Juni 2012: Auftakt mit gemeinsamem Workshop

Workshop nahm Bebauung am Konrad-Adenauer-Platz ins Visier


Im Haus Mons Tabor diskutierten die Teilnehmer des Workshops über die künftige Gestaltung der Bebauung am Konrad-Adenauer-Platz.

Im Haus Mons Tabor diskutierten die Teilnehmer des Workshops über die künftige Gestaltung der Bebauung am Konrad-Adenauer-Platz.


„Wir wollen gemeinsam weiter machen“. Dieses Fazit zogen unisono die Teilnehmer des Workshops „Konrad-Adenauer-Platz“, zu dem die Stadt Montabaur Anlieger, Akteure und Fachleute eingeladen hatte.


Der Platz selbst ist frisch saniert, aber die angrenzenden Gebäude wie die Kreissparkasse, das so genannte Hisgen-Gebäude und das Rathaus der Verbandsgemeinde haben erheblichen und dringenden Sanierungsbedarf. 


Die Eigentümer wollen ihre Planungen jetzt miteinander abstimmen, die Baumaßnahmen koordinieren und so eine städtebauliche Aufwertung des Platzes erreichen. Der Bereich Hospitalstraße soll in die Planungen mit einbezogen werden. 


Zwei Tage hatten sich die Beteiligten Zeit genommen, um über die Zukunft des Konrad-Adenauers-Platzes zu diskutieren und sich gegenseitig ihre Vorstellungen darzulegen. Begleitet wurde die Arbeit im Workshop von Fachleuten aus den Gebieten Stadtplanung, Architektur, Verkehr, Einzelhandel, Denkmalpflege, Verwaltung  sowie von lokalen Akteuren aus Einzelhandel und Dienstleistungssektor. Die Moderation hatte Prof. Gerd Baldauf, Stadtplaner aus Stuttgart, übernommen. Die drei Stadtbild prägenden Gebäude rund um den Platz stammen aus den sechziger und -siebziger Jahren, als energetische Gesichtspunkte beim Bauen kaum eine Rolle spielten und sowohl in der Architektur als auch im Denkmalschutz andere (ästhetische) Maßstäbe galten als heute. Inzwischen sind alle drei Häuser zum Sanierungsfall geworden, ihre Eigentümer bekundeten dringenden Handlungsbedarf. Sogar über Abriss und Neubau als eine mögliche Variante wurde offen gesprochen. Auch zeigten die Anlieger sich bereit, über einen möglichen Standortwechsel, also einen Gebäudetausch rund um den Platz, nachzudenken. „Genau in dieser Offenheit besteht die beinah historische Chance für den Konrad-Adenauer-Platz und die Montabaurer Innenstadt“, so Bürgermeister Edmund Schaaf, der für die Verbandsgemeinde als Eigentümerin des „neuen“ Rathauses mit am Tisch saß.  „Jetzt haben wir die Möglichkeit, durch eine abgestimmte Planung eine bessere Funktionalität und eine optimierte Nutzung der Gebäude für die einzelnen Beteiligten zu erreichen. Das kann zu einer Aufwertung des gesamten Quartiers führen.“ Die Verwaltung wird nun die Kreissparkasse und die German Investment Portfolio Asset Management als Eigentümer des Hisgen-Gebäudes zügig zu weiteren Gesprächen einladen um die Ideen zu konkretisieren und die Planungen voran zu treiben, damit vielleicht schon Ende des Jahres ein schlüssiges Gesamtkonzept vorliegt.


Einige Aufgaben haben sich aus dem Workshop auch für die Stadt Montabaur ergeben. In einer Abschlussrunde, zu der auch die Mitglieder des Stadtrates eingeladen waren, fasste Prof. Baldauf die Ergebnisse zusammen. Zunächst attestierte er der Stadt ein enormes Entwicklungspotenzial für die Innenstadt. „Der Einzelhandel am Konrad-Adenauer-Platz muss gestärkt werden. Verkaufsflächen von 10.000 bis 15.000 Quadratmetern sind hier denkbar“, zitierte Baldauf die anwesenden Einzelhandelsexperten. Dabei müssten auch die Kundenströme vom / zum künftigen FOC im Blick behalten werden. Außerdem rieten die Fachleute dazu, dem Platz selbst zur Wilhelm-Mangels-Straße eine Abgrenzung, eine Fassung zu geben. „Im Moment läuft der Platz zur Straße hin weg. Hier braucht es einen optischen Halt“, so Prof. Horst Ermel, Architekt aus Kaiserslautern. Er forderte dazu auf, die Wegeverbindungen und Platzbeziehungen zwischen dem Konrad-Adenauer-Platz und dem Großen Markt auszubauen und dabei Rundwege anzulegen. Die atmosphärische Anbindung beider Bereiche müsse gelingen. Auf der Tagesordnung stand auch die Hospitalstraße, wo die Stadt einige zusammenhängende Grundstücke erworben hat. Für die Zwecke der Verwaltung, der Kreissparkasse oder für großflächigen Einzelhandel eignet sich dieses Quartier nach Auffassung der Experten allerdings nicht. Hier wird nun über eine kleinteilige Nutzung, z.B. stadtnahes Wohnen, nachgedacht. Zum Abschluss des Workshops bedankte sich Stadtbürgermeister Klaus Mies bei allen Beteiligten für die große Offenheit und das Interesse an einer gemeinsamen Lösung. „Wir sind noch in den Anfängen, aber es sind gute Ansätze zu sehen“, beschloss er die Runde. 




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