrüßte die Beschlüsse: „Wir brauchen Klarheit in jeder Phase der Planung für das neue Verbandsgemeindehaus. Die jetzt gefassten Beschlüsse sind Grundlage für die Ausschreibung des Architektenwettbewerbs, den wir derzeit für 2018 vorbereiten. Die Vorgabe „Tiefgarage mit Ausfahrt Steinweg planen“ ist damit gesetzt.“

 

 

 


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