Jugendschöffenwahl 2018

Im Jahr 2018 sind bundesweit die Jugendschöffinnen und Jugendschöffen für die Amtszeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2023 zu wählen. Das Jugendamt der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises sucht interessierte und verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger, die für die Jugendstrafkammern beim Landgericht Koblenz und das Jugendschöffengericht beim Amtsgericht Montabaur als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Jugendstrafsachen teilnehmen.


Die Jugendschöffinnen und Jugenschöffen werden auf Vorschlag des Jugendhilfeausschusses für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Die Vorschlagsliste wird vom Jugendhilfeausschuss des Westerwaldkreises aufgestellt und an das Amtsgericht zur Entscheidung weitergeleitet.



Das Jugendschöffenamt – Was ist das?


Jugendschöffinnen und Jugendschöffen sind ehrenamtliche Richterinnen und Richter in Jugendstrafsachen und wirken bei der Verhandlung und der Urteilsfindung beim Amts- bzw. Landgericht mit. Sie benötigen dafür keine juristische Vorbildung. Vielmehr sind Sie als nicht juristisch ausgebildete Bürgerinnen oder Bürger gerade deshalb gefragt, weil Sie Ihre Lebens- und Berufserfahrung, Ihr vernünftiges Urteil, Ihren Gemeinsinn und Ihre Bewertungen in die Entscheidungen der Gerichte einbringen sollen. Diese Fähigkeiten und Erfahrungen brauchen Sie jedoch nicht schul- oder berufsmäßig erworben haben.


Wer kann Jugendschöffin oder Jugendschöffe werden?

 

Als Jugendschöffin oder Jugendschöffe müssen Sie unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit.
  • Sie sind am Stichtag 01.01.2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt.
  • Sie wohnen im Westerwaldkreis.
  • Sie sind gesundheitlich in der Lage, das Amt der / des Schöffin/Schöffen auszuüben.
  • Sie beherrschen die deutsche Sprache.
  • Sie sollten erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren sein.

 

 

Neben diesen formalen Kriterien sollen die Bewerberinnen und Bewerber aber vor allem bestimmte Grundfähigkeiten mitbringen, die notwendig dazu gehören, um über andere Menschen qualifiziert urteilen zu können:


  • Soziales Verständnis
  • Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen
  • Logisches Denkvermögen und Intuition
  • Vorurteilsfreiheit auch in extremen Situationen
  • Standfestigkeit und Flexibilität im Vertreten der eigenen Meinung
  • Kommunikations- und Dialogfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen

 

In das Ehrenamt können nicht berufen werden:


  • Personen, die infolge einer gerichtlichen Entscheidung die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzen.
  • Personen, die zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurden.
  • Personen, die noch nicht verurteilt sind, aber gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer Tat schwebt, die den Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter zur Folge haben kann.
  • Personen, die in Vermögensverfall geraten sind.
  • Personen, die bestimmte Berufe ausüben. (Mitglieder der Bundes- oder Landesregierung, Richter und Beamte der Staatsanwaltschaft, Notare, Rechtsanwälte, gerichtliche Vollstreckungsbeamte, Polizeivollzugsbeamte, Bedienstete des Strafvollzugs, hauptamtliche Bewährungs- und Gerichtshelfer, Religionsdiener)



Wie werden Jugendschöffinnen und Jugendschöffen gewählt?


Über die Aufnahme in die Vorschlagsliste entscheidet der Jugendhilfeausschuss. Die Wahl der Jugendschöffinnen und Jugendschöffen obliegt einem beim Amtsgericht zu bildenden Ausschuss.


Wie kann ich mich bewerben?


Sofern Sie an der Übernahme eines solchen Ehrenamtes interessiert sind, melden Sie sich bitte mit unten stehendem Bewerbungsformular bis 20.04.2018 bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur.



Das Bewerbungsformular können Sie hier herunterladen:


Bewerbungsformular Jugendschöffenwahl (Microsoft Word)



Nähere Auskünfte zur Wahl erhalten Sie bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Rathaus, Frau Jacqueline Kuhn, Zimmer 227, Tel. 02602/126-323,
E-Mail: jkuhn@montabaur.de






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